Gesundheitszustand und Prognose von Zahnimplantaten


Einige Erkrankungen können den Stoffwechsel oder die Reaktionslage des Implantatträgers beeinflussen. Gefährdet diese Erkrankung den Erhalt der natürlichen Zähne, dann sind auch die Implantate in Gefahr.
Manche Knochenerkrankungen können bei schwerem Verlauf die Haltbarkeit der Implantate beeinflussen. Alle diese Erkrankungen sind jedoch sehr selten und müssen auch nicht zwangsläufig zum Verlust der Implantate führen. Eine Abwägung bei schweren Erkrankungen sollte natürlich bereits vor der Implantation erfolgen.

Der Gesundheitszustand des Patienten hat Auswirkungen auf die Haltbarkeit von Implantaten.

Folgende Faktoren gefährden den Implantaterfolg

  • Nikotinabusus (Rauchen)
  • Medikamente, die den Knochenstoffwechsel stören, z.B. Bisphosphonate
  • Nicht eingestellter Diabetes mellitus
  • Generalisierte Erkrankungen des Bindegewebes oder des Knochens (z.B. rheumatische Erkrankungen)
  • Parodontitis (Parodontose)
  • Herabgesetzte Immunabwehr, erkrankungsbedingt oder durch Medikamente (z.B. Cortisontherapie, Zytostatika)
  • Bestrahlungen des Kiefers

 

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Welche Risiken haben Implantate

 

Literatur:
Bernd Koeck und Wilfried Wagner, Praxis der Zahnheilkunde - Implantologie, Elsevier, München 2005
Jan Lindhe, Niklaus P. Lang, und Thorkild Karring, clinical Periodontology and Implant Dentistry, John Wiley & Sons 2008
Heitz-Mayfield LJ., Peri-implant diseases: diagnosis and risk indicators, J Clin Periodontol. 2008 Sep;35(8 Suppl):292-304.
Javed F, Almas K, Die Osseointegration von Zahnimplantaten bei Patienten unter Bisphosphonat, J Periodontol. 2010 Apr; 81(4): 479-8
Kölner ABC-Risiko-Score, 7.EuropäischeKonsensuskonferenz des BDIZ-EDI
ImplantWiki Rauchen und Implantate

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 13. März 2018



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