Lexikon
Zweiteilige Implantate
Zweiteilige Implantate sind die häufigste Implantatform, bei der die Implantataufbauten im Gegensatz zu den einteiligen Implantaten frei gewählt werden können. Der Begriff zweiteilig ist natürlich etwas irreführend, da das im Knochen verankerte, eigentliche Implantat aus einem Stück besteht. Die Implantate sind aber erst durch die Verwendung von Abutments in der Lage, Zahnersatz zu verankern.

Zweiteilige Implantate: Aufbau (Funktion) und Implantat geteilt in Implantatkörper und Aufbauteil (Abutment)
Aufbau zweiteiliger Implantate
Das System besteht aus dem Implantatkörper, der in den Kieferknochen eingesetzt wird, und dem separat eingesetzten Aufbauteil (Abutment). Das Abutment wird nach der Einheilphase in das Implantat eingeschraubt oder eingesteckt und dient als Verbindungselement zum sichtbaren Zahnersatz – etwa einer Krone, Brücke oder Prothese.
Vorteile zweiteiliger Implantate
Die Trennung von Implantatkörper und Aufbau bietet mehrere Vorteile: Das Implantat kann während der Einheilzeit unter dem Zahnfleisch geschützt einheilen (gedeckte Einheilung). Das Abutment lässt sich individuell auswählen – je nach Zahnersatzart, Einschubrichtung und ästhetischen Anforderungen stehen gerade, abgewinkelte oder individuell gefertigte Aufbauten zur Verfügung. Bei Verschleiß oder Beschädigung kann das Abutment ausgetauscht werden, ohne das eingeheilte Implantat zu beeinträchtigen.
Gängige Implantat-Verbindungen
Die Verbindung zwischen Implantat und Abutment variiert je nach Hersteller. Gängig sind Außensechskant-, Innensechs- oder achtkant (Hex, Octa), und andere Index-Passungen mit und ohne Platform-Switching. Einige Systeme setzen auf Konusverbindungen die eine besonders stabile, knochenerhaltende und bakteriendichte Verbindung ermöglichen sollen.
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