Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Probleme mit Titan-Implantaten

E.S.
E.S.

Hallo,

wer hat Informationen für bzw. einen Rat für mich:

Ich habe im November 2003 Implantate bekommen; und zwar 4 Stück (Titan) im Oberkiefer. Sie sind der Grundstock für eine Total Prothese. Dazu muss ich sagen, dass die Planung, die Implantate zu setzen, vollkommen unzureichend war. Dies hatte zur Folge, dass die „Kugeln“ für die Versorgung ganz abstrakt aus dem Kiefer schauen. Die Prothese wurde aus diesem Grund bereits 2 x individuell in meinem Mund „modelliert“.

Vorausschickend ist zu sagen, dass die Implantate gut und fest eingewachsen sind, und ich keinerlei Schmerzen habe, trotzdem habe ich das Gefühl, dass seit der OP bis zum heutigen Tag im Kopfbereich „irgend etwas“ nicht stimmt.

Ich bin z.B. total kribbelig, könnte dauernd fest auf die Oberzähne beißen. Habe des Öfteren an einem Auge im Dunkeln sekundenlang einen Lichteinfall.

Sowohl beim HNO, beim Dermatologen sowie beim Augenarzt keinerlei neg. Befunde. Allerdings sind die Blutwerte, die über eine Allergie befinden, ziemlich erhöht.

1. Gibt es im Forum „Leidtragende“, die mit o.g. Problemen konfrontiert waren oder sind.
2. Bei welcher „Fakultät“ kann ich evtl. eine Prüfung durchführen lassen, ob ich evtl. mit dem Metall Titan Stress habe.

Im voraus vielen Dank für Ihre Infos

E.S.



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4035 Beiträge

Hallo,
eine Allergie (extem selten) sollte über Laboruntersuchungen (z.B. LTT) ausgeschlossen werden. Sprechen Sie Ihren Hausarzt an.
Gruß
B. Zahedi



E.S.
E.S.

Hallo Dr. Zahedi,

danke für Ihre Antwort. Bitte teilen Sie mir mit, welcher Art die Untersuchung "LTT" ist. Mein Hausarzt kann damit nichts anfangen.

Danke

E.S.



Rolf Knoll
Rolf Knoll

HalloE.S.
Habe seit 11.04 zwei Titanimplantate.
Seit dieser Zeit Kopfschmerzen und Migräne.
Alle bekannten "Kapazitäten " durchlaufen, ohne Erfolg.
Die Zusatzstoffe des Titans und der Aufsätze, notwendig zur Härtung der Legierung, sind von den Herstellern nicht zu erfahren, angeblich aus Wettbewerbsgründen. Dadurch ist eine ev. Metallunverträglichkeit nicht zu kontrollieren.
Ev. möglich Werkstoffprüfung im Mack-Plank Institut.
mfg
rolf



K.-J. Mathes
K.-J. Mathes

Hallo,
das kann so nicht sein. Implantate sind Medizinprodukte, die vollständig deklarationspflichtig sind. Also müssen alle Inhaltsstoffe offen gelegt werden, so ist zumindest mein Kenntnisstand. Auch die Inhaltsstoffe der Aufbauten müßten erfahrbar sein.

Welche Firma hat denn da die Auskunft verweigert?
Würde mich mal interessieren.

Im Übrigen zu der Gesamtdiskussion. Mir ist bis heute kein einziger Fall von Titanallergie bekannt. Wenn einer einen wissenschaftlich gesicherten Fall kennt, dann wäre es schön, er würde ihn publizieren.

Mit freundlichen Grüßen
K.-J. Mathes



E.S.
E.S.

Hallo Dr. Zahedi,

nach Ihrer 1. Info habe ich nun den LTT machen lassen, hat 2 Wochen gedauert, nun habe ich das Ergebnis:

Phytohämagglutinin: 72,5 SI
Spontanaktivität: 1100 cpo
Titan: 59.0 SI

Mein Hausarzt erklärte mir, dass die Werte erhöht sind und ich einen Facharzt aufsuchen sollte.

Bitte kennen Sie aussagekräftige Werte, die mir zeigen, wie ausgeprägt die Unverträglichkeit von Titan ist.

Vielen Dank für die Antwort

E.S.



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4035 Beiträge

da kann ich Ihnen leider schlechter Auskunft geben, als ein Laborarzt bzw. Allergologe. Will mich aber auch noch kundig machen.
Halten Sie uns auf dem Laufenden.
B. Zahedi



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4035 Beiträge

Hallo,
mittlerweile habe ich mich da auch intensiver kundig machen dürfen.
Wie Sie sicher wissen, spricht der Wert von 59.0 bei Titan (deutlich) für eine Sensibilisierung (Allergie).
:-((



E.S.
E.S.

Sehr geehrter Herr Dr. Zahedi,

danke für Ihre Info. Meine Antwort verspätet, denn ich habe in der vergangenen Zeit verschiedene Test vorgenommen um dem Übel auf die Spur zu kommen. Ja ich weiß, dass mit diesem Wert eine Sensibilierung vorhanden ist. Eine Pflasterprobe in einer Uniklinik (es sollten alle gängigen Materilien aus der Zahnmedizin zum Testen vorhanden sein) hat keinerlei Allergie ausgewiesen.

Ab März 2005 hatte ich nach einem Besuch und deren "Ausleitungstherapie" bis November 2005 keinerlei Beschwerden mehr.

Seit Ende November bis zum heutigen Tag sind wieder massive Beschwerden vorhanden. Meine Befindlichkeit ist total gestört. Ich habe das Gefühl der Bereich ab dem Unterkiefer nach oben ist dauernd in Aufruhr. Leider kann ich das Gefühl nicht in Worte fassen und die von mir konsultierten Ärzte stehen meiner Aussage immer ratlos gegenüber.

Bin jetzt seit Ende Dezember wieder bei der Heilpraktikerin, derzeit ohne Erfolg.

Bin total verzweifelt, denn die Dentalversorgung ist sehr gelungen, es wäre furchtbar wenn hier was geändert werden müßte. Mein Zahnarzt stellte fest, dass die Implantate total fest sind und optimal eingewachsen sind.

Haben Sie Erfahrung mit Implantaten aus Zirkonia, hier soll es ja keinerlei Allerien geben ??

M.f.G.

E.S.



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4035 Beiträge

Hallo,
das klingt ja schon schlimm. Natürlich kann man davon ausgehen, dass Zirkon-Implantate bei Ihnen keine Allergien auslösen werden. Aber der Weg dorthin bedeutet natürlich, sich von den jetzigen Implantaten und damit vom jetzigen Zahnersatz zu trennen. So einen Ratschlag kann man einfach aus der Ferne nicht geben. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie es schaffen, Ihr Immunsystem zu besänftigen/zu überlisten.
B. Zahedi