Lexikon

Sofortimplantat

Der Begriff Sofortimplantat wird für unterschiedliche Verfahren verwendet. Er wird einerseits für ein direkt nach einer Zahnextraktion eingebrachtes Implantat verwendet vgl.: Sofortimplantation. Gebräuchlich ist auch die Bezeichnung einer Implantatform, die für eine direkte Belastung mit Zahnersatz, die Sofortversorgung konzipiert ist. Manchmal wird  sogar das Verfahren der Sofortversorgung selbst als Sofortimplantat bezeichnet.
Sofort-Implantasysteme erreichen eine hohe Primärstabiltät (Einschraubfestigkeit abhängig von Implantatform, Knochenqualität und Drehmoment) durch eine konische Implantatform mit besonderer Schraubengeometrie. Oft sind es einteilige Implantate bei denen der integrierte Aufbau (auch preisgünstiger in der Fertigung) bereits in die Mundhöhle ragt, und deswegen auch direkt versorgt werden muss. Da die Einheilung (Osseointegration) eines Implantats frühestens nach einigen Wochen abgeschlossen ist, hilft eine hohe Primärstabilität des Implantats , dass sie nach der Einheilzeit in die Einheilstabilität übergeht. Es wird in der Werbung fälschlicherweise der Anschein erweckt, dass diese Behandlung nur mit solch speziellen Implantatformen gelingt. Tatsächlich ist es aber mit fast jedem Implantattyp möglich. Ein zu hohes Drehmoment bei der Einbringung kann im übrigen zu Knochenzerstörung und Implantatverlust führen.
Weitere Infos zu diesem Themenkomplex finden Sie unter Sofortversorgung, Sofortbelastung, und Sofortimplantation.