Was sind die Vorteile von Zahnimplantaten?

Fester Halt der "Dritten" ist sicherlich der eindrucksvollste Erfolg der Implantologie. Aber Zahnimplantate haben noch eine ganze Menge mehr zu bieten. Sie verhindern unter anderem, dass sich der Kieferknochen abbaut (Atrophie), wenn ein Zahn verloren gegangen ist. Auch schützen Zahnimplantate die eigenen Zähne, da diese sonst für den Zahnersatz in Mitleidenschaft genommen würden.

Die wichtigsten Vorteile von Implantaten:

Sicherer Halt des Zahnersatzes

Implantate sind fest mit dem Kiefer verbunden und verankern Zahnersatz sicher. Theoretisch kann man fast jeden Zahn durch ein Zahnimplantat ersetzen (Einzelzahnversorgung). Aber auch Brücken werden sicher abgestützt. Der größte Vorteil ist vielleicht, wenn bei Zahnlosigkeit Implantate für stabilen Halt sorgen.

Der Kieferknochen bleibt erhalten

Atrophischer Kiefer
Atrophischer, zahnloser Kiefer

Man weiß ja von Astronauten, dass die Knochenstruktur in der Schwerelosigkeit durch eine geringere Belastung (verminderte Schwerkraft) abnimmt. Nach Zahnverlust fehlt die entsprechende Belastung des Kieferknochens: es kommt zur Atrophie (Knochenabbau). Bei Zahnlosigkeit ist der Knochenverlust am stärksten ausgeprägt. Das wird druch die eingefallenen Wangen deutlich, wenn man die Prothesen heraus nimmt.

Die funktionelle Belastung des Knochens durch ein Implantat hat den Vorteil, dass der Kieferknochen trainiert und erhalten bleibt. Anderer Zahnersatz wie die Zahnbrücke schafft das nicht. Noch problematischer sind wackelige Prothesen. Hier wird durch die wechselnden Drücke von außen der Knochenabbau sogar noch vorangetrieben.

Siehe hierzu auch das Kapitel Knochenabbau nach Zahnverlust.

Die eigenen Zähne leben länger

Zähne müssen nicht abgeschliffen werden

Ohne Implantate müssten die eigenen Zähne den Halt des Zahnersatzes übernehmen. Für eine Brücke muss man akzeptieren, dass Zähne abgeschliffen werden, für eine Prothese mit Teleskopkronen auch. Insbesondere bei einer Klammerprothese werden die Zähne derart belastet, dass sie früher locker werden.

Gerne in diesem Zusammenhang gefragt:"Brücke oder Implantat?".

Pfeilervermehrung hilft den eigenen Zähne

Ein herausnehmbarer Zahnersatz, der sich nur auf die letzten eigenen Zähne abstützt, bedeutet eine erhebliche Belastung mit frühzeitigem Verlustrisiko durch Zahnlockerung. Strategisch gut positionierte Zahnimplantate stützen den Zahnersatz zusätzlich ab. Der Halt wird besser und die eigenen Zähne leben länger.

Insbesondere bei Parodontitis hilft die Entlastung

Eine Pfeilervermehrung kommt besonders Zähnen zugute, die durch eine Parodontitis bereits an Halt eingebüßt haben. Nicht nur die Prognose der eigenen Zähne wird verbessert, sondern auch die Optionen beim Zahnersatz werden erweitert.

 

implantate.com-Fazit:

Die Erfolgsgeschichte der Zahnimplantate kommt nicht von ungefähr. Sie haben das Unmögliche geschafft: wieder fest Kauen zu können, auch wenn kein eigener Zahn mehr da ist. Sie schützen die eigenen Zähne und verhindern Knochenverlust.

Hier finden Sie Infos zu den Risiken von Zahnimplantaten.

Literatur:
Koeck u. Wagner, Praxis der Zahnheilkunde - Implantologie, Elsevier, München 2005
Franck Renouard, Bo Rangert, Risikofaktoren in der Implantologie. Klinische Diagnostik, Entscheidungsfindung und Therapie, Quintessenz, Berlin 2006

Letzte Aktualisierung am Montag, 24. April 2017



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    bei Beantragung eines Zuschusses für Zahnersatz (Heil- und Kostenplan) bei der gesetzlichen Krankenkassen dieser immer den gleichen Betrag ausmacht, egal ob Sie sich für ein Implantat, eine Brücke oder einen herausnehmbaren Zahnersatz entscheiden? Das ist dann der sogenannte Festzuschuss. Dieser lässt sich allerdings durch regelmässige Zahnarztbesuche in den letzten 5 Jahren (um 20%) bzw. 10 Jahren (um 30%) steigern.

    Mehr zum Thema Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkassen.


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