Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

wurzelbehandelte Zähne + Implantat + schlechte Kronen entfernen?

g99999k
Mitglied seit 08. 03. 2024
2 Beiträge

Hallo!

das ist mein erster Beitrag, ich bin 48 Jahre und komme aus Graz.

Ich habe mir vor ungefähr 10 Jahren in Ungarn meine Zähne generalsanieren lassen in der Hoffnung dann endlich Ruhe zu haben, leider war genau das Gegenteil der Fall und die Probleme begannen erst. Ich hatte damals schon viele wurzelbehandelte Zähne und viele Zähne die es nicht waren waren dann traumatisiert... ich hab mir sämtliche Zähne mit Zirkon-Kronen überkronen lassen, dazu ein Implantat und Brücken... Zudem waren bzw. sind die Kronen auch sehr undicht. Ein Teil (rechts unten) wurde bereits entfernt und da hab ich jetzt eine - billige - Metallgussprothese. Die wurzelbehandelten Zähne machen immer wieder Probleme, heuer hatte ich bereits wieder zwei Wurzelspitzenresektionen, eine Zystenentfernung und eine Revision. Aufgrund von ständigen Entzündungen. Dazu ist das Zahnfleisch in einem katastrophalen Zustand, eine professionelle Mundhygiene aufgrund der Schmerzen fast nicht möglich.

Aktuell ist das Implantat entzündet + ein Zahn bei einer Brücke der noch nicht wurzelbehandelt ist. Dazu hab ich ständig Schmerzen beim Hals im Bereich der Lymphknoten/Mundhöhle/Zungenanfang. Insgesamt hab ich 10 wurzelbehandelte (überkronte) Zähne.

Jetzt habe ich mittlerweile so die Nase voll, dass ich dieses ganze Konstrukt - welches eigentlich von vorhinein zum Scheitern verurteilt war - radikal entfernen lassen möchte, sprich alle Kronen weg, alle wurzelbehandelten Zähne und wahrscheinlich auch das Implantat (das auch schon mehrmals entzündet war, es ist aus Titan).
Mir blieben dann noch oben 5 Zähne und unten 6 Zähne. Darauf möchte ich eine kostengünstige Variante, entweder Metallklammerprothese oder einen kombinierten Zahnersatz (Teleskop oder Geschiebe) bzw. was eben am besten möglich wäre...

Ich bin gerade auf der Suche nach einem neuen Zahnarzt (mit Kassenvertrag), da mir der bisherige private Zahnarzt zu teuer geworden ist bzw. bei dem eine Generalsanierung finanziell unleistbar wäre.

Die Sache ist die das bei uns alle Zahnärzte großen Wert auf Zahnerhalt legen, ich hab aber schon genug von den ständigen Wurzelbehandlungen wo sich der Zahn danach entzündet und man immer wieder Probleme hat.

Meine eigentliche Frage, kann man vom Zahnarzt verlangen, dass er alle wurzelbehandelten Zähne entfernt?

Und sieht man auf einem DVT auch kleinste Entzündungsherde?



Teri
Mitglied seit 13. 05. 2022
13 Beiträge

Hallo ,

dies gehört zwar nicht in dieses Forum aber ich hoffe, die Beitraege werden nicht geloescht. Fuer den Namen einen solchen Arztes waere ich auch dankbar.

Ich habe aehnliche Erfahrung: Zahnerhalt um jeden Preis, macht nichts, wenn der Patient stirbt, Hauptsache, Zahn wurde erhalten.

Meine Geschichte fing vor ca 11-12 Jahren auch mit einer "erfolgreichen" WZB . Ein paar Jahre war alles auf den ersten Blick OK, ich habe alle Warnungssignale von meinem Koerper ignoriert und auf einmal : BUM. Mein Leben ist schon seit 3 Jahren Mist: eins habe ich klar - schon niemals eine WZB, lieber eine Prothese.

Ich hoffe ich finde Hilfe bei einem biologischen ZA: suche Loesung meiner Kieferknochenprobleme und ich habe noch einen WZB Zahn, den ich ziehen lassen will, um weitere Schaeden in dem Knochen und bei den Nachbarzaehnen zu verhindern.

Es ist zwar teuerer aber nach meiner Erfahrung: pass auf, wie man die WZB- Zaehne zieht, wie dann der Knochen mit der Entzuendung behandelt wird usw.
Zwei WZB entzuendete Zaehne wurden bei mir gezogen - sehr schlechte Erfahrung leider.
Die biologischen ZA nehmen in Betracht, das der Knochen nach dem Ziehen auch behandelt werden sollte- das wird leider allgemein ignoriert. Man kann damit weitere Probleme und Schaden verhindern.

