Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Kein Implantat

Lena
Lena

Nachdem ich hier alles gelesen und gesehen habe welche Probleme bei der Implantation auftreten und wie "problemlos" die Implantatsetzung verläuft, verabschiede ich mich vom Gedanken je ein Implantat setzen zu lassen :-(



Ute
Ute

Liebe Lena,
ich kann ihre Gedanken gut verstehen.
Auch mir wird, bei allem was man über Implantate liest, im Bauch ganz mulmig. Das Eine sind die enormen Kosten, die ein gewöhnlicher Kassenpatient nicht einfach aus dem Ärmel schüttelt, sondern sich redlich vom Mund absparen muss, dann die Garantielosigkeit, denn es gibt ja Gründe, aus denen man seine eigenen Zähne verloren hat, und diese Gründe sollen bei Implantaten einfach so vom Tisch gefegt sein? Nein, ich denke, wer Implantate setzen läßt, der hat die gleichen Sorgen wieder und wieder. Wenn Implantate wirklich das Ende aller Sorgen wären und ein weiterer Knochenschwund und Entzündungen am Zahnfleisch ausgeschlossen wären, dann würde ich allen, die Implantate setzen wollen und es getan haben Recht geben. Aber, das ist nicht das Ende. Was bringen einem eine mögliche Haltbarkeit von 15 Jahren? Wenn man vielleicht noch 40 Jahre vor sich hat. Soll man denn tatsächlich eine Sparbüchse bis zu seinem Lebensende aufmachen ? Ich möchte niemandem durch meine Denkweise die Hoffnung auf eigene Zähne vermiesen, aber es fällt mir genauso schwer, nach allem was man hier liest, an ein Drama ohne Ende zu glauben, vorallem, wenn man selbst noch sehr jung ist.



Lena
Lena

Liebe Ute,

vielen Dank für Ihren Beitrag.
Ja, wenn uns die Zähne nachwachsen würden, wie bei Hasen, hätten wir die Probleme nicht!
Bei Implantaten sagt man zwar, dass sie zu 98% einheilen, was vielleicht auch stimmt, aber mit welchen Folgen und Leiden heilen sie denn ein! Und es sind nicht nur Schwellungen und Schmerzen, sondern die Komplikationen danach.

Ich hoffe nur, dass die Glücklichen, die wirklich gute Erfahrungen mit Implantaten und keine Beschwerden haben, nicht im diesem Forum landen und wirklich eine Mehrzahl aller Implantaten-Patienten bilden. Und dass die gesamten Beiträge, die hier aufgeführt sind, zu den 2% gehören.



luzifer
luzifer

hallo zusammen,
eure gedanken zum i. sind durchaus berechtigt!
es ist immer ein abwägen zwischen den kosten, haltbarkeit und problemen, die sich früher oder später einstellen können.
ich habe nach etwa 8 jahren das erste i. wg. schleimhautproblemen opfern müssen. vorher ging alles gut. was kommt danach? entweder neu implantieren, sofern es geht, oder eine prothese. das ist eine schwere entscheidung. die kann man so oder so treffen, jede kann für sich richtig sein. es gab hier mal einen beitrag von zwei etwa 40jährigen, mann und frau: beide wollten nach mehreren zahnverlusten auch noch die kompletten restlichen zähne ziehen lassen. sie wollten dann auf dauer ruhe mit den zähnen haben. interessant war deren abschließendes argument, dass dies so sexy wäre. was haltet ihr davon??



Lina
Lina

hallo ihr..

mag ja sein ..das eure gedanken so sind..aber ich glaube..das sich viele menschen mit problemen an das forum wenden..die,die keine haben... denken an so etwas gar nicht..

ich habe in meinem umfeld menschen die positive erfahrungen haben mit implantaten..zum beispiel meine mutter..die fast mit zu den pionieren zählt bei implantatpatienten...sie hat ihre implantate inzwischen 18 jahre..ohne jegliches problem..keine entzündung..gar nichts..dann meine freundin... sie hat ihre implantate 10 jahre.. auch bislang ohne ein problem...
(allerdings haben beide auch kein internet.. )

und bei den kosten muss man einfach sehen..was einem wichtig ist... für den einen ist es ein neues auto...für den anderen die urlaubsreise... und wiederum ein anderer spart auf seine zähne..

und luzifer..ich kann zahnlose menschen nicht sexy finden.. und dabei ist es nicht wichtig ..ob implantate...oder prothese...hauptsache..es ist hübsch anzusehen...
aber das ist eben meine meinung dazu....
im übrigen habe ich mir implantate setzen lassen..bin mittendrin in meiner behandlung und bislang lief alles problemlos.

gruss lina



Ute
Ute

Hallo Luzifer,

seit ich mit 39Jahren als sehr hübsche Frau, die erblich veranlagt von Knochenschwund geplagt bin, keine Zähne mehr habe, also Prothesenträgerin bin, traue ich mich nie wieder einen Mann von Herzen zu küssen.
Was soll an einem Kiefer ohne Zähne sexy sein?
Ich leide darunter, mein Selbstbewußtsein leidet und die Isolation, in die ich mich selbst dadurch leider bringe, ist nichts Schönes.

