Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Krone wieder entfernen?

Katharina
Katharina

Hallo
Ich habe seit 2 Wochen nun die Krone auf meinen implantat. OK 2er. Seitdem habe ich neben den schmerzen am 3er die vor der Krone bereits vorhanden waren nun auch noch ein sehr unangenehmes druck gefühl. Habe auch schon schmerzmittel genommen da ich das Gefühl habe mein kiefer springt auseinander oder es steckt etwas im kiefer. Das Gefühl hatte ich bereits wie der Zahn noch vorhanden war und eine Wurzelfüllung bekommen hat. Habe ich das Recht das die Krone wieder runter kommt? Der ZA weiß von den schmerzen am 3er meinte aber das wir die Krone drauf tun weil die schmerzen nichts mit dem implantat zu tun haben. Oder können diese schmerzen auch vom 3er ausgelöst werden? Der 3er wurde auch schon geröntgt eben wegen diesen einseitigen schmerzen sieht aber unauffällig aus. Ich kann langsam nicht mehr. Ich habe 2 Jahre schmerzen am 2er gehabt. Wsr Füllungen nichts hat geholfen und ich habe den Zahn ziehen lassen. Und jetzt? Wieder schmerzen als wäre alles wie vor dem implantat ((



Agnes
Mitglied seit 25. 10. 2008
358 Beiträge

Ja, natürlich kannst du bei Schmerzen verlangen, dass die Krone wieder entfernt wird. Bezug nehmend auf deinen Thread vom 05.06.18 gehe ich davon aus, dass instabile Knochenverhältnisse vorliegen. Voraussetzung für ein Sofortimplantat ist absolute Infektionsfreiheit der Wunde, sowohl des Kieferknochens als auch des Weichteilgewebes. Auch muss die bukkale Knochenwand stabil sein und es sollte eine Lücke von 1 - 2 mm zwischen Implantat und fazialem Knochen erhalten bleiben, um keinen Druck auf die dünne Wand auszuüben. Was für einen Durchmesser hat das Implantat? Im Frontbereich sollte es nur um die 4 mm sein. Unbedingt Einsicht in die Patientenakte verlangen. Wenn es einen Durchmesser von 5 mm hat, könnte das schon die Ursache sein.

Ein Sofortimplantat zu setzen bei einem Zahn, der schon so lange Schmerzen bereitet hat, ist einfach fahrlässig. Übrigens: am Implantat liegt es nie. Implantate sehen immer super aus auf Röntgenbildern. Kein Wunder, denn sie sind aus Titan. Schmerzen gehen immer vom Umgebungsgewebe aus.

Bei der Beschreibung gehe ich von einer zu dünnen oder brüchigen Knochenwand über dem Implantat aus. Oder der Knochen fehlt ganz. Das sieht man auf einem Röntgenbild nicht. Siehe meinen Thread: https://www.implantate.com/forum/diskussionsforum-zahnimplantate/falsch-sitzendes-implantat-nicht-durch-aufnahmen-darstellbar-41924/view.html?tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=2

Im Beitrag von 24.07.15 (fast unten im Thread) habe ich einen Link zu einem Bild von meinem Implantat gepostet, bei dem nach Hochklappen der Mundschleimhaut zu sehen war, dass es zu 2/3 nicht mit Knochen bedeckt war. 14 Tage davor war noch ein Röntgenbild gemacht worden. Nichts zu sehen. Fehlender Knochen auf der Frontseite des Implantats kann eben nicht dargestellt werden. Siehe Erklärung von Dr. Zahedi vom 09.12.2013.

Was ist jetzt zu tun? Erst einmal die Krone ab. Periotest und anschließend unbedingt Sondierung. Wenn immer noch kein Grund gefunden wird, dann bleibt nur das Hochklappen der Mundschleimhaut (ist ein richtiger Eingriff, nur durch Oral- oder MKG-Chirurg durchführen lassen). Denn auch mein Implantat saß fest. Das bedeutet aber gar nichts, eben wegen des Hebelgesetzes (googlen). Die Krone plus Abutment ist der lange Kraftarm, der einen großen Druck auf den Knochen ausübt. Das erklärt das Druckgefühl. Die Hebelwirkung führt zu immer neuen Minirissen im Knochen. Folge: Schmerzen, Pochen, Druck, die kein Ende nehmen.

