Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Zahnfleischrückgang Implantat Frontzahn OK

Jasmina, 13.02.2006
Jasmina, 13.02.2006

Guten Tag,

ich habe am 16.01.06 ein Keramik-Implantat im OK, 2. Schneidezahn rechts (1.2 ?) eingesetzt bekommen, was auch völlig komplikationsfrei verlief. Leider ist das Zahnfleisch mittlerweile so weit zurückgegangen, daß ganz leicht der Tellerrand des Implantates sichtbar ist. So kann es natürlich nicht bleiben. Mein Chirurg schien von meinem Vorschlag einer Zahnfleischkorrektur wenig angetan und riet mir eher zu einer rosa-weißen Krone. Man müsse aber natürlich erst abwarten, wie sich das Zahnfleisch in den nächsten Wochen entwickelt.

Meine Frage ist nun: Welche Möglichkeiten der Zahnfleischkorrekturen gibt es überhaupt und wo liegen die evtl. zu erwartenden Komplikationen? Ist eine Zahnfleischkorrektur denn überhaupt von Dauer, oder bildet es sich auch wieder zurück, so daß das Implantat sichtbar wird? Da ich eine sehr hohe Lachlinie habe, also Zahnfleisch deutlich sichtbar ist, wenn ich lache, bin ich natürlich an einer wirklich ästhetischen Lösung interessiert. Vielen Dank für Ihre Antwort.
Jasmina



Katrin
Katrin

Hallo Jasmina,

ich habe seit mehr als 1 Jahr Implantate am 1.1 und 1.2 . Darauf sitzend seit 7 Monaten weiß-rosa Kronen. Klingt perfekt - ist es aber nur bedingt. Zum Glück legt meine Lachlinie kaum das Zahnfleisch frei, sonst würde jeder die Angelegenheit sofort erkennen.
Der rosa Teil der Krone wurde zwar wunderbar der tatsächlichen Zahnfleischfarbe angepasst, aber es ist eben keine einheitliche Front (durchgehende Fläche oberhalb der Zähne) mehr da. Das Zahnfleisch hört auf, dann kommt der rosa Teil der Krone, dann wieder Zahnfleisch. Und diese "Ritzen" sind eben deutlich zu sehen - bei mir vor allem da es ja zwei Einzelkronen sind. Allerdings weiß ich auch nicht, wie es besser hätte gelöst werden können. So bin ich eben immer sehr vorsichtig beim Lachen, was mir eh zeitweise vergangen war - man gewöhnt sich an fast alles...

Katrin



jasmina
jasmina

Hallo Katrin,

danke für die Antwort, aber leider klingt das nicht wirklich gut für mich. Ich habe mittlerweile festgestellt, daß sich auch eine Art Vertiefung gebildet hat im Kiefer, also wo das Implantat sitzt, ist eine Art Kuhle. Ich weiß nicht, ob das eine Art Knochenabbau sein kann, na ja, jedenfalls ist es nicht so, wie es sein soll. Ich habe mittlerweile auch die Befürchtung, daß das Implantat so ja dann eigentlich gar nicht halten kann.
Ich gehe nächste Woche zu meinem Chirurgen und hoffe, daß er das irgendwie beheben kann, vielleicht mit einem Granulat, um Knochen aufzubauen oder wie auch immer diese Kuhle aufzufüllen. Wenn das Zahnfleisch nämlich dem Knochen folgt und dieser schwindet, dann weiß ich langsam nicht mehr, wie das wohl in ein paar Monaten ausschaut, falls es denn überhaupt hält. Leider ist mein Chirurg momentan in Urlaub, ich bin nämlich mittlerweile fast in Panik wegen dieser Sache. Eine ästhetische Lösung meines Problems kann ich mir mittlerweile fast nicht mehr vorstellen und das war schließlich ein Beweggrund für diese ganze Maßnahme.

Jasmina



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4035 Beiträge

Hallo,
diese Situation kann vielleicht mit einem Zahnfleisch-Bindegewebs-Transplantat verbessert werden, da dieses relativ stabil bleiben kann auch ohne eine direkte Knochenunterlage. Das sollte aber jemand machen, der damit erfahrung hat.
Viele Grüsse
B. Zahedi



Jasmina
Jasmina

Guten Tag Herr Dr. Zahedi,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich gehe sofort nächsten Montag zu meinem Arzt und werde dann noch einmal berichten. Jedenfalls bin ich sehr unglücklich über diese Entwicklung und fürchte schon, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Wenn das Resultat für all den Aufwand dann doch Knochenschwund und schlechte Ästhetik ist, hätte ich wohl doch eher zur Brückenlösung tendieren sollen?
Viele Grüße
Jasmina



Katrin
Katrin

Hallo Jasmina,

ich habe an deine direkte email-Adresse ein paar Fotos zu meinem konkreten Fall geschickt. Dort ist ersichtlich, wie wichtig es ist, sich bereits im Vorfeld alle eventuellen Möglichkeiten erklären zu lassen und dem Arzt lieber Löcher in den Bauch zu fragen, bis man sich ganz sicher ist, was man machen lässt. Leider kannte ich dieses Forum noch nicht und war in jeder Hinsicht ahnungslos...
Ich möchte jedoch nochmal ausdrücklich sagen: Ich würde mich auch jetzt (nach nicht so tollen Erfahrungen) wieder gegen Brücke und damit für Implantate entscheiden!

Katrin



doc
doc

Hallo Jasmina,

ich kann mich nur der Meinung von Dr. Zahedi anschließen. Ein Bindegewebe-Transplantat kann sehr gute ästhetische Ergebnisse bringen, wenn die knöcherne Unterlage stimmt.



Dr.Metelski
Mitglied seit 27. 02. 2002
969 Beiträge

Das Bindegewebstransplantat wird ja gerade angewendet,wenn keine knöcherne Unterlage vorhanden ist,sonst könnte man auch mit einem Verschiebelappen arbeiten.

Gruß Dr. Metelski



Katrin
Katrin

Hallo an die "Fachleute",

die Sache mit dem Bindegewebstransplantat interessiert mich doch sehr, da leider meine Frontzahnimplantate/Kronen ca. 5 mm länger sind als die Nebenzähne (Lachen nur vorsichtig möglich). Habe mich auch gleich mal im Internet über die Methode informiert.
Kann man davon ausgehen, dass alle Implantologen diese Operation beherrschen oder sind das wieder nur ausgewählte Spezialisten? Wenn ja - wie könnte man solche finden?

Viele Grüße - Katrin



Gaby
Gaby

Hallo Jasmina
ich muß mich gerade entscheiden ob ich eine Brücke oder ein Implantat einbauen lasse, mein SChneidezahn in OK muß jetzt entfernt werden. Habe große Angst vor den SCmerzen und davor, das es hinterher nicht ästhetisch aussieht.
Wie hast Du das jetzt mit Deinem Zahnfleisch gelöst? Davor habe ich große Angst, das das passiert.
Wäre Dir sehr dankbar über eine Antwort!!! Verzweifelte Grüße,Gaby