Lexikon
Palatinal
Anatomische Lagezeichnung, abgeleitet von Palatinum (lateinisch: der Gaumen); zum Gaumen gehörend, zum Gaumen gerichtet, zur Gaumenseite hin.
[mehr zu Palatinal]Papillennekrose
Papillennekrose: ausgestanzte Papille zwischen den Zähnen — Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung patientenverständlich erklärt.
[mehr zu Papillennekrose]PAR-Richtlinie
Die PAR-Richtlinie ist die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur systematischen Behandlung von Parodontitis und anderer Parodontalerkrankungen. Sie regelt auf Grundlage von § 92 SGB V, unter welchen Voraussetzungen gesetzliche Krankenkassen Diagnostik, Therapie und Nachsorge parodontaler Erkrankungen als Sachleistung übernehmen, und ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft. Anders als die zuvor geltenden Regelungen, […]
[mehr zu PAR-Richtlinie]Paro-Endo-Läsion
Kombination aus Entzündung der Wurzelspitze (ENdo) und Knochenabbau durch Parodontitis (Paro).
[mehr zu Paro-Endo-Läsion]Parodontalsonde
Eine Parodontalsonde ist ein zahnärztliches Messinstrument mit Millimeter- Markierungen und abgerundeter Spitze, mit dem die Tiefe des Spalts (Zahnfleischtasche) zwischen Zahn oder Implantat und dem umgebenden Zahnfleisch gemessen wird. Parodontalsonden mit Millimeterskala: die WHO-Sonde zur Messung der Sondierungstiefen Wie und was misst man mit einer Parodontalsonde? Die Sonde wird mit definiertem, leichtem Druck (in klinischen […]
[mehr zu Parodontalsonde]Parodontalstatus
Der Parodontalstatus ist die vollständige, dokumentierte Befundaufnahme des Zahnhalteapparats (Parodont). An mehreren Messstellen pro Zahn werden die Sondierungstiefen und das Bluten auf Sondieren (BOP), die Zahnlockerung, der Furkationsbefall mehrwurzeliger Zähne sowie der parodontal bedingte Zahnverlust erhoben – die vier Befundpositionen, die die PAR-Richtlinie mindestens verlangt. Fachlich kommen weitere Werte hinzu, vor allem die Rezession und […]
[mehr zu Parodontalstatus]Parodontitis Definition
Entzündliche Zahnbetterkrankung, die am häufigsten für einen Zahnverlust verantwortlich ist.
[mehr zu Parodontitis Definition]Parodontitisbehandlung
Zahnärztliche Behandlung zur Reinigung; bakterielle Dekontamination der Wurzeloberflächen von Zähnen bei einer Parodontitis
[mehr zu Parodontitisbehandlung]Parodontose
Der Begriff Parodontose beschreibt streng genommen den sichtbaren Rückgang des Zahnfleisches. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Parodontose als Synonym für eine Parodontitis verwendet, eine bakterielle Infektionskrankheit. Mehr zum Thema Parodontose.
[mehr zu Parodontose]Parodontosebehandlung
Zahnärztliche Behandlung zur Reinigung; bakterielle Dekontamination der Wurzeloberflächen von Zähnen bei einer Parodontitis
[mehr zu Parodontosebehandlung]PEEK in der Zahnmedizin
PEEK (Polyetheretherketon) ist ein teilkristalliner Hochleistungskunststoff aus der Familie der Polyaryletherketone (PAEK), der in der Zahnmedizin als metallfreier Werkstoff für Prothesengerüste und Klammern, für Kronen- und Brückengerüste sowie für Aufbauteile auf Implantaten verwendet wird. Gegenüber Metallen und Keramiken ist er deutlich elastischer und leichter, im Röntgenbild weitgehend durchlässig und chemisch sehr beständig. Gefertigt wird PEEK […]
[mehr zu PEEK in der Zahnmedizin]periapikal
Periapikal ist eine zahnmedizinische Lagebezeichnung, das eine anatomische Positionierung im Sinne von „ganz um die Wurzelspitze herumlaufend“ bezeichnet. beschreibt. Es ist ein Adjektiv, das sich aus dem lateinischen Apex:= äusserste Spitze (medizinisch Wurzelspitze) und griechisch peri=um etwas herum, bildet. Vergleiche auch apikal, bukkal, distal, labial, lingual, mesial, koronal und palatinal.