Also Ursache finden und dann muss entsprechen ge- und behandelt werden. Alles Gute.



Katharina
Katharina

Hallo
Vielen Dank für die Antwort.
Ich werde mir diese Woche noch einen Termin bei Einen Spezialisten machen. Was kostet so ein Test?
Es wurde damals vereinbart bei implantat setzen das nur sofort implantiert wird wenn keine Entzündung vorliegt. Ich weis das es damals verhältnismäßig stark an einer Stelle geblutet hat und *sauber* gemacht wurde. Eigentlich dachte ich wenn das vorkommt dann wird nicht gleich implantiert. Jedoch wurde es trotzdem gleich gesetzt..ich verlass mich darauf was der ZA sagt und kann leider nicht beurteilen was falsch oder richtig ist :/ ich weis nur das ich weiterhin schmerzen habe. Das Implantat hat einen Durchmesser von 4,5.... lg



Agnes
Mitglied seit 25. 10. 2008
358 Beiträge

Diese Tests werden über die Krankenkasse abgerechnet. Beschwerden am Implantat werden versicherungstechnisch so behandelt wie die Abklärung von Zahnschmerzen - so jedenfalls bei mir. Der Periotest dient der Feststellung der Festigkeit des Implantats. Mit der Sondierung wird geprüft, ob das Implantat unter dem Zahnfleisch spürbar ist. Wenn ja, ist es nicht mit Knochen bedeckt. Aber eine sichere Diagnose ist trotzdem nicht möglich. Es können damit nur Anhaltspunkte für einen Verdacht ermittelt werden. Das gleiche gilt für eine Panoramaschichtaufnahme (= Orthopantomogramm) und eine DVT (dentale Volumentomographie). Letztere muss der Patient i. d. R. selbst bezahlen (160 – 180 €). Wenn es aber Anhaltspunkte gibt, kann nur das Hochklappen der Mundschleimhaut eine eindeutige Diagnose liefern.

Natürlich muss man sich auf den Zahnarzt verlassen, Als Patient hat man keine andere Wahl. Mir ist es ebenfalls so ergangen. Aber nach 6 Jahren nonstop Leidenszeit, Explantation und gerichtlicher Auseinandersetzung, weiß ich es inzwischen besser. Es gibt nun mal Regeln und allgemeine Empfehlungen in der Implantatsetzung. An die sollte sich der Zahnarzt auch halten. Mit der Wahl eines Implantats mit einem Durchmesser von 4,5 mm im Frontzahnbereich hat er das schon mal nicht getan. Die Gewebebrücke, die sich in der Einheilungsphase zwischen Implantat und faziale Knochenwand bilden muss, fällt daher ringsherum um einen halben Millimeter dünner, und damit fragiler, aus. Das reicht schon als Ursache für deine Beschwerde. Das hat mir alles der Privatgutachter, ein renommierter MKG-Spezialist und Professor an einer der größten Uni-Kliniken in D., den ich im Zuge der Klage kontaktiert hatte, erklärt und mit der entsprechenden Literatur untermauert. Daher kann die Erklärung als ausreichend fundiert betrachtet werden. Der Durchmesser meines Implantats betrug 5 mm. Nach der Explantation - mit Kiefer- und Gaumenrekonstruktion – und 8-monatiger Heilungsphase wurde dann ein neues Implantat mit 4 mm Durchmesser gesetzt. Nun sind die Beschwerden behoben. Schmerzen an der Papille (da, wo du am 3er Schmerzen hast, habe ich allerdings auch noch, an anderer Stelle, aber wesentlich weniger als mit dem zu großen Implantat!). Die Fälle/Beschwerden ähneln sich sehr.