Ich wäre lieber eine junge, gesunde glückliche Frau mit schönen Zähnen, so wie ich sie einmal hatte. Ich hatte nämlich keine Karies, meine Zähne waren bestens in Ordnung nur mein Kieferknochen hat nicht mitgemacht.
Und die Angst dafür, dass das Ganze auch die nächsten vielleicht 40 Jahre nicht hält, also sich der Kieferknochen immer mehr ohne meine Zähne abbauen wird, auch dieser Gedanke ist nicht sehr verlockend.

Aber ich kann mir keinen "Porsche" im Mund leisten, der in den nächsten 40 Jahren sich als ständiges Ersatzteillager mit Schmerzen und Sorgen darstellen würde !!!

Liebe Grüsse auch an Lena,

Ute



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4035 Beiträge

Hallo,
wenn Implantate nicht erfolgreich über lange Jahre funktionieren würden, wären sie nicht so erfolgreich. Im Forum sammeln sich halt die Problemfälle. Implantate heilen in über 95% ein. Nach 10 Jahren sind noch 90% in Funktion. Wenn alles stimmt, können Implantate ein Leben lang halten. Es gibt kein Verfallsdatum!
Das ist der wissenschaftliche Stand der Dinge. Das klammert schlechte Verläufe natürlich nicht aus.
Viele Grüsse
B. Zahedi



Heike
Heike

Hallo Lena

ob Implantate 30 jahre halten weiß ich aus eigener Erfahrung noch nicht, habe meine erst seit ein paar Wochen. Kann aber bestätigen, daß es zwei Implantations OPs (6xOK 4xUK) und die Einheilung völlig ohne Probleme geben kann. Unangenehm schmerzhaft war nur die Betäubungsspritze gaaaanz hinten im Oberkiefer, ziemlich gemein, sonst hab ich nicht viel gemerkt. Auch die Schwellungen hielten sich in Grenzen, erst drei Tage Hamsteropitk und dann zwei Wochen später nach UK OP drei Tage kleine Schwester von Schumacher. Ich denke, eine positive optimistische Sicht der Dinge unterstützt die Einheilung ganz enorm also nur Mut.



HGReschke
HGReschke

Verehrte Damen,
ich kann Ihren Ausführungen in keiner Weise folgen. Auch in diesem Forum wird immer wieder von erfolgreichen und unproblematischen Implantationen berichtet. Aber wie es halt so ist, wie immer im Leben, wenn alles klappt und bestens ist, meldet man sich nicht so schnell als in den Fällen, in denen man Hilfe benötigt. Hier sollte man schon differenzieren können!!! Ich gehöre zu denen, bei denen die Implantation(7 Implantate, 4 im OK und 3 im UK; mit Teleskopversorgung) völlig unproblematisch war und ich nun im Alter von 59 Jahren mit dem Ergebnis bisher sehr zufrieden bin. Die Lebensqualität ist ungemein größer geworden. Jeder soll und muss selbst entscheiden, ob er sich, auch die Kosten sehend, für Implantate entscheidet. Die undifferenzierte Betrachtungsweise, die hier zum Teil in den ersten 6 Beiträge deutlich wird, lehne ich jedoch entscheidend ab. Sie hilft den Betroffenen in keiner Weise weiter, sondern verunsichert nur.
Grüße von
HGReschke



wilfried
Mitglied seit 24. 10. 2008
92 Beiträge

Hallo HG Reschke,
Ihr Beitrag ist ermutigend.Ich bekomme demnächst eine Behandlung im UK und mir werden dort die letzten Zähne gezogen und es soll dann mit 4 Implantaten eine neue Prothese geben.Die vorhergehenden Beiträge haben mich fast entmutigt.da ich aber im OK eine billige Klebbare Prothese habe,wollte ich dieses Elend im UK nicht auch noch haben und deswegen habe ich mich für Implantate entschieden.Natürlich sind 10.000,00 Euro kein Pappenstil und ich habe mir lange überlegt soll ich mit 64 Jahren das noch machen lassen,da ich aber sonst fit bin habe ich mich dafür entschieden und durch sie wieder etwas Hoffnung. Dankeschön.