Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Sensibilitätsstörung

Dagmar
Dagmar

Hallo,
Anfang Oktober wurde bei mir im Backenzahnbereich des linken Unterkiefers ein Implantat gesetzt. Seit dem Eingriff habe ich Gefühlsstörungen in Kinn- und Lippenbereich (Taubheit, Kribbeln, Brennen, Vereisungsgefühl) und die Schneidezähne reagieren empfindlich auf Klopfen. Beim Ziehen der Fäden wurde mir versichert, diese Störungen würden sich zurückbilden. Bisher hat sich keine Besserung eingestellt. Die Freilegung des Implantats und die Prothetikversorgung sind für Anfang Dezember vorgesehen. Ich habe Bedenken für den Fall, daß das Implantat auf den Nerv drückt und die Symptome hervorruft. Was soll ich tun?
MfG
Dagmar



Dr.Metelski
Mitglied seit 27. 02. 2002
969 Beiträge

Mit Hilfe einer Röntgenaufnahme klären,ob das
Implantat tatsächlich auf den Nerv drückt. Wenn
dies der fall ist, treten meistens Schmerzen auf.
Ansonsten abwarten, das Kribbeln ist ein gutes Zeichen.

M.f.G. Dr. G. Metelski



Dagmar
Dagmar

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Kann die Diagnose mit einer Röntgenaufnahme eindeutig und ohne Zweifel gestellt werden?
MfG
Dagmar



Dr.Metelski
Mitglied seit 27. 02. 2002
969 Beiträge

Wenn das Implantat auf den Nerv drückt - ja.
Außerdem empfiehlt es sich vielleicht, dass die
Zähne einem Vitalitätstest unterzogen werden.

M.f.G. Dr. Metelski



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4035 Beiträge

Hallo,
wenn es sich durch eine konventionelle Röntgenaufnahme nicht sicher entscheiden läßt, muß eine dreidimensionale Aufnahme (CT, DVT) gemacht werden.
Gruß
B. Zahedi



Dagmar
Dagmar

Ich bedanke mich für die Informationen und werde meinen Arzt darauf ansprechen.
MfG
Dagmar



Dr.med.Christof A. Ruff
Dr.med.Christof A. Ruff

Liebe Dagmar,
bei den bei Ihnen beschriebenen Reaktionen handelt es sich um häufig beobachtete. Zu unterscheiden ist zwischen örtlichen, durch den Eingriff selbst hervorgerufene Reaktionen, die sich in der Tat meistens zurückbilden und den sogenanten systemischen Wirkungen auf den Funktionskreis, der dem entsprechenden Zahnfach zugeordnet ist. Am UK gehört die Region 4/5 dem Funktionskreis Milz/Magen und Pankreas/Magen an, die Region 6/7 dem Funktionskreis Lunge/Dickdarm. Die entsprechenden Probleme resultieren zwangsläufig anhand der Gesetzmässigkeiten, die der 5-Elemente-Lehre folgend erklärt werden können. In Ihrem Fall vermute ich, dass das Implantat bei 4/5 sitzt (Erdelement). Da "Erde das Wasser zerstört" (5-Elemente-Regel), und die Schneidezähne zum Funktionskreis Niere/Blase (Wasserelement!) gehören, ist die erhöhte Sensibilität und die erhöhte Kälteempfindlichkeit (pathogener Faktor Kälte für die Niere) zu erklären. Ich rate Ihnen, für den Fall, dass keine Besserung eintritt, einen Kollegen aufzusuchen (Arzt oder Zahnarzt), der in Systembezügen denken und arbeiten kann. Eine Liste solcher Kollegen finden Sie etwa unter http://www.aev.de .Durch konsequente Anwendung dieses Wissens können wirksame Begleitmassnahmen durchgeführt werden. Ansonsten sind die Implantate meist nicht zu retten.Bitte bedenken Sie, dass, systemisch betrachtet, die Implantate vom selben subsystemischen Problem belastet werden, wie der einst an dieser Stelle sitzende Zahn. Ich rate Ihnen dringend, mit der endgültigen Versorgung noch zu warten, bis die Reizerscheinungen abgeklungen sind.

Mit freundlichen Grüssen

Dr.Christof A. Ruff



Dagmar
Dagmar

Lieber Herr Dr. Ruff,
Ihr Rat, mit der endgültigen Versorgung noch zu warten, kommt meinen Überlegungen sehr entgegen, da ich vor einer Weiterbehandlung sicher sein möchte, daß die Implantate im Mund verbleiben können. Ich habe mich bisher nicht mit Systembezügen beschäftigt, muß Sie allerdings im Hinblick auf Ihre Diagnose enttäuschen: das Implantat sitzt im Bereich 6/7.
MfG
Dagmar



Dr. Dr. Ruediger Osswald
Dr. Dr. Ruediger Osswald

Mit der endgültigen Versorgung zu warten, Dagmar, bis Ihre nachvollziehbaren Beschwerden abgeklungen sind und sicher gestellt ist, dass das Implantat auch da bleiben kann, wo es jetzt ist, ist ohne Zweifel ein sehr guter, ärztlich-wissenschaftlich begründeter Rat.

Was die Ursache und Therapie Ihrer Beschwerden betrifft, so käme alternativ zu den vorliegenden Vorschlägen sicher auch in Betracht, zusätzlich einen Schamanen aufzusuchen, der die Hand auflegt und gleichzeitig ein kleines Tänzchen aufführt.

Der für Sie sicherere Weg besteht aber zweifellos darin, den Verlauf dieser neurologisch klar diagnostizierbaren, ursächlich unzweifelhaften und abgrenzbaren Symptomatik schulmedizinisch beobachten und gegebenenalls therapieren zu lassen.

Herzliche Grüße und gute Besserung

Osswald



Dagmar
Dagmar

Ich freue mich, einen so regen Gedankenaustausch in Gang gebracht zu haben. Wer sollte den Verlauf der Symptomatik schulmedizinisch beobachten, wenn der behandelnde Arzt in dieser Richtung nichts unternimmt?
MfG
Dagmar