Wann muss man einen Zahn ziehen?

Bevor man sich die Frage stellt, ob nach dem Zahnziehen ein Zahnimplantat, eine Brücke oder eine Prothese die bessere Lösung darstellt, ist zunächst einmal abzuklären, ob man den Zahn wirklich ziehen muss. Eine scharfe Abgrenzung, ab wann ein Zahn nicht mehr oder mit welchem Aufwand doch noch zu erhalten ist, gibt es nämlich nicht. Dabei spielen nicht nur medizinische, sondern auch finanzielle oder prothetische (Zahnersatz-)Aspekte eine Rolle. Bei einem wackeligen Milchzahn wird der Griff zur Zange für eine Extraktion (Fachbegriff fürs Zahnziehen) wesentlich weniger zu diskutieren sein, als bei einem Pfeilerzahn auf den sich der gesamte Zahnersatz abstützt.

Nicht zuletzt sind auch Fähigkeiten und Engagement des Behandlers gewichtige Faktoren, die über das Verbleiben eines Zahnes mit entscheiden. Ein vor allem implantologisch orientierter Zahnarzt wird über einen "auf der Kippe stehenden" Zahn mitunter eine anderes Urteil fällen als ein Endodontologe (Spezialist für Wurzelkanalbehandlungen) oder Parodontologe.

In vielen Fällen dürfte es aber eher eine Frage des Verhältnisses von Aufwand und Nutzen sein, ob es sich lohnt, einen Problemzahn zu erhalten. Als Ursachen gibt es dabei eine ganze Reihe von Erkrankungen und Situationen, die einem Zahnerhalt entgegen stehen können:

Letzte Aktualisierung am Freitag, 19. September 2014



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