Wuensche uns beiden wir finden mal schon Hilfe.

mfg



Birgit
Birgit

Hallo Was genau soll beachtet werden wenn WBZ gezogen werden was soll am Kieferknochen dann behandelt werden ?
LG Birgit



Luisa
Luisa

Hallo,
Mir geht es fast ebenso. 47 Jahre. 8 Jahre nur Provisorien und Schienentherapie. Seit 25 Jahren sind oder waren die Zähne überkront. Vor 8 Jahren erneuert und Implantate gemacht und nun seitdem spinnt mein Kiefergelenk. Beim kauen, essen was ja lebensnotwendig ist. Die Wangenseite auf der die Implantate sind eingefallen. Sieht schrecklich auch, weil der Zahnbogen immer kleiner wird. Um jeden Preis werden die wurzelbehandelten Reste erhalten. Bis es , wenn überhaupt jemals zu einer kompletten überkronung kommt, ist vermutlich nichts mehr tragfähig. Dann geht das Ganze wieder von vorne los. Warum nicht gleich jetzt die All on for Lösung?
Es muss Geld verdient werden, so lange es geht. Das Ganze ist doch fpr einen Patienten in der Lange nicht wirtschaftlich. Ein kompletter Kersmik OK und UK kostet dann auch soviel Geld. Ein paar Jahre später nochmal soviel. Das kann sich doch niemand leisten. Das muss doch ein Grund sein. Mein Gelenk schmerzt, kracht, es kommt keine Ruhe rein . Ein Bausatz auf Implantaten passt wenigstens zusammen. Bei mir haben sich viele Ärzte versucht, alles gute Ärzte und Techniker. Keiner weiss, was da im argen liegt. Ich will nicht mehr. Eine meiner rechten Wangen ist eingefallen , da wo die Implantate im Unterkiefer sitzen. Die Zahnbögen und Körnchen werden immer dünner, trotzdem höher. Mein Gesicht sieht von aussen schon schlimm aus durch die eine Wangenseite. Eine Prothese hätte das nicht. Dysgnathie ist es nicht. Hat der MKG abgeklärt, trotzdem sieht es so aus. 25 Jahre wurzelbehandelt und überkront reicht, zumal nichts zusammenpasst, sonst würde es ja irgendwann funktionieren. Es wäre schön, wenn sich jemand meldet, der verstehen kann, daß es in so einer Siruation für den Geldbeutel des Patienten nicht mehr wirtschaftlich ist.



g99999k
Mitglied seit 08. 03. 2024
2 Beiträge

Danke für eure Antworten!

also. ich möchte euch auf dem Laufenden halten. Ich habe mir gestern im Unterkiefer sämtliche wurzelbehandelten Zähne ziehen lassen. Ich habe zum Glück eine sehr nette Zahnärztin (auf Kasse) gefunden die mir im Grunde auch bestätigt hat, dass wurzelbehandelte Zähne große Probleme bereiten können! Im Prinzip finde ich das mittlerweile ja fast schon als Skandal... Gestern vor dem Eingriff hat sie sich nochmals rückversichert, ob ich das wirklich will, auf dem Röntgen wäre bei einigen keine Entzündung zu erkennen usw... (das mit den Röntgenbildern ist ja auch so eine Sache, viele Zahnärzte sagen dann bei einem Zahn zB "ja da könnte vielleicht was sein"... ! d.h. man sieht es nicht genau! zumindest nicht bei einem herkömmlichen 2-D Röntgenbild...). Ich habe mich in letzter Zeit sehr viel selbst informiert, man sollte möglichst konkrete Vorstellungen haben wenn man zum Zahnarzt geht, ansonsten machen die - so ist zumindest meine Erfahrung - nur Stückwerk oder was eben finanziell lukrativ ist... ich will das keinesfalls allen Zahnärzten unterstellen, das ist zumindest mein Eindruck... vor allem wenn man häufig wechselt und zu dem Zahnarzt keine persönliche "Bindung" hat.

Jedenfalls wurden mir gestern diese Zähne im UK gezogen und das war ziemlich problematisch, weil die Zähne sehr porös waren und ständig zersplittert sind... somit musste sich die Zahnärztin Millimeter für Millimeter vorarbeiten, sie hat mir fast leid getan... bei einem Zahn war überhaupt die Wurzel mit dem Kieferknochen verwachsen (wusste gar nicht dass es sowas gibt...) und es war sehr schwer den los zu bekommen. der wurde dann auch extra geröngt. Heute geht es mir den Umständen entsprechend gut, fast keine Schmerzen mit Seractil... zumindest keine Schwellung oder Bluterguss was auf einen Nerv drückt (was ich erst im Jänner nach einer WSR hatte......). Antibiotika hole ich mir noch in der Apotheke, zur Sicherheit.

