Lexikon

Adhäsives Zementieren

Das adhäsive Zementieren wurde primär für das haftoptimierte Einkleben von Kronen, Inlays und Veneers aus fragile Vollkeramik-Restaurationen entwickelt, um einen maximalen Verbund zwischen Zahn und  Keramik zu erzielen. Bei neueren, stabilen Keramiken (Zirkonoxid, leuzitverstärkte Lithium-Disilikat-Glaskeramik (IPS e.Max®)) gilt das adhäsive Zementieren nicht mehr als zwingend. 

Bestandtteile des adhäsiven Zementierens für das Einsetzen von keramiischen Restaurationen sind

  1. Konditionieren des Dentins (Zahnbein) und des Zahnschmelzes (Phosphorsäure 20-37%, oder organische Säuren)
  2. Haftvermittlung im Dentin (Zahnbein) mittels Primer 
  3. Haftvermittlung im Zahnschmelz mittels sogenanter Bonder, "Bonding"
    Geeignete Primer-Bonding Syteme erfüllen diese Schritte je nach System mit einer einzigen Flüssigkeit (Einschrittverfahren)  oder über bis zu 4 Schritte (Ätzen, 2x Primer, 1 x Bonding, z.B. Syntac®)  

  4. Zementieren mit speziellem Kunsstoff (Resin) oder kunsstoffhaltigem Zement, katalytische Aushärtung typischerweise durch Lichtpolymerisation, Aktivatoren (2 Komponenten) oder Luftinhibition.

Da einige Verfahren/Komponenten feuchtigkeitsempfindlich sind, kann zusätzlich eine absolute Trockenlegung mittels Kofferdam (Spanngumi) zur Isolation des Zahns vom Rest der Mundhöhle angezeigt sein.

In der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) 2012 ist für das adhäsive Zementieren eine eigene Gebührenposition, die GOZ 2197 enthalten, die beim Mittelsatz (Steigerungsfaktor 2.3fach) mit 16,81€ bewertet ist.

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    man beim Fehlen der hinteren Zähne einer Zahnreihe von einer Freiend-Situation spricht? Da nach hinten hin keine eigene Zähne vorhanden sind, ist auch ein fester Zahnersatz durch eine Brücke nicht mehr möglich. Hier besteht nur durch den Einsatz von Implantaten die Möglichkeit, eine herausnehmbare Prothese zu vermeiden und auf festen Zähnen zu beissen. Mehr im Kapitel Zahnersatz-Alternatven.