Lexikon

Bindegewebstransplantat

Bindegewebstransplantate werden in der Zahnheilkunde zur Therapie von Zahnfleischdefiziten insbesondere im ästhetischen Bereich eingesetzt. Im Gegensatz zu einem Schleimhauttransplantat enthält das Bindegewebstransplantat auch das Unterhautbindegewebe, das nach Verpflanzung volumenstabil bleibt. Es eignet sich damit besonders gut zur Aufpolsterung zu dünner oder zu gering ausgebildeter Zahnfleischregionen. Zu den typischen Indikationen gehören:

  • freiliegenden Zahnwurzeln bei Rezessionen (Zahnfleischrückgang)
  • Abdeckung von freiliegenden Implantatschultern
  • Aufpolsterung und Ausformung von atrophischen Kieferabschnitten (vgl. Atrophie)

Vorgehen

Zunächst wird eine geeignete Entnahmestelle für ein Transplantate in ausreichender Größe (eine gewisse Schrumpfung durch Umbau muss eingeplant werden) gewählt, welche in der Regel nur am Gaumen zu finden ist. Unter lokaler Betäubung wird dann das Transplantat entnommen und für das Einsetzen am Zielort präpariert. Auch der Empfängerort muss chirurgisch vorbereitet werden, damit das Transplantat die Voraussetzungen für das Einheilen erhält. Dort wird des dann mit Fäden fixiert. Es kann dabei einige Wochen dauern, bis dass die lokalen Heilvorgänge das gewünschte ästhetische Ergebnis hervorbringen.
Die Schmerzen an der Entnahmestelle sind in der Regel länger anhaltend. Eine Verbandplatte zum Schutz der Wunde kann notwendig sein.

Verwandtes Thema: Knochenaufbau.  

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