Natürlich stellt sich jetzt die Frage ob wirklich alles weg, keine Reste oder entzündetes Gewebe... ich fühle mich jedenfalls gut. Deshalb möchte ich nachher unbedingt noch ein DVT Röntgen machen lassen und mir von einem (evtl. biologischen) bestätigen lassen, dass da keine entzündlichen Stellen mehr sind, die dann ja Toxine in den Blutkreislauf absondern können was den ganzen Körper wiederum belastet... (wenn man die WZB nicht ganz genau mit Mikroskop und Kofferdamm macht, ist die Chance da gar nicht so klein nach meinem Wissenstand...). Ich bin jetzt erst mal froh eine Zahnärztin gefunden zu haben die die Übeltäter eliminiert in einem ersten Schritt. Das ganze steht mir dann ja auch noch im OK bevor... ich hoffe meine Zahnärztin macht das mit^^

@Birgit damit ist vielleicht auch deine Frage schon beantwortet? nach meinem Wissenstand, wenn ein Zahn der wurzelbehandelt wurde aber immer noch Probleme macht, also weiterhin eine Entzündung vorliegt, kann es sein, dass nicht nur die Wurzelspitze entzündet ist sondern auch das umliegende Gewebe. der Zahn wird entfernt aber das umliegende entzündete Gewebe bleibt möglicherweise... ich denke das hat auch Teri gemeint

lg



Luci
Luci

Gibt es eine Gewährleistung auf eine Überkronung. Sicher nicht. Wenn ich mir aber Oberkiefer und Unterkiefer Überkronen lassen muss, da ZA sagt erhaltungswürdig..kostet es mich sehr viel Geld. Was ist wenn es nicht mal 5 Jahre hält?....Man kann dann doch nicht nochmal soviel Geld ausgeben...
Oder gibt's ne Richtlinie?...woran muss sich ein Zahnarzt da halten? Eine OK und UK für 25 000 Euro oder mehr sollte da doch 15 -20 Jahre halten. Unmöglich für wurzelbehandelte Zähne due eigentlich schon 25 Jahre am Buckel haben...oder?



Teri
Mitglied seit 13. 05. 2022
13 Beiträge

Hallo g99999k,

ich war nicht laengere Zeit hier, weil...Zaehne und Zahnschmerzen.

Genau das meinte ich, beim Ziehen sollte man gruendlich auch das entzuendete Gewebe beseitigen, die Wunde gruendlich reinigen.
Wird aber nicht gemacht.

Es gibt ZA, die wollen, dass die Patienten vor dem Ziehen Vitamin D in Blut erhoehen, ist Vitamin D unter gewisser Grenze, wird nichts gemacht /wegen Wundheilung und Knochenbildung/. Einige ZA desinfizieren die Wunde mit Ozon.
Es gibt schon Wege, wie das Leben den Patienten zu erleichtern.

Bei einem von meinen Backenzaehnen wurde bei der WZB das Fuellmaterial in den Knochen gepresst. Laut ZA- es wird keine Probleme machen. Tja, es hat schon Probleme gemacht und grosse
Nach dem Ziehen kuemmerte sich nicht niemand darum, Zahn raus, ich raus. So extreme Schmerzen wie danach hatte ich nie. Bei dem naechsten Zahn (abgestorben, WZB auch ohne Erfolg) war es genauso, noch schlimmer.

Freut mich dass du Hilfe gefunden hast.
Ich finde Hilfe- hoffe ich mindestens- auch bald.

Mich wundert, dass einen Zahn zu ziehen, fast verboten ist, egal, dass die Leute Schmerzen Tag und Nacht haben.
Aber gesunde Zaehne fuer die Faccetten oder Kronen zu schleifen - nur wegen Hollywood smile - ist erlaubt?

Mir ist eins klar: bin ueber 50, ich moechte schon keine WZB, keine Implantate.
Wenn Probleme auftreten, geben alle ZA Haende weg und es ist echt schwer jemanden zu finden, der zuhoert und ist bereit einem zu helfen.

Wuensche allen nur schmerzlose Tage und sorgloses Lachen, egal ob mit eigenen Zaehen, Implantaten oder einer Prothese!

T.



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