Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Schmerzendes Implantat

Gerd
Gerd

Hallo,
mir ist vor einer Woche (23.3) direkt nach dem Ziehen des Zahns ein Implantat im OK (15 / Zahn nach dem Eckzahn) gesetzt worden. Implantatgröße: Ø5x16. Der Arzt meinte, alles sei gut verlaufen und hat mir Schmerzmittel sowie Antibiotika verschrieben. Im Laufe der nächsten Tage sind die Schmerzen immer stärker geworden, weshalb ich am 28. vorzeitig zum ZA bin. Er hat sich das nochmal angesehen, konnte aber nichts ungewöhnliches feststellen. Röntgenbild zeige, daß genügend Abstand zu den Nachbarzähnen vorhanden sei. Er hat dann auch die Fäden gezogen, da die Wunde schon gut verheilt war. Weiter verschrieb er mir nochmals Antibiotika und stärkere Schmerzmittel. 30.3.: Erneuter Besuch beim Zahnarzt zur Kontrolle. Schmerzen haben etwas nachgelassen, wobei die Nachbarzähne noch immer sehr Druckempfindlich sind. Ein Kälteempfindlichkeitstest zeigte, daß ein Zahn sehr langsam reagiert. Auf meine Frage, was dies bedeutet, meinte er, daß der Nerv evtl. abstirbt und dann eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden müsste. Teilweise habe ich das Gefühl, daß meine Oberlippe und die Nase etwas taub ist. Auf meine Frage, ob sich ein Nerv wieder regeneriert hat mein Zahnarzt gemeint, "beruhigen" wäre das bessere Wort. Mir ist auch aufgefallen, daß beim Lachen, der eine Mundwinkel nicht soweit nach oben geht wie der andere. Deutet das auf einen beschädigten Nerv hin? Kann sich das besseren? Was könnte die Ursache für die Schmerzen sein? Ist es normal, daß die Nachbarzähne so druckempfindlich sind? Inzwischen habe ich Angst, daß das Implantat wieder entfernt werden muß und die Nachbarzähne und der Nerv beschädigt bleiben. Im Vergleich zur Aussgangssituation wäre das eine nicht sehr erfolgreiche Behandlung gewesen. Habe noch immer Hoffnung, daß alles besser wird. Hat jemand gleichartige Probleme gehabt, und was ist daraus geworden?

Grüße
Gerd



Sandra
Sandra

Hallo Gerd,

das mit dem Mundwinkel kenne ich. Bei mir, waren auch die eine Mundwinkel nicht gleichmäßig beim lachen. Inzwischen hat sich das gegeben und ich glaube, dass das eine Art Schonhaltung war. Alle Nachbarzähne, sogar die des Unterkiefers, der nicht mit Implantaten versorgt wurde, schienen eine Art Korrespondenz mit dem Ok zu haben. Alles sehr empfindlich. Du must Geduld haben, ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich das nach einer Weile gibt. Es ist halt ein massiver Eingriff, der seine Zeit braucht, um zu heilen.

Gute Besserung
Sandra



Hallo Sandra
Hallo Sandra

Ich habe gerade Deinen Beitrag zu Gerd gelesen und mich hat wieder die Angst gepackt. Du sprichst von massivem Eingriff ?! Andere Betroffene meinen das wäre alles nur ein Klacks? Wie soll ich das alles verstehen?
Könntest Du mir genaueres berichten, wegen des massiven Eingriffs?
Liebe Grüße
Eva



Sandra
Sandra

Hallo Eva,

bei mir wurden alle Zähne im OK im Laufe von 7 Monaten entfernt. Implantate sind inzwischen eingesetzt worden mit beidseitigem Sinuslift und Knochenaufbau.Das nenne ich massiv.

Angst brauchst Du aber nicht zu haben. Es ist ein langwieriger und mühsamer Prozess, aber das Ergebnis lohnt sich auf jeden Fall. Ich habe übrigends alle Eingriffe entweder in Narkose oder Tiefschlaf durchführen lassen, da ich es nicht mehr ertragen konnte und so meine Ängste viel besser zu ertragen waren. Für meinen Gesamtorganismus war dies nach meinem Erleben die "kleinere Maßnahme". Bei Bewußtsein spielt mein Blutdruck verrückt, vor lauter Angst.

Also nun Mut

Gruß
Sandra



Gerd
Gerd

Hallo Sandra,

danke für die aufmunternden Worte.
Inzwischen sind weitere 2 Tage vergangen und ich möchte mal behaupten, daß die Druckempfindlichkeit der Nachbarzähne etwas nachgelassen hat. Hoffentlich entwickelt sich das so weiter.
Soweit mir bekannt, wurde bei mir kein Sinuslift durchgeführt (sollte ich doch irgendwie mitbekommen haben, oder?). Bezüglich der Gefahr von einem beinträchtigten Nerv liest man hier hauptsächlich bei Unterkieferimplantaten. Mein Arzt meinte auch daß die OP get verlaufen sei. Also zusammengefasst war dies dann "kein so massiver Eingriff"; zumindest im Vergleich zu Dir. Deshalb wundere ich mich schon etwas über die Schmerzen, die ich jetzt bereits 10 Tage habe. Vielleicht bin ich einfach etwas empfindlich. Mein Arzt meint, daß er sich die Schmerzen nicht erklären kann. Auch dies beunruhigt mich etwas, da ich schon gern einen Grund wissen möchte.
Soweit mir bekannt wird doch ein Sinuslift gemacht um mehr Knochenmaterial bis zur Kieferhöhle zur Verfügung zu haben. Mein Implantat hat eine Länge von 16mm. Das erscheint mir relativ lang zu sein, für ein Implantat im Seitenzahnbereich des Oberkiefers - und das ohne Sinuslift!?
Kennt sich hiermit jemand aus, bzw. hat jemand in diesem Bereich auch ein eher langes Implantat? Was sind die Gründe für den Arzt ein langes Implantat zu verwenden?

Eva: Kopf hoch. Mir ist zwar nicht bekannt, welcher Eingriff bei Dir geplant ist, doch in den meisten Fällen wird von 1-2 Tagen Schmerzen berichtet, die sich durch Schmerzmittel unterdrücken lassen. Außerdem glaube ich, daß in diesem Forum eher über negative Erfahrungen berichtet wird, als über positive. Einfach aufgrund dessen, daß die Leute, bei denen alle gut gegangen ist, vermutlich gar nicht auf die Idee kommen im Internet nach Antworten und Möglichkeiten zu suchen.

Grüße

Gerd



Christel
Christel

Hallo Eva,
ich habe am 9.03. einen Knochenaufbau für 4 Implantate im Oberkiefer in Vollnarkose erhalten. Die OP hat 2 Stunden gedauert. Ich habe danach keine Schmerzmittel gebraucht. Ich bin so zufrieden. Und Implantate setzen ist nur halb so schlimm. Also nur mut!
Liebe Grüße von
Christel



Eva
Eva

Hallo Sandra,

danke für Deine Rückmeldung , jetzt gehts mir wieder besser.
Liebe Grüße
Eva



Eva
Eva

Hallo Gerd,

danke für Deine aufmunternden Worte. Ich werde nun doch durch das Tunnel gehen und hoffen am Ende Licht zu sehen.
Liebe Grüße
Eva



Eva
Eva

Hallo Christel,

danke für Deine aufmunternden Worte. Bei mir sind 6 Implantate vorgeschlagen im zahnlosen OK angeblich soll Knochenspreizung stattfinden. Von einem Pat. habe ich gehört,das sei nicht gut, Knochenspreizung würde das ganze Kiefer zerstören, hört sich furchterregend an. Weißt Du oder andere etwas darüber?
Liebe Grüße
Eva



Jenny
Jenny

Hallo Eva!

Bei mir wurde ein Knochenaufbau gemacht mit gleichzeitiger Setzung der 3 Implantate im Unterkiefer.
Ich habe sehr lange gebraucht um dies in Angriff zu nehmen,da ich voll Angst hatte.
Nun muss ich sagen,ich hätte es schon viel früher machen sollen.
Also,bei mir wurde der Knochen gespreizt, dabei wurde gehämmert und gefrässt.Das war der unangenehme Teil, aber das setzen der Impl. ist nicht schlimm.

Bei mir ist aber leider der Nerv unten berührt wurden und habe daher jetzt ein Taupheitsgefühl in der linken Kinn+Lippenseite.
Mein Arzt meint es dauert bis zu 8. Wochen bis er sich wieder erholt hat.Es wird auch schon besser.
Meine OP ist jetzt 3.Wochen her und mir ging es nicht so gut.Es tuckert heut noch.Man brauch halt viel Gedu.
Es ist bei jedem anders.
Kannst ja schreiben, wenn magst!
LG Jenny