[mehr zu periapikal]periimplantär
Um das Implantat herum, das Implantat umfassend
[mehr zu periimplantär]Periimplantäre Mukositis
Die periimplantäre Mukositis ist eine entzündliche Erkrankung der Weichgewebe rund um ein Zahnimplantat — vergleichbar mit einer Gingivitis am natürlichen Zahn. Dabei ist ausschließlich die Mukosa betroffen; der periimplantäre Knochen zeigt keinen fortschreitenden Abbau. Genau das unterscheidet die Mukositis von der Periimplantitis, bei der bereits Knochen verloren geht. Vom übergeordneten Begriff Mukositis ist sie ebenfalls […]
[mehr zu Periimplantäre Mukositis]Periimplantitis
Als Periimplantitis bezeichnet man die Entzündung des Implantatbetts mit Abbau des Knochens um das Implantat; vergleichbar der Parodontitis/Parodontose.
[mehr zu Periimplantitis]Perikoronitis
Perikoronitis (Perikoronaritis, Dentitio difficilis): Entzündung der Schleimhautkapuze über dem teildurchgebrochenen Weisheitszahn. Ursachen, Symptome, Behandlung.
[mehr zu Perikoronitis]Periotest
Elektronisches Gerät, das durch das Messen eines reflektierten Impulses die Stabilität von Zähnen oder Implantaten objektiviert.
[mehr zu Periotest]Pfeilervermehrung
Bei der Pfeilervermehrung werden zusätzliche Implantate zur Unterstützung eines (auch zahngetragenen) Zahnersatzes eingebracht.
[mehr zu Pfeilervermehrung]Phykogenes Knochenersatzmaterial
Phykogenes Knochenersatzmaterial ist ein aus Meeresalgen gewonnenes Knochenersatzmaterial, dessen poröses Calciumcarbonat-Skelett durch eine hydrothermale Behandlung in (Fluor-)Hydroxylapatit überführt wird. Der Begriff geht auf das griechische Wort phykos für „Alge“ zurück. Ausgangsmaterial sind kalkbildende Rotalgen, deren natürlich gewachsenes, fein durchzogenes Kalkgerüst nach der Umwandlung ein knochenähnliches Mineral mit interkonnektierender Porosität bildet. Innerhalb der Knochenersatzmaterialien zählt es […]
[mehr zu Phykogenes Knochenersatzmaterial]Piezochirurgie
Die Piezochirurgie stellt ein junges Verfahren für die chirurgische Bearbeitung von Knochen dar. Ein spezielles Handstück mit austauschbaren Einsätzen
[mehr zu Piezochirurgie]Plaque (Zahnbelag)
Plaque (Zahnbelag) ist ein bakterieller Biofilm auf den Zähnen. So entsteht er, was er anrichtet (Karies, Gingivitis) und wie Sie ihn entfernen.