Am besten einen Spezialisten in gebührender Entfernung zum Zahnarzt wählen, da sonst eine neutrale Beurteilung eher unwahrscheinlich ist. „Kollegenschutz“, falls dir das etwas sagt :/



Katharina
Katharina

Habe jetzt schon mal einen Termin nächsten Freitag beim KieferChirurgen in weiterer Entfernung.
Ich weis nur nicht ob ich die Schmerzen bis dorthin ertragen soll damit er sieht wie das ganze jetzt mit Krone ist oder vorher die Krone wieder entfernen lassen soll. Kann die dabei kaputt gehen? Habe auch noch ein andere Problem. Mein Provisorium hat vor 2 wochen mein ZA behalten also mir nicht mehr mit gegeben und ich habe auch nicht gleich dran gedacht. Was mache ich wenn er es bereits weggeworfen hat? Gezahlt habe ich es ja
Also auf der Seite wo ich diese Schmerzen habe zum 3er, ist mir nur auf den Röntgenbilder die ich hier hochgeladen habe aufgefallen, dass der Knochen zwischen implantat und 3er nun weiterzusammen ist und nicht mehr soviel Abstand hat. Vielleicht ist das wirklich das Problem.
Heißt das im schlimmsten Fall muss das komplette Implantat wieder raus? Wieviel kostet das?



Katharina
Katharina

Wenn ich mir das Röntgenbild so anschaue habe ich diesen Bereich die Schmerzen ohne Krone.

Und mit Krone sind dann noch die Druckschmerzen am kompletten Implantat zusätzlich sehr zermürbend.
Habe einen Termin beim ZA. Ich hoffe er macht die Krone wieder runter



Katharina
Katharina

Bin zurück vom ZA. Und eigentlich am Boden zerstört.
Er macht die Krone nicht ab weil es keinerlei Gründe dafür gibt. Ne nur das ich seit dem WE Schmerzmittel nehmen muss weil mir die ganze Seite weh tut. Aber das ist anscheinend nicht Grund genug. Er würde ja dann somit umsonst die Krone kaputt machen weil er sich sicher ist es ist nicht die Krone geschweige denn das Implantat. Als ich damals gefragt habe ob die Krone auch wieder runter geht, weil ich durch die bereits vorhandenen Schmerzen Unsicher war ob wir die Krone drauf machen sollten, bekam ich als Antwort im Notfall kann man sie schon wieder runter machen, aber da es ja nicht am Implantat liegt, machen wir die Krone drauf. Aha. Und jetzt? Es wurde etwas abgeklopft und nochmal Biss geprüft und am unteren Zahn etwas abgeschliffen ja das war es mit die Test. Da ich ja vor der Krone schon die Schmerzen am Nebenzahn hatte ist nun die Vermutung es ist der Zahn. Auf die Frage warum es dann jetzt erst so extrem ist mit der Krone habe ich keine Antwort erhalten. Und ich knirsche, deshalb haben wir auch eine neue schiene beantragt. Die Schmerzen werden jetzt hauptsächlich aufs knirschen und 3er geschoben. Nur habe ich die letzten Nächte kaum geschlafen vor schmerzen und bestimmt auch nicht wirklich geknirscht, noch dazu werden die Schmerzen im Laufe des Tages schlimmer. Ich weis eigentlich grad garnicht mehr was ich machen soll.



Agnes
Mitglied seit 25. 10. 2008
358 Beiträge

Der Zahnarzt hat das Provisorium nicht weggeworfen, er muss es eine gewisse Zeit aufbewahren. Wenn die Krone nur provisorisch eingeklebt wurde, kann sie wieder runtergenommen werden, ohne dass sie dabei zu Bruch geht. Ist sie einzementiert, na dann gute Nacht :-| Wenn du Schmerzen hast, muss er die Krone runter nehmen. Patienten haben Rechte und Ärzte haben Pflichte! Er kann dich nicht mit Schmerzen sitzen lassen.

Ich habe ehrlich gesagt, ein wenig Probleme mit der Nummerierung deiner Zähne. Wo genau hast du nun ein Implantat? Am 21 (linker Frontzahn) oder am 22? Mir sieht das eher nach einem Implantat am "12" aus, also am Zahn rechts des rechten Frontzahns, der wiederum die Nummer 11 hat. Und die Schmerzen, die du in dem anderen Thread eingezeichnet hast, wären dann in direkter Nachbarschaft zum Implantat, nämlich am 13. Auch Dr. Zahedi ist durcheinandergekommen, siehe seinen Beitrag vom 13.06.18 (in deinem anderen Thread). Er ist von einem Implantat am 21 ausgegangen und dann wäre der 23 tatsächlich " anatomisch viel zu weit weg" vom Implantat. Bitte immer beide Zahlen angeben, denn manchmal sind die Röntgenbilder spiegelverkehrt eingestellt und dann ist nicht ohne weiteres ersichtlich, um welche Seite es geht.

