Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Implantatkrone Frontzahn Verschraubung im Sichtbereich

Martha200
Mitglied seit 21. 06. 2019
8 Beiträge

Hallo,
vor 2 Tagen bekam ich meine Implantatkrone im Frontbereich Zahn 22.
Kurze Erklärung seitens der Schwester wie der Ablauf ist, es wurde alles in einer Sitzung gemacht mit cerec-Verfahren. Als alles fertig war bekam ich kurz einen Spiegel in die Hand und die Aussage vom ZA, dass alles perfekt ist. Dann noch der Hinweis, dass sich der Zement mit der Zeit verfärben wird, das ist normal und muss dann ausgewechselt werden. Zu Hause habe ich realisiert, was er meint!
Zu Hause habe ich mir das Ergebnis dann in Ruhe ansehen können und war sehr erschrocken. Ich wusste, dass die Krone auf das Implantat geschraubt wird. Was mir aber keiner gesagt hat, dass die Verschraubung vorn im Sichtbereich ist! Die Verschraubung wurde mit Zement aufgefüllt und es ist sichtbar an dem Zahn. Die Innenseite dagegen ist glatt und einfarbig.
Dazu kommt, dass ich seit dem Einsetzen der Krone einen großen Druck und Spannung in den Schneidezähnen habe und überhaupt nichts abbeißen, weil es dann schmerzt. Es fühlt sich steinhart an im OK.
Am nächsten Tag bin ich nochmal hin zum ZA mit folgendem Ergebnis:
Das wäre ja nun kein echter Zahn und bei einem Implantat muss ich nun mal Kompromisse machen. Eine Verschraubung im nichtsichtbaren Bereich ist bei Frontzähnen selten realisierbar. Er hat eingeräumt, dass das Zement nicht der Farbe der Krone entspricht und will das nachbessern. Und wenn ich unbedingt darauf bestehe macht er mir eine Verblendung darüber.

Zu dem Spannungsgefühl und die Schmerzen meinte er, dass das überhaupt nichts mit dem Implantat und der Krone zu tun hat. Er hat mich fast schon ausgelacht, weil ich mir das einbilden muss. Ich soll Geduld haben.

Mensch ich habe dafür richtig viel Geld bezahlt und ich habe wirklich erwartet, dass der Zahn einem natürlichen Zahn ähnlich sieht. Das ich solche Kompromisse eingehen soll wurde mir nicht gesagt.

Der ZA wirbt mit "Beratung ohne Zeitdruck". Leider nicht, wenn ich da bin. Dann fühlt er sich "gefordert" und "gestresst", wenn ich Fragen stelle. Er ist mir mit seinen Erklärungen natürlich fachlich überlegen. Er macht das so oft, wie er sagt und für mich ist es das erste Implantat.

Was haltet ihr davon? Hat jemand ähnliche Erfahrungen?



sanft
Mitglied seit 01. 06. 2019
10 Beiträge

Hallo,

darf ich nachfragen?:

>>Was mir aber keiner gesagt hat, dass die Verschraubung vorn im Sichtbereich ist!

Meinst du, dass das Implantat nicht an der selben Stelle gebohrt wurde, wo auch dein Zahn war, sondern an einer anderen Stelle, nämlich vorne außen , also quasi von außen schräg nach hinten oben hinein gebohrt wurde? So?

LG :-)



Martha200
Mitglied seit 21. 06. 2019
8 Beiträge

Also lt. ZA sitzt das Implantat genau an der Stelle wo es hin sollte. Er hat auch ein 3-D-Röntgengerät angewendet. Ich bin Laie und wenn er mir auf den Rö-bildern den geplanten Sitz des Implantates erklärt muss ich es glauben. Er hat nach einsetzen der Krone noch eine rö-Aufnahme gemacht und meinte: perfekt.
Die Krone wurde verschraubt und diese Verschraubung ist vorn im Sichtbereich. Der Zahn fällt nicht aus der Reihe, aber der zementierte Schraubverschluss ist vorn sichtbar.



Martha200
Mitglied seit 21. 06. 2019
8 Beiträge

Ich bin mal mutig. Im Anhang habe ich ein Bild damit zu sehen ist, wovon ich rede. Ist denn das Foto für euch sichtbar?

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sanft
Mitglied seit 01. 06. 2019
10 Beiträge

Hallo,

ich weiß nicht genau, ob ich dein Problem verstanden habe. Vielleicht solltest du auf dem Bild markieren, was du zeigen wolltest....

Bei mir wurde jedenfalls ein 3er oben so gemacht, dass das Implantat nicht dort wo der Zahn war, gesetzt wurde, sondern von der sichtbaren Außenseite schräg hinein gebohrt wurde. Die Krone war dann derart, dass sie von außen vorn draufgeschraubt wurde, sozusagen im 90 Grad Winkel konstruiert, und ein Teil der Krone ragt über das Zahnfleisch drüber, sodass niemals etwas von der darunter liegenden Schraube sichtbar werden kann. (Wahrscheinlich ist meine Beschreibung für dich jetzt ähnlich schwierig zu verstehen ;-) )

Auch ich bin darüber nicht vorab informiert worden. Bei mir war das Problem, dass nicht ganz richtig vermessen wurde und sich somit die Krone nicht einwandfrei in die Zahnreihe einordnet, was ein leichtes "Hängenbleiben" an der Innenseite der Wange verursacht und lästig ist. Du siehst also, hat man ein Problem nicht, kann man dafür ein anderes haben.

Ich hatte auch am ersten Tag Schmerzen, das ging aber vom Zahnfleisch aus, