Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Sinuslift ohne Eigenknochen Risiko?

gerda260756
Mitglied seit 24. 10. 2008
399 Beiträge



gerda260756
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gerda260756
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Vitus
Vitus

Hallo,

mir wurde empfohlen, einen internen Sinuslift (OK 6er Backenzahn) zu machen. Dabei soll Fremdmaterial eingebracht werden. Ohne seitliches Fenster durch die Bohrung. Die Schleimhaut wird dazu vorsichtig gelockert und angehoben.

Ein anderer Arzt rät davon ab, da Fremdmaterial nicht so gut anginge? Angeblich könne das auch langfristig dazu führen, dass das Implantat locker würde.

Ich dachte, wenn das Fremdmaterial solange hält, dass das Implantat gesetzt werden kann, ist alles paletti. Denn durch die Belastung beim Kauen wird der Knochen doch dann eher angeregt, zu wachsen, also das Implantat zu stabilisieren, oder nicht?

Welches Risiko habe ich?

Ich bin Ende 30, männlich, NR, sehr sportlich, sehr gutes Immunsystem, sehr gute Selbstheilungskräfte des Körpers.

Vielen Dank für jeden Rat!

V.



Vitus
Vitus

PS: Methode = Balloon lift control
Restknochendicke = 2mm
Knochenersatzmaterial = Bio Oss Granulat ohne autogenes Knochenmaterial.

Meine Angst sind Entzündungen o.ä. im Einbringgebiet. Muss ich diese Angst haben?



Karieskönig
Karieskönig

Hallo Vitus,
ich hatte auch Sinuslift mit Bio Oss, es lief alles ohne Probleme und der neue Zahn hält auch.
Gruss Karies



Vitus
Vitus

Danke für die Antwort!

Im Forum gibts einiges zu lesen über Probleme beim Sinuslift:

- "Granulat entzündet, erfolglos versucht wieder zu entfernen"
- "Hinterer Gaumennerv bedroht"
- "Nachbarwurzeln durch die Entzündung defekt"
- "Kleine Nervenlähmung, mit der man leben kann"
- "Bleibendes Taubheits- und Druckgefühl"
- "Fistel am Implantat"
- "chronische sinusitis maxillaris"
- "Ausstreuen des Granulats" (Bei mir soll ja keine Bio Guide Membrane verwendet werden)

Weitere Angst habe ich vor Abbau des Bio Oss nach Implantieren, wodurch dann die Sinusmebrane durch das Implantat verletzt werden könnte.

Ich bin eigentlich nicht besonders ängstlich, aber total verunsichert. So wichtig ist mir meine Lücke, die ich nun neun Jahre habe, auch nicht, dass ich bleibende Beeinträchtigungen davontragen will.

Fast bin ich versucht, es einfach bleiben zu lassen, dann halt Lücke!! Der letzte (von vier) Implantologen, bei dem ich war, meinte jedoch, dass der Knochen auch kieferhöhlenseitig abgebaut wird mit Absinken der Sinusmembrane und als Folge dann Dauerschnupfen.

Auf den ersten Blick hat mir die Methode Balloon Lift gefallen, weil wenig Verletzungen und damit wenig Risiken, aber das Granulat ist ja auch ein Fremdkörper und ich will nichts chronisches bekommen!!!

Vielen Dank und viele Grüße,

V.



lara
lara

hallo vitus,

also das mit dem dauerschnupfen, das hab ich noch nie gehört. für Implantatologen ist es ein sehr gutes geschäft.

ich hatte auf beiden seiten sinuslift, auf der einen seite das übliche. auf der anderen seite humanes material. die seite mit dem standartmaterial ist derweil gut angegangen. ich kann es dir noch nicht sagen, weil mein Zahnarzt von 6 auf 8 monate verlängert hat. das wird sich dann herausstellen, wenn er implantieren möchte.

die verzögerung fand deshalb statt, weil eben die andere seite mit humanen material nicht angegangen ist. Wundheilungsstörung, gaumennerv geschädig, rechte kieferseite taub und einschließlich des halben gaumens. kein geschmack auf der einen hälfte des gaumens. 2 x versucht das entzündliche granulat zu entfernen. ein 3x steht an, damit das restliche entzündliche granulat und bindegewebe entfernt wird. aber unter Narkose, da sich in der zwischenzeit im knochen nerven gebildet haben und das nicht betäubt werden kann. dann noch eine OP mit einbringen eines ballons und unter ständigem einfüllen (durch einen schlauch) von flüssigkeit dehnt sich die schleimhaut.

ich hatte vorher ca. 15 jahre eine brücke. natürlich ist der knochen zurückgegangen, weil eben nicht belastet.

wenn sich deine zähne nicht verschieben, wenn es optisch nicht sichtbar ist oder wenn der gegenzahn nicht in die lücke wächst, würde ich gar nichts machen.

es kann wirklich viel passieren und üblicherweise tut es das nicht, sagen die implantologen. hier im forum liest man einiges, was dir ein implantologe nie erzählen würde. auch mein Z hat mir das nicht erzählt.

wenn ich nochmal die wahl hätte, ich würde einen weiten weiten bogen um Implantate machen.

alles liebe
lara

und das schlimmste ist, dass ich nicht mehr kauen kann.



Renate
Renate

Hallo Vitus,
habe mir mal meine Altunterlagen herausgeholt, weil mich mal interessierte, was für ein Material für meinen Knochenaufbau – 10 Jahre nach Implantatsetzung – verwendet wurde. Hatte mir darüber nie den Kopf zerbrochen, obwohl ich eigentlich ein kritischer Mensch bin.

Also, wie oben erwähnt, hatte ich mein Implantat schon und auch danach kann sich der Knochen abbauen. Allerdings ist es im UK, der 6er. Ob und wie viel schwieriger es im OK ist, kann ich natürlich nicht sagen.
Ich hatte hier im Forum schon mal berichtet, dass ich einen nachträglichen vollkommen problemlosen Knochenaufbau hatte. Von Herrn Dr. Metelski wurde darauf hingewiesen, dass beim nachträglichen Aufbau Probleme auftreten können. Das glaube ich unbenommen, schließlich hat er das fundierte Fachwissen.

Also, mein Impli war 10 Jahre alt und dann wurde die OP gemacht, die jetzt schon wieder 6 Jahre her ist. Jetzt schreibe ich mal ab, was da verwendet wurde:
Material BioOss
Perioglas
Emdogain Gel
Vicrylmembran
Atrisorb Flüssigmembran
Tefgenmembran
BioGide Membran
Dann wurde mir irgendwo “nebenan” Knochenmaterial abgeschabt, Blut abgenommen und irgendwelche Blutkörperchen herausgefiltert und mit dem Knochenmaterial vermischt und auch eingebracht.

Ich hatte und habe keine Probleme, alles hat wunderbar funktioniert, mein Implantat sitzt nach 16 Jahren immer noch wo es sein soll und ich kann es voll belasten, was ich von den eigenen Zähnen nicht immer behaupten kann.

Und wenn ich Dir jetzt noch schreibe, dass ich entgegen zu Dir
das Mittelalter überschritten habe
Raucherin bin (bei Impli setzen stark, jetzt extrem gemindert, weil ich es gern aufgeben möchte)
das Immunsystem seit rd. 20 Jahren aufgrund schwerer Erkrankung nicht mehr richtig funktioniert (Tabl. geben Hilfe)
zusätzlich weitere relativ schwere Erkrankungen habe, ohne Tabl. ---- oh oh oh

und mich wieder für Implantate entscheiden würde, wenn der Zahn der Zeit nagt und ich damit eine Prothese verhindern kann,

wie würdest Du jetzt darüber denken?

Ich bin keine Zahnärztin oder Implantologin, sondern Normalbürger wie fast alle hier. Schief gehen kann immer etwas – denn im gewissen Sinne ist das ganze Leben ein Risiko.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.
LG Renate