Die Preise für Zirkonoxidimplantate im Vergleich

Zweiteilige Zirkonimplantate
Zweiteilige Zirkonimplantate
Keramikimplantat
Keramikimplantat

Zirkonoxid-Keramikimplantate, die seit einigen Jahren als Alternative zu den klassischen Titan-Implantatsystemen gelten, zeichnen sich durch eine verbesserte Ästhetik und gute Verträglichkeit aus, bringen auf der anderen Seite aber auch Nachteile mit sich. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Seite Zahnimplantate aus Keramik.

In der Anfangszeit wurden Zirkonoxid-Keramikimplantate ohne Abutments aus nur einem Stück gefertigt. Mittlerweile bieten sie durch die Entwicklung zweiteiliger Systeme ein dem klassischer Titanimplantate vergleichbares Anwendungsspektrum.

Wesentliche Unterschiede in Bezug auf die Kosten ergeben sich aus den Materialeigenschaften des Zirkonoxids sowie den damit verbundenen therapeutischen Strategien.

Erhöhte Materialkosten

Zirkonoxid (Y-TZP) ist deutlich schwieriger zu bearbeiten als Titan. Auch die Oberflächenoptimierung ist teurer, da dieser Prozess noch nicht für Großproduktionen standardisiert ist. Höhere Fertigungskosten, verbunden mit insgesamt niedrigeren und damit unökonomischeren Produktionszahlen, ergeben Implantat- und Aufbaupreise, die deutlich über denen von Titanimplantaten liegen. Der Preis für das Zirkonimplantat allein liegt meist jenseits der 350 Euro.

Erschwerte Implantation

Planung, Positionierung und Einbringung von Zirkonimplantaten erfordern meist eine noch höhere Sorgfalt als für Titanimplantate aufgewendet werden muss. Zudem besteht ein gegenüber Titanimplantaten erhöhtes Verlustrisiko, das in der Regel ebenfalls in die Kosten, beispielsweise über den Steigerungsfaktor, einfließt. Dadurch wird die Behandlung teurer.

Kostenfaktor Einheilschutz

Viele Zirkonoxid-Implantate werden aus Stabilitätsgründen einteilig gefertigt. Einteilige Implantate sind jedoch grundsätzlich schon nach Einbringung einer Belastung ausgesetzt, die bei Keramikimplantaten vermieden werden soll. Hierfür sind spezielle Schutzschienen zur Schonung der Implantate nötig, die zusätzliche Kosten verursachen.

Eventuell aufwendige prothetische Versorgung

Einteilige Zirkonimplantate gibt es zur Fixierung von Prothesen (Kugelkopfanker) oder für festsitzende Kronen-Brückenversorgungen. Ein Vorteil ist, dass keine zusätzlichen Kosten für Aufbauteile (Abutments) anfallen. Für die Kronenversorgung müssen die integrierten Pfosten beschliffen (vergleichbar mit dem Beschleifen eines Zahns für eine Krone) und meist mit einer provisorischen Krone versorgt werden. Aufwand und Kosten hierfür liegen in der Regel unter denen zweiteiliger Systeme.

Bei zweiteiligen Keramikimplantaten fallen deutlich höhere Kosten an, da nicht nur teurere Aufbauteile (Zirkonabutments) fällig werden, sondern diese eventuell aufwendig mit dem Implantat verklebt, anschließend durch Beschleifen in die ideale Form gebracht und dann mit einer provisorischen Krone versorgt werden müssen.

Honorar für den Implantologen/Zahnarzt
Diagnostik und Planung
einmalig je Kiefer 100 – 250 €
Implantation je nach Aufwand pro Implantat ca. 300650 €
Austausch/Wechsel von Aufbauteilen
(Abutments)
  50 – 180 €
Ausführung des Zahnersatzes
(z.B. Krone)
je Krone ca. 250 – 400 €
Bei Knochenaufbau*, je nach Aufwand:
Knochenaufbau (geringer Umfang)

pro Region

ab 100 €
Knochenaufbau (hoher Umfang, z.B. Knochenblock) bis 1000 €
Knochenaufbau durch Beckenkammtransplantat ca. 5.000 €
Knochengewinnung durch Distraktion

pro Region

1.400–3.500 €
bei internem (kleinem) Sinuslift 150 – 350 €
bei externem (grossem) Sinuslift 250 – 1.250 €
Einsatz eines Navigationssystems in Verbindung mit
einem DVT oder einer Computertomographie
  Kosten variieren stark

* Genauere Aufschlüsselung siehe Kosten für Knochenaufbau

 

Kosten der Zahntechnik (Zahnlabor)
Diagnostik (einfache Messschablone) eventuell 75 – 140 €
3D-Bohrschablone (in Verbindung mit einem DVT, Computertomographie)   250 – 450 €
Krone je Krone 300 – 650 €

 

Preise für die Implantate bzw. Verbrauchsmaterialien
Keramikimplantat
je nach
Typ / Implantathersteller
ca. 350 – 550 €
Aufbauteile bei zweiteiligen Systemen 200 – 300 €
Knochenersatzmaterial
bei Bedarf,
pro Gramm
ca. 60 – 110 €
Membran je nach Größe
und Material
80 – 150 €
OP-Verbrauchsmaterial


15 – 50 €
Bohrer / Einmalbohrer je Bohrer 20 – 65 €

 

Weitere Kosten
evtl. Computertomographie / DVT-Digitale VolumenTomographie (Diagnostik)   130 – 350 €
Kiefergelenkdiagnostik, kiefergelenkbezogene
prothetische Zahnersatzfertigung
  150 – 750 €

 

Gesamtkosten, je nach Versorgung (mit Zahnersatz)
Einzelzahnimplantat (Seitenzahn) 2.200 – 3.500 €
Einzelzahnimplantat (Frontzahn) 2.600 – 3.600 €
Herausnehmbarer Zahnersatz bei Zahnlosigkeit auf 4 Zirkonimplantaten (Kugelkopfanker oder Locatoren) 6.500 – 8.500 €
Implantatbrücke auf 2 Keramikimplantaten 4.400 –6.500 €
Festsitzende Versorgung auf Implantaten bei Zahnlosigkeit (mindestens 8 Zirkonimplantate notwendig) pro Kiefer ab ca. 23.000 €

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Literatur

Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) 2012 
Preislisten Implantathersteller: Z-Systems, Dentalpoint
Preislisten verschiedener Dentallabore: Bartels u. Ursprung, Dentallabor Kappert in Essen, WeJo Düsseldorf, Zahnersatz Müller (Import) Ratingen

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