[mehr zu Plaque (Zahnbelag)]Platform switching
Konstruktionsprinzip bei Implantaten, bei dem das Aufbauelement nicht auf der Aussenkannte des Implantats aufsetzt- sondern weiter zentral
[mehr zu Platform switching]PMMA in der Zahnmedizin
PMMA (Polymethylmethacrylat) ist ein Acrylkunststoff, aus dem in der Zahnmedizin meist die zahnfleischfarbene Basis herausnehmbarer Prothesen gefertigt wird. Er entsteht durch Polymerisation des flüssigen Monomers Methylmethacrylat (MMA), das dabei zu langkettigen Polymermolekülen reagiert. Daneben dient PMMA für Provisorien, Aufbissschienen, individuelle Abformlöffel und kieferorthopädische Geräte sowie als industriell vorpolymerisierte Fräsronde für die Fertigung im CAD/CAM-Verfahren. In […]
[mehr zu PMMA in der Zahnmedizin]Porcines Knochenersatzmaterial
Als porcines Knochenersatzmaterial wird ein aus Schweineknochen gewonnenes xenogenes Knochenersatzmaterial bezeichnet, das in der zahnärztlichen und kieferchirurgischen Praxis zum Aufbau und zum Erhalt von Kieferknochen dient. Es gehört zur Gruppe der Xenografte – also der Ersatzmaterialien tierischen Ursprungs – und steht damit neben dem weiter verbreiteten bovinen, vom Rind stammenden Knochenersatzmaterial. Die grundsätzliche Einordnung der […]
[mehr zu Porcines Knochenersatzmaterial]Positionierungsschiene
Die Positionierungsschiene ist eine therapeutische Aufbissschiene, die den Unterkiefer nicht nur abstützt, sondern ihn gezielt in eine zuvor festgelegte Lage führt. Weil sie den Unterkiefer häufig nach vorn verlagert, sind die Bezeichnungen Repositionierungsschiene sowie anteriore Repositionierungsschiene, kurz ARS, geläufig. Anders als eine rein entspannende Schiene verfolgt sie ein klar umschriebenes Lageziel und darf erst nach […]
[mehr zu Positionierungsschiene]Postbiotika in der Parodontologie
Postbiotika sind Zubereitungen aus abgetöteten Mikroorganismen oder deren Bestandteilen, die dem Menschen einen gesundheitlichen Nutzen verschaffen. Stoffwechselprodukte der Mikroorganismen können enthalten sein, allein genügen sie nach der internationalen Konsensdefinition aber nicht. Im Unterschied zu Probiotika enthalten Postbiotika keine lebenden Keime. In der Parodontologie werden sie als Ergänzung zur Parodontitisbehandlung, als örtlich angewendetes Mittel und als […]
[mehr zu Postbiotika in der Parodontologie]Präbiotika in der Parodontologie
Präbiotika sind Stoffe, die von den bereits im Körper lebenden Mikroorganismen gezielt verwertet werden und dadurch einen gesundheitlichen Nutzen vermitteln. Anders als Probiotika enthalten sie selbst keine Bakterien; sie sollen die erwünschten Mitglieder der vorhandenen Keimgemeinschaft fördern. Der Begriff stammt aus der Ernährungsforschung zum Darm, schließt nach der internationalen Konsensdefinition aber ausdrücklich auch andere Körperregionen […]
[mehr zu Präbiotika in der Parodontologie]PRF (Platelet Rich Fibrin, Thrombozytenreiches Fibrin)
Platelet Rich Fibrin (PRF) – auf Deutsch thrombozytenreiches Fibrin – ist ein körpereigenes Blutkonzentrat, das aus einer kleinen Menge Eigenblut des Patienten gewonnen wird. Es enthält konzentrierte Wachstumsfaktoren, Leukozyten und Fibrin und wird in der Implantologie und Oralchirurgie eingesetzt, um die Wundheilung zu beschleunigen und die Knochenregeneration zu unterstützen. PRF wurde Anfang der 2000er Jahre […]
[mehr zu PRF (Platelet Rich Fibrin, Thrombozytenreiches Fibrin)]PRGF (Platelet rich in Growth Factors)
Plasma Rich in Growth Factors, Verfahren der Thrombozytengewinnung aus Blut zur besseren Wundheilung bei implantologischen Eingriffen
