Wodurch kommen die niedrigeren Preise bei Zahnbehandlungen im Ausland?

Die Werbung mit niedrigeren Preisen für Zahnersatz im Ausland ist auffällig, obwohl sie in den letzten Jahren eher geringer geworden sind. Der Kostenersparnis sind auch im Ausland gewisse Grenzen gesetzt, die vor allem durch Einsparung bei den Arbeitskosten (niedrigere Grundlöhne, Nebenkosten und Sozialabgaben) erzielt werden können, die aber in den letzten Jahren auch dort gestiegen sind. Hochwertige Implantate namhafter Hersteller liegen preislich zwischen 150 und 225 EUR zzgl. Mwst. (im Extremfall bei 500 EUR). Dazu kommen noch Aufbauteile, Verbrauchsmaterialien, die ebenfalls mit ca. 200 EUR zu Buche schlagen dürften. Daneben liegen die Preise für zertifizierte hochwertige Goldlegierungen beim Zahnersatz pro Gramm bei mittlerweile weit über 30 EUR. Bei einer Brückenkonstruktion auf Implantaten (3 Einheiten) können 15 oder mehr Gramm im Verbrauch anfallen. Rechnen Sie selbst.

Also: allzu niedrige Preisangebote sind mit Vorsicht zu genießen, da hier der Verdacht nahe liegt, dass am Material gespart wird. Auch im Ausland kann die Leistung natürlich nicht verschenkt werden. Die beworbenen Preisunterschiede der Auslandsanbieter sollte man als Patient vorher genau prüfen, da zum Vergleich natürlich nicht die günstigsten Angebote aus den Heimatländern des Patienten herangezogen werden. Über die Preisgarantie von Implantologen im Register auf implantate.com sollten Sie auf jeden Fall bescheid wissen. Da in Deutschland im Schnitt 2/3 der Kosten für Zahnersatz auf den Bereich Material- und Laborkosten entfallen, sind übrigens auch die heimischen Behandler dazu übergangen, Budget-Lösungen durch Import-Zahnersatz anzubieten.

Letzte Aktualisierung am Mittwoch, 30. Januar 2013



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