Lexikon

Platform Switching

Konstruktionsprinzip bei Implantaten, bei dem die Aufbauelemente (Abutment) nicht auf der Aussenkannte des Implantats aufsetzen, sondern zentral versetzt (also weiter innen) liegen. Hierdurch rückt das Abutment-Implantat-Interface weiter von der Knochengrenze weg, was eine bessere Entfaltung des Knochens (biologische Breite) sowie eine bessere Zahnfleischanlagerung ermöglichen soll. Da der Spalt zwischen Abutment und Implantat typischerweise nicht keimfrei ist (eine bakterielle Besiedelung ist anzunehmen), rückt dieser potentiell schädliche Faktor durch das Platform-Switching ebenfalls weiter von der biologisch relevanten Knochengrenze weg. Als klinischer Vorteil soll sich hieraus eine verbesserte Knochenstabilität (Schutz vor Knochenabbau) um das Implantat ergeben.

Wissenschaftliche Zusammenfassung zu Faktoren, die den Erhalt des marginalen periimplantären Knochens beeinflussen