Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Macht Wurzelspitzenresektion hier einen Sinn?

Sina_77
Mitglied seit 02. 10. 2019
1 Beiträge

Hallo,
in zwei Wochen habe ich einen Termin zur WSR meines 46er Zahnes im Unterkiefer und bräuchte noch ein paar Meinungen...vielleicht kann mir ja jemand hier weiterhelfen...
Der Zahn wurde etwa 2007 zum ersten Mal wurzelbehandelt (vorher niemals Beschwerden gehabt, aber wohl eine Entzündung auf dem Röntgenbild erkennbar). Die Wurzelbehandlung war eine Tortur, der Zahn ließ sich nicht betäuben, letztendlich wurde die Betäubungsspritze von oben in den Zahn gespritzt.
Seitdem macht mir dieser Zahn immer wieder Probleme. Jahrelang vermied ich es, auf der linken Seite zu kauen. Vor etwa 3 Jahren hatte ich an Weihnachten solche Zahnschmerzen, dass notfallmässig wieder wurzelbehandelt werden musste. Mit Antibiotika und dem Rat, die Entzündung mittels WSR beseitigen zu lassen bin ich dann aus der Praxis raus. Ich gebe zu, dass ich mich lange vor diesem Schritt gedrückt habe, bin dann aber doch zu einem Endodentolgen, der den Zahn mikroskopisch wieder wurzelbehandelt hat. Nun habe ich seit ca. März zeitweise eine Zyste ziemlich weit oben in der Nähe des Zahns, die manchmal spürbar (und sichtbar) mit Eiter gefüllt ist. Laut meinem Endodentologen gibt es nur zwei Möglichkeiten: WSR oder Zahn ziehen lassen.
Also eine Kieferchirurgin gesucht und dort noch mal schauen lassen: die Entzündung hat schon einiges am Knochen zerstört (auf der einen Seite nicht mehr da?) und die rät zur WSR. Die Zyste sitzt auch nicht typischerweise unten am Zahn, sondern relativ weit oben. Schmerzen habe ich zum Glück keine, aber es muss etwas passieren!
Nun zweifle ich immer mehr an der WSR und würde mir den Zahn am liebsten ziehen lassen - dann hätte ich Ruhe. Die Erfolgsaussichten der WSR sind ja wohl (nach dem was ich hier gelesen habe) auch nicht so berauschend. Ich vermute, dass der Zahn auch nach der WSR keine Ruhe geben wird.
Andererseits: ist das Setzen eines Implantats so ohne Weiteres möglich, auch wenn schon der Knochen angegriffen wurde? Oder muss ich dann noch den Aufbau des Knochens in Kauf nehmen?

Ich hoffe, es kann mir jemand weiterhelfen! Schon mal vielen Dank fürs Lesen!

LG,
Sabine



JuttaM
Mitglied seit 20. 09. 2019
2 Beiträge

Hallo Sabine, bei mir wurden vor über 30 Jahren 2 Zähne wurzelbehandelt. Nachdem beide Zähne nach einem halben Jahr Aufbissschmerzen verursachten und auf dem Röntgenbild eine Entzündung an der Wurzelspitze sichtbar war, wurde bei beiden Zähnen eine WSR durchgeführt (von einer Revision war damals noch nicht die Rede, die technischen Möglichkeiten waren beschränkter als heute).
Beide Zähne haben bis heute überlebt und mir gute Dienste geleistet, ich bereue die WSR deshalb nicht.
Bei Dir scheint der Fall aber komplizierter zu sein, denn Du hast bereits eine größere Entzündung im Kiefer und eine Zyste. Die Zyste ist nicht an der Wurzel, sondern höher am Zahn, ist dann überhaupt erwiesen, dass die Entzündung von der Wurzel kommt? Du hattest bereits zwei Revisionen, das schwächt den Zahn, möglicherweise wurde dabei ein Wurzelkanal perforiert und die Bakterien dringen seitlich ins Gewebe ein.
Ich würde in so einem Fall eher eine Meinung zu viel als zu wenig einholen. Gibt es bei Dir in der Nähe eine Unizahnklinik? Dann würde ich mal dort in die offene Sprechstunde gehen (den Termin kannst Du erstmal absagen).
Alles Gute wünscht Jutta



Catwomen84
Mitglied seit 29. 03. 2019
6 Beiträge

Hallo
Bei mir wurden 2 WSR am 12er gemacht und hat absolut nichts gebracht außer 1 weiteres Jahr Schmerzen. Ich würde auch keine mehr machen. Dann lieber ziehen und vielleicht dann iwann mal Implantat wenn alles ausgeheilt wird. Man hört ja immer mehr das Zähne bis zum bitteren Ende behandelt werden. Was die Patienten durchmachen müssen steht nicht im Vordergrund... Wenn du jetzt bereits das Gefühl hast es bringt nichts mach es nicht. Du bist diejenige die dann weiter damit leben muss. Und es werden wieder Wochen vergehen. Und wsr bedeutet immer der Knochen wird geschwächt. LG



Jutta
Mitglied seit 06. 05. 2010
28 Beiträge

Bei mir wurde vor ca. 20 Jahren eine Wurzelspitzenresektion gemacht. Bin nach 3 Tagen wieder zur Ärztin weil ich immer noch Schmerzen hatte, aber wurde abgewiesen, es wäre alles ok. Dann bin ich nach Kuba in Urlaub geflogen, als ich zurück war musste ich wieder zur Ärztin, denn es war von außen ein Eitelbeutel am Zahn. Also wieder unter's Messer. Danach ging es ca. 1/2 Jahr und es war das das Gleiche. Dieses Mal schickte mich die Ärztin zum Oralchirurgen und er hat mich ein drittes Mal operiert. Wenn ich gleich beim ersten Mal zum Oralchirurgen gegangen wäre, hätte ich nicht so lange leiden müssen. Seitdem habe ich Ruhe und was ich daraus gelernt habe ist, dass ich solche Sachen nie wieder von einem normalen Zahnarzt machen lassen würde nur vom Oralchirurgen. Genauso will jeder Zahnarzt Zahnimplantate machen das würde ich niemals mit mir machen lassen.
Also wenn sich ein richtiger Oralchirurg um Dein Problem kümmert kann er den Zahn vielleicht retten. Ein eigener Zahn ist eben ein eigener.



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