Ob der Knochen abgenommen hat zwischen Implantat und Nachbarzahn, ist auf einem Röntgenbild kaum beurteilbar (ich muss immer zwischen den Threads hin- und herspringen, um das beurteilen zu können). Es sieht allerdings sehr eng aus.

Für "Mitleser" lege ich mal einen Link zum ersten Thread, damit sie folgen können: https://www.implantate.com/diskussions-forum-zahnimplantate-und-zahnersatz/diskussionsforum-zahnimplantate-und-zahnersatz/verzweifelt-nachbarzahn-schmerzt-seit-implantat-43028.html?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=new_post&tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=2

Ich kann nur sagen, dass die Problematik bei mir exakt gleich war. War die Krone ab, gab es kein Druck mehr, das Pochen hörte nach ein bis zwei Tage auf. Kam die Krone drauf, war alles wieder wie vorher. Diese Rauf-Runter-Spielchen habe ich 8 Monate ertragen, ohne dass Herumschleifen an der Krone auch nur die geringste Linderung gebracht hatte. Nach ungefähr 10 Mal Kronenbeschleifung, habe ich den ZA gewechselt. Er machte eine komplett neue Krone, zuerst eine Probekrone, danach endgültige, jedoch viel schlanker. Vorher hatte er mir aber gesagt, dass es nur ein Versuch sei. Das Implantat sei viel zu hoch gesetzt und der Durchmesser zu hoch gewählt worden. Da gab es keine Möglichkeit für Korrektur. Außer der Explantation... Nach der neuen Krone habe ich einige Zeit durchgehalten, immer unter größten Beschwerden und nur weil das Risiko der Explantation so hoch bei einem Implantatdurchmesser von 5 mm war. Doch irgendwann war ich am Ende und habe es explantieren lassen.

Eine Extraktion eines osseointegrierten Implantats ist allerdings kein Kinderspiel. Je nach Situation geht das nur, indem das Implantat samt Knochenblock aus dem Kiefer herauspräpariert wird. Die Zahntaschen der Nachbarzähne dürfen dabei nicht berührt werden, sonst sind die Zähne auch verloren. Der Platz zwischen Implantat mit Durchmesser von 4,5 mm und Nachbarzahn ist äußerst knapp. Explantation nur durch MKG- oder Oralchirurg. Die OP hat bei mir drei Stunden gedauert.

Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Die Extraktion eines Implantats wird so wie eine Zahnextraktion behandelt. Allerdings entsteht im Kiefer, eventuell auch im Gaumen ein Riesenloch. Das muss mit einer oder mehreren Knochentransplantationen aufgefüllt werden. Das trägt der Patient selbst, es sei denn, er kann die Krankenkasse überzeugen, dass das Loch ohne Transplantation nicht von alleine zuwachsen würde. Diese "Verhandlungen" sind meist nervraubend. Na ja, und dann muss die Lücke noch neu versorgt werden... meistens auf Kosten des Patienten.



Katharina
Katharina

Hallo nochmal,
Erst mal tut mir leid wegen der Verwirrung. Implantiert ist der 12er. Und die Schmerzen, die ich nach der Implantierung und bis jetzt vor der Kronensetzung hatte, sind am zwischen dem 12er und 13er. Jedoch eben in dem Gebiet wo ich markiert habe, sprich näher am 13er. Weiter unten und weiten oben am Rand nicht, Ich kann also genau sagen wo es schmerzt. Und jetzt wo eben die Krone drauf ist habe ich ein umheimliches Druckgefühl das bis hoch im Kiefer strahlt und natürlich die Schmerzen weiterhin da am 13er auch.

Er meinte er würde die Krone nur im Notfall runter machen weil sie höchstwahrscheinlich kaputt geht, da bereits fest zementiert und das hier wäre kein Notfall und er schließt aus das meine Schmerzen von der Krone kommen. Ich habe ihn aber vor der Krone nochmal auf die schmerzen hingewiesen und meine BEdenken bezgl. der Krone geäußert! Genau so meinte er das die Krone keinen Druck aufs Implantat ausüben kann...

Die Spritze was er mal noch vorsichtshalber gegeben hat , verliert jetzt auch ihre Wirkung und die Schmerzen sind genauso wieder da.

Hab meinen Termin zur Zweitmeinung auf diesen Donnerstag vorverlegt. WEnn ihc mir vorstelle das ich jetzt weiterhin mit den Schmerzen rumlaufen muss, könnte ich das heulen anfangen...



Agnes
Mitglied seit 25. 10. 2008
358 Beiträge

Unsere zwei letzten Beiträge haben sich anscheinend gekreuzt.

Deinen Beitrag von 14:04 Uhr habe ich gelesen, doch ich hatte schon vorher mit dem Schreiben angefangen. Ganz neu anfangen möchte ich nicht.

Meine Vermutung mit dem "12er" war daher richtig. Also, fest einzementiert die Krone. Unmöglich, bei bestehenden Schmerzen, auch wenn sie am Nachbarzahn auftreten. Jetzt möchte er sie nicht entfernen, denn dann könntest du von ihm eine neue verlangen. Hast du sie denn schon bezahlt?

Ich behaupte mal aus meiner Erfahrung: Es liegt am Implantat! Und zwar am Durchmesser! Dadurch ist der Abstand zwischen Implantat und Nachbarzahn sehr klein, vermutlich zu klein. Der Druck auf die Zahnwurzel wird zu groß, die Knochenlamelle fehlt. Die Papille wird folglich gequetscht und kann nicht mehr ausreichend ernährt werden. Genau da zwischen 12 und 13 hast du Schmerzen. Ferner, dass der Knochen nach der Zahnextraktion nicht ausgeheilt war und es womöglich nicht genügend gesunde Knochensubstanz über dem Implantat gegeben hat (Knochen zur Wange hin = bukkaler Knochen). Vermutlich kommt noch die fragile Knochenbrücke zwischen Implantat und bukkaler Knochen hinzu, die sich nach der Implantation bilden muss.

Jetzt musst du abwägen: kannst du die Schmerzen ertragen bis zum Termin beim MKG-Chirurgen? Wenn nicht, bleibt dir nichts anderes übrig als erneut zum ZA zu gehen und Auskunft zu verlangen, warum er keine Sondierung gemacht hat. Das ist ein sehr einfaches Verfahren. Und warum er keinen Periotest gemacht hat - mit "Klopfen" ist es nicht getan. Bitte ihn um Angabe des Abstands zwischen Implantat und schmerzendem Nachbarzahn. Sie sollte mindestens 1,5 mm betragen, was bei einem Implantat mit Durchmesser 4,5 mm schon fast unmöglich ist. Wenn er es nicht einsehen will, dann lege ihn folgenden Artikel vor:
https://www.zmk-aktuell.de/fachgebiete/implantologie/story/schmale-implantate--eine-notwendigkeit-in-der-aesthetischen-implantologie__256.html

Ohne diese Untersuchungen/Angaben ist es nicht möglich zu beurteilen, ob es "am Implantat liegt oder nicht". Wenn du die Schmerzen nicht ertragen kannst, ist es ein Notfall. Du musst nun abwägen: Kronenentfernung "ja" oder "nein", mit allen Konsequenzen. Du entscheidest, nicht er (der MKG-Chirurg wird die Krone am Donnerstag NICHT entfernen, damit liefe er Gefahr auf Schadensersatz verklagt zu werden und das Risiko wird er nicht eingehen - ich bin mir zu 100% sicher!) Am Ende der Sitzung und nachdem dein ZA alles in die Patientenakte eingetragen hat, bittest du um Aushändigung der Patientenakte. Dann kannst du sehen, ob alles wahrheitsgemäß eingetragen ist. Ansonsten auf sofortiger Korrektur bestehen. Es ist dein gutes Recht, siehe Ratgeber Bundesministerium Gesundheit:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/publikationen/praevention/details.html?bmg%5Bpubid%5D=45

Informiere dich genau, bevor man dich wieder mit irgendwelchen beliebigen Behauptungen nach Hause schickt. Es geht um deine Gesundheit und um dein Geld. Nur mit Hartnäckigkeit und Ausdauer wirst du jetzt noch eine Ursachenabklärung erreichen. Handeln statt Heulen!