[mehr zu PRGF (Platelet rich in Growth Factors)]Primäre Stabilität
Die Primärstabilität eines Implantats beschreibt den Halt im Knochen, den ein Implantat nach Einbringen erreicht. Sie ist vor allem von 4 Faktoren abhängig:
[mehr zu Primäre Stabilität]Primärstabilität
Festigkeit eines Implantats direkt nach Einbringung
[mehr zu Primärstabilität]Privatleistung
Privatleistungen sind ärztliche/zahnärztliche Behandlungen, die nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen EBM=einheitlicher Bewertungsmassstab bei den Ärzten,
[mehr zu Privatleistung]Probiotika in der Parodontologie
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge zugeführt einen gesundheitlichen Nutzen für den Menschen bringen sollen. In der Parodontologie werden sie als Ergänzung zur mechanischen Behandlung erprobt – bei der Parodontitis, in der Nachsorge, bei der Gingivitis und bei Entzündungen rund um Zahnimplantate. Meist handelt es sich um Tabletten mit ausgewählten Milchsäurebakterien. Die Idee […]
[mehr zu Probiotika in der Parodontologie]Prophylaktische Indikation zur Überkronung
Die vorsorgliche Überkronung ist ein seltenerer Grund zum Schutz der Zähne bei stark kariesaktivem Gebiss (z.B. nach Tumorbestrahlung, behinderte Patienten mit
[mehr zu Prophylaktische Indikation zur Überkronung]Prophylaxe
Verhinderung von Erkrankungen durch geeignete Maßnahmen. In der Zahnheilkunde meist Vermeidung von Karies und Parodontitis (und Periimplantitis)
[mehr zu Prophylaxe]Prothese
Begriff für ein abnehmbares künstliches Körperteil.
[mehr zu Prothese]prothetische Indikation zur Überkronung
Zahn erhält durch eine Krone die Form und Stabilität, die für den Halt eines geplanten Zahnersatzes benötigt wird
[mehr zu prothetische Indikation zur Überkronung]Provisorien
Bis zur festen Einheilung der Implantate ist in den meisten Fällen ein Provisorium notwendig, das eine ausreichende Kaufunktion und Ästhetik für die Übergangszeit sicherstellt.
[mehr zu Provisorien]provisorisches Implantat
Mini-Implantate, die vorübergehend implantiert werden, um Prothesen z.B. bis zur Einheilung der endgültigen Implantate "zu vertreten".
[mehr zu provisorisches Implantat]PRP
Abkürzung für plättchenreiches Plasma (engl.: Platelet Rich Plasma), das durch spezielle Filterung und Zentrifugierung aus Blut gewonnen wird
[mehr zu PRP]Pseudotaschen
Eine Pseudotasche ist eine scheinbar vertiefte Zahnfleischtasche, die durch eine Volumenzunahme des Zahnfleischs (Gingivahyperplasie) und nicht durch den Abbau von parodontalem Stützgewebe entsteht. Pseudotasche und Gingivahyperplasie beschreiben das gleiche Phänomen aus zwei Richtungen: Erhöhung und Vertiefung.Das Zahnfleisch bleibt bei der Pseudotasche am unteren Rand des Zahnfleischsaums fest mit dem Zahn verbunden und auch der Knochen […]
[mehr zu Pseudotaschen]PSI (Parodontaler Screening-Index)
PSI (Parodontaler Screening-Index): wie die Untersuchung abläuft, was die Codes 0 bis 4 bedeuten, wo seine Grenzen liegen und was die Kasse zahlt.
[mehr zu PSI (Parodontaler Screening-Index)]Pulpanekrose und avitaler Zahn
Pulpanekrose und avitaler Zahn: Definition, Ursachen, Entstehung, Verfärbung und Diagnostik, mit Abgrenzung zum wurzelbehandelten Zahn.
[mehr zu Pulpanekrose und avitaler Zahn]Pulpitis
Pulpitis – die Entzündung des Zahnnervs und der Zahnschmerz schlechthin. Reversibel oder irreversibel? Symptome, Diagnose, moderne pulpaerhaltende Therapie und Wurzelkanalbehandlung, Kosten und Kassenleistung im Überblick.
[mehr zu Pulpitis]