Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Knirschen und Pressen

B.
B.

Hallo,
in den älteren Beiträgen zum Thema Zähneknirschen wird eher die Meinung vertreten - kein Implantat und in den neueren, dass man doch Implantate setzen kann.
Da ich sehr stark knirsche (habe seit 25 Jahren eine Knirscherschiene) und außerdem nachts auch die Zähne aufeinanderpresse bin ich sehr verunsichert. Sind Implantate oder eine Brücke angebracht? (Zähne 26, 27 fehlen)
B.



Dr.Metelski
Mitglied seit 27. 02. 2002
969 Beiträge

Knirschen hat Ursachen.Neben einer Knirscherschiene,physiotherapeutischer Bahndlung und eventuell Konsultataion eines Psychiaters müsste eine Besserung auftreten.

Gruß Dr. Metelski



Sabine
Sabine

Sehr geehrter Herr Dr. Metelski,

waran erkannt man denn das man knirscht. Mir wurde vor Jahren auch eine Schiene verordnet und später dann nicht mehr. Ich habe keine Ahnung, ob ich noch knirsche. Kieferschmerzen am Morgen habe ich jedenfalls nicht. Das ist der einzige Hinweis den ich bislang gefunden habe.

Gruß
Sabine



Sema
Sema

Hallo Sabine,

ich wusste auch nicht, dass ich nachts knirsche. Auch hatte ich morgens keine Schmerzen.

Mein Zahnarzt konnte es an meinen Zähnen sehen. Es gibt Stellen, wo ich die Zahnoberfläche bereits "weggeknirscht" hatte.

Gruss
Sema



B.
B.

ich knirsche, nach Aussage meiner Mutter, seit dem ich Zähne habe... dürfte eher eine blöde Angewohnheit sein - psychisch fühle ich mich stabil, habe auch sonst keine Probleme. Bis auf das Problem mit der Entscheidung - Implanat oder Brücke!
B.



Joachim Wagner
Joachim Wagner

Hallo Herr B.

Sie sagen es "seit dem ich Zähne habe". Exakt so ist es. Knirschen ist - entgegen der Überzeugung vieler Zahnis - ein festverdrahtetes Muskelprogramm in einer älteren Hirnstruktur (Hirnstamm), und grundsätzlich in jedem Menschen angelegt. Die Härte und Stärke ist individuell.

Wenn Sie sich Wachkoma-Patienten (bei denen tut es das Großhirn nicht mehr) genauer anschauen (was ich tue), werden Sie feststellen, dass die fast alle knirschen zum Gotterbarmen.

Vor diesem Hintergrund würde es mich auch mal interessieren, ob die Implanteure dem richtig harten Knirscher mit gutem Gewissen Implantate verkaufen können. Ich vermute: nein. Ich kenne eine wissenschaftliche Untersuchung zu diesem Thema, da wird festgestellt, dass zwar der Knochen und der Dübel die Belastung mitmachen, aber die Feinmechanik obendrauf öfter mal nicht. Gebrochene Schrauben, abgeknackte Keramik kam signifikant öfter vor, als sonst.

Viele Grüße

Joachim Wagner



sabine
sabine

Hallo Dr. Wagner,

was ist mit Knirscherschienen? Die sollten dann doch verhindern, dass Schäden eintreten. Da man bei mir offenbar nicht genau weiß, ob und wie stark ich knirsche, sollen die Implantate über eine weiche Knirscherschiene geschützt werden.
Alternativen zu Implantaten gab es bei mir ohnehin nicht. Starker Knochenabbau im OK mit immer wieder kehrenden Entzündungen des Gewebes zwischen Zahn und Knochen. Von außen sah immer alles total harmlos aus. Kein Bluten, keine Rötungen etc. Nun gibt es dieses Gewebe nicht mehr und ich hoffe das Ruhe einkehrt. Die letzten beiden Zähne wurden diese Woche gezogen und ich werde einen komplett implantatgetragenen Festersatz erhalten ( 8 Imolantateinkl. Sinuslift und Knochenaufbau). Im UK habe ich noch alle eigenen Zähne inkl. Weisheitszähne. Dort ist die Paradonthose nur gering ausgeprägt.

Sabine



B.
B.

Hallo Herr Wagner,
das mit dem Zähneknirschen bei den Wachkomapatienten ist ja interessant.
Bis jetzt habe ich oft nur gehört, ich sollte mal zum Psychologen gehen. Ich kann mir nur nicht vorstellen, was ich als Kleinkind für Probleme gehabt haben soll. (Möchte mir auch nachträglich keine einreden lassen)
Was die Implantate betrifft, hört es sich sich natürlich nicht gut an. Es ist doch ziemlich teuer und das Risiko, das es schief geht, bei mir wohl ziemlich hoch.
B.



Renata
Renata

Hallo B.,
habe genau das selbe Problem wie Du. Stehe vor der Frage Implantat oder Brücke.
Habe mir eine zweite Meinung eingeholt und da auch erst erfahren, dass ich knirsche. Mein Zahnarzt war für das Implantat und der andere dagegen, unter anderem wegen dem knirschen. Wie bist Du denn zu einer Entscheidung gekommen??



Sabine
Sabine

Es gab nicht wirklich etwas zu entscheiden. Permanete Vereiterungen machen das Entfernen aller Zähne im OK nötig. Knochenabbau zwang mich gewissermaßen zu Implantaten. Inzwischen habe ich 8 Stück im OK und ales ist bislang recht gut verlaufen. 6 sind schon endversorgt und zwei noch in der Einheilphase. Fühlt sich viel besser und fester an als meine eignen Zähne.

Gruß Sabine