Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Re:Erneuerung von Teleskopen?

Renate
Mitglied seit 23. 10. 2008
16 Beiträge

Ich habe eine Teleskopprothese und da diese von Anbeginn nicht saß und schmerzte, wurde öfters nachgebessert, leider ohne Erfolg. Eigentlich wollte ich ein Implantat als weiteren Halteanker dazusetzen lassen.

Da aber die versorgten eigenen Zähne nach wie vor schmerzen und z. T. gezogen werden sollten, gab es ein wenig „Stress“. Ich habe mir verschiedene Meinungen eingeholt und es stellte sich übereinstimmend heraus, dass einige Primärkronen nicht richtig eingeklebt oder aber ein wenig zu groß sind, dadurch soll Luft zwischen den Kronen und den abgeschliffenen Zähnen sein. Durch diese Spalten mit Luft dringt natürlich Süßes hinein und die Zähne reagieren auf heiß und kalt.

Meine Frage: Ist es möglich, diese Primärkronen herunterzuholen, ohne dass der abgeschliffene Zahn darunter kaputt geht? Irgendwie will bis jetzt niemand so richtig darangehen. Überwiegend wurden mir echte „Horrorgeschichten“ erzählt, was beim Herunterholen der Primärkronen alles passieren könnte.
Als Alternative wird mir angeboten, dafür Implantate setzen zu lassen, aber ich möchte erstmal einfach nur schmerzfrei sein, um dann ohne „Druck“ mich für eine weitergehende Versorgung zu entscheiden.

LG Renate



Ein sorgfältiger ZA kann auch Primärkronen so herunterholen, dass die darunter beschliffenen Zahnstümpfe nicht oder kaum "leiden". Wenn die Stümpfe fest im Knochen sitzen kann dort auch wieder überkront werden bzw. diese als gute Brückenpfeiler genutzt werden. Möglicherweise gibt es andere Gründe (?) weshalb da keiner rangehen will (?). Oftmals scheuen sich ZÄ vor der Verantwortung, wenn die Voraussetzungen des übrigen Zahnhalteapparates nicht so gut sind bzw wenn für das, was dort zu finden ist, ein Vorbehandler die Verantwortung zu übernehmen hat. Ich würde nicht aufgeben. Es gibt ja die ZÄ, die auch helfen. Sie selbst sind ja fest davon überzeugt, wie man in manchen Beiträgen lesen kann. Viel Erfolg.



Renate
Mitglied seit 23. 10. 2008
16 Beiträge

Hallo Knolle,
lieben Dank für Deine Zeilen, sie machen mir Mut. Ja der Vorbehandler trägt die Verantwortung, sieht es aber nicht so. Aber das hat doch nichts mit einer neuen Versorgung zu tun, denn mit jeden neuen Behandlungsvertrag den ich eingehe, hafte ich allein für die Kosten und in diesem Fall die KK mit, die einer Neuversorgung zugestimmt hat. Und die „Restbezahnung“ unter den Teleskopen soll im Kiefer und auch sonst vollkommen in Ordnung sein. Wenn man also Bedenken wegen der Kosten oder was auch immer hätte, würde man mir doch keine Implantate „anbieten“?

Bisher kam es aber immer so ´rüber, dass man einmal mit Teleskopen versehene Zähne nie mehr neu mit Teleskopkronen versehen kann. Das war für mich eigentlich der Schock und ich habe bestimmt nichts missverstanden! Wenn es nämlich wirklich so ist, dann dürfte eine solche „Versorgung“ doch gar nicht angeboten werden. Das wäre dann ja die Vorstufe zum totalen Zahnverlust.

Teleskopprothetik wird doch als das non plus ultra bei Restbezahnung angeboten und ich bin nicht darüber informiert worden, dass danach „nichts“ mehr geht bzw. nur noch Implantate. Vielleicht bekomme ich ja noch ein paar wertvolle Tipps.
LG Renate



Liebe Renate. Doch. Leider hat die Verantwortung des Vorbehandlers mit der Neubehandlung zu tun. Denn wenn bei der Neubehandlung etwas passiert, was eigentlich in die "alte" Behandlung bzw. deren Folgen gehört, hat jeder Neubehandler Angst, dafür geradestehen zu müssen. Da spielt auch keine Rolle, dass die Kosten übernommen werden. Das ist nicht das Problem. Und wenn sonst alles in Ordnung ist im Zahnapparat, dann kannst Du davon ausgehen, dass das oben Gesagte genau der Punkt ist. Leider. Wenn Du sicher bist, dass der Vorbehandler verantwortlich ist, sollte dieser Verantwortungsbereich ganz klar formuliert sein. Wenn der Vorbehandler diese Veranwortung nicht so sieht, gibt es nur einen Weg. Wenn nämlich durch einen Schieds- oder Richterspruch der Verantwortungsbereich des Vorbehandlers "festgelegt" ist, wirst Du Dich wundern, wie schnell man Dir - und gerne - helfen wird. Und wenn Teleskoplösung Dein Wunsch ist, ist das bei dem, was Du beschreibst, mit Sicherheit möglich. Istmir ein Rätsel, dass bei schonender Entfernung der alten Kronen und Erstellung neuer nicht genauso wieder Deine Teleskoplösung funktionieren soll. Wenn alles sonst so gut ist, warum möchtest Du keine Implantate? Wenn man Dir die schon anbietet, bedeutet das doch immerhin, das gesunde Voraussetzungen da sind - und Hilfe in Sicht wäre. Ich drücke die Daumen für wertvolle Tipps - aber wenn ich das richtig lese im Forum, suchst Du diese doch schon lange. Eines solltest Du verinnerlichen: das "nichts mehr geht", gibt es nicht. Das haben mir erfahrene Zahnärzte glaubhaft versichert. Alles Gute!



Renate
Mitglied seit 23. 10. 2008
16 Beiträge

Hallo Knolle,
ja, Du hast richtig gelesen. Aber ich war wirklich nur so naiv, dass ich glaubte, jetzt kann endlich neu gebaut werden und ich werde meine Schmerzen los.
Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, wenn man aber abgewimmelt wird, hat man keine andere Möglichkeit. Nie im Leben konnte ich mir so etwas vorstellen. Ich lese hier ja auch und wünsche niemanden, in meine Situation zu kommen. Du hast da sicher leidvolle Erfahrung und gibt’s diese in sachlicher Form hier weiter. Dafür meinen Dank an Dich.

Du fragst, warum ich mir nicht Implantate setzen lassen möchte. Doch, natürlich würde ich diese setzen lassen, aber man will nur Implantate setzen wenn die vorhandenen heilen Zähne dafür gezogen werden, das war das „Alternativangebot“. Das geht über meine Vorstellungskraft und mir geht es mit diesem Wissen auch nicht sehr gut. Deshalb dachte ich auch, es würde sich hier ein ZA dazu äußern, ob es wirklich richtig sein kann, heile Zähne zu ziehen.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass überall Fehler passieren können, auch beim ZA. Nur, wie damit umgegangen wird kann ich wirklich nicht gutheißen.
Ich hoffe, Du kannst mir evtl. mit weiteren Ratschlägen zur Seite stehen, wie ich übrigens für jeden Rat dankbar wäre, falls jemand ähnliches erlebt und wie es dann „abgearbeitet“ werden konnte.
LG Renate



Eines, liebe Renate ist absolut sicher: selbstverständlich musst Du nicht gesunde, feste Zähne für Implantate opfern. Das ist schlichtweg falsch und keinesfalls nur meine "Patientenmeinung". Kein verantwortungsvoller ZA schlägt sowas vor, es sei denn, der übrige Zahnapparat (Knochen, Weichgewebe) ist hin. Aber auchdann noch wird kein vorhandener Zahn dran glauben müssen. Ich fasse sowas nicht, weiß aber, dass das gerne gemacht wird, aus Gründen, die ich hier nicht veröffentlichen darf. Ich bin sicher, man kann Dir helfen, und zwar genauso, wie Du es Dir wünscht und wie es für Deine Gesundheit richtig ist. Ich kenne solche ZÄ - nach langer Suche. Aber hier im Forum wäre vielleicht wirklich mal ein ZA aufgefordert, eine höchst fachmännische Auskunft zu erteilen...Ich denk an Dich, Renate.



Renate
Mitglied seit 23. 10. 2008
16 Beiträge

Hallo Knolle,
Du hast natürlich Recht, dass ich mir keine heilen Zähne ziehen lassen muss. Aber wenn ich nicht irgendwann „Hilfe“ bekomme, damit die Schmerzen aufhören, dann kann ich wirklich nicht sagen, wozu man sich noch hinreißen lässt. Ich hoffe dass ich es noch eine Weile durchstehe.

Der Zahnapparat und das Weichgewebe ist in Ordnung; es wurde mir versichert, dass dort, wo die Implantate gesetzt werden sollen, noch nicht einmal ein Knochenaufbau erforderlich wäre. Diese unabhängige Speziallistenmeinung habe ich mir eingeholt, nachdem mir von mehreren Zahnärzten gesagt wurde Zähne ´raus und Implantate setzen. Nur, dieses Wissen bringt mich nicht weiter, ich muss einen ZA finden, der die Überkonstruktion neu anfertigt.

Schade, dass man hier keine PN schreiben oder wie im letzten Forum sich per Mail austauschen kann.

LG Renate



hi Renate,hab Teleskopprothese auch gehabt.
Nie richtig gepasst,über 2000 euro gekostet und vor kürzem in Mülleimer gelandet!!! Hab 3 jahre gehabt! Immer Übelkeit, Hungergefühl. Jetzt bin ich in Ungarn,Di. hab Termin wegem implantate.



Liebe Renate. Ich kenne mehrere ZÄ, die Dir helfen könnten. Um den wirklich "richtigen" unter ihnen zu nennen, ist aber nunmal erforderlich, dass man/ich ganz genau weiß, um welche Zähne es sich handelt, wo genau die Implantate gesetzt werden müssten bzw. welche Zähne neu überkront werden müssten, um bei Deiner Teleskoplösung zu bleiben - natürlich ordentlich und schmerzfrei! Mit Deinen bisherigen Angaben ist das leider nicht möglich, weder für einen Laien der weiterhelfen könnte, noch für die hier tätigen ZÄ. Ich kann verstehen, dass Du hier im Forum vielleicht nicht so genau ins Detail gehen willst. Aber bist Du sicher, dass Du Hilfe annimmst, wenn man sie Dir anbietet, dazu aber nunmal sehr genaue Angaben benötigt? Bitte sieh mir nach, dass ich so offen spreche, aber würdest Du erkennen, dass man Dir Hilfe anbietet, aber nach sehr genauen Angaben fragt, um Dich zum wirklich "Richtigen" zu schicken, der Dich garantiert erlöst von Deinem Leid? Würdest Du solche Nachfragen in den "richtigen Hals" bekommen oder solche Mail-Kontakte abbrechen?



Renate
Mitglied seit 23. 10. 2008
16 Beiträge

Hallo Knolle,
ich danke Dir für Deine Zeilen und die Offenheit, mit der Du Dich meinem „Problem“ annehmen möchtest.
In der Tat bin ich mir sicher, ich habe meinen Beitrag hier nicht gepostet, um in irgendeiner Form „aufzuwiegeln“. Aber kein Mensch kann wissen, wer sich hinter welchem Pseudonym verbirgt – Du nicht, ich nicht.
In dem alten Forum habe ich mich mit verschiedenen Forumsteilnehmern per Mail ausgetauscht, konnte sehr gute Ratschläge bekommen, wobei natürlich immer die Persönlichkeit, die dahinter stand, von beiden Seiten uneingeschränkt geachtet wurde.

Bitte missverstehe mich nicht, aber ich kann mich nicht auf etwas „festlegen“, ohne den „Ausgang“ zu kennen. Dann ist es doch besser, man hilft sich hier öffentlich im Forum. Trotzdem, Du hast mir schon riesig mit Deinem Hinweis geholfen, dass Teleskopkronen zu „entfernen“ gehen, ohne dass die Zähne großen Schaden erleiden. Dafür nochmals meinen Dank an Dich.

Wie ich damals den Thread „Teleskopprothetik“ beendete, hielt ich ein Gutachten in Händen, das zu meinen Gunsten ausfiel. Naiv wie ich war , glaubte ich, nun wird alles gut. C’est la vie, es kommt immer anders als man denkt. Ich werde die Hoffnung möglichst nicht aufgeben.
LG Renate