Lexikon

Mehrkostenvereinbarung

Die Mehrkostenvereinbarung regelt das ausnahmsweise Erbringen von (privaten) zahnärztlichen Leistungen, die (qualitativ, ästhetisch) über die sogenannte Kassenleistung hinausgehen, bei der die gesetzliche Krankenversicherung aber den Kassenanteil übernimmt. Dieser wird bei der Rechnungsstellung gegenüber dem Patienten in Abzug gebracht. Die Mehrkostenvereinbarung ist zurzeit nur für die Füllungstherapie (Inlay-Versorgung, Kunststoff-Füllungen) zulässig, bei der dann der Wert der "Kassenfüllung" (z.B. Amalgam) abgezogen wird. Im Grundansatz gilt dies auch noch für Zahnersatzversorgungen, bei denen im Falle der Entscheidung für eine teurere Zahnersatzlösung (Implantate, Vollkeramikkronen etc.) die Kosten über die Festzuschussregelung zumindest anteilig übernommen werden.

Privatleistungen werden ansonsten vollständig über die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ 2012) berechnet, ohne dass es eine Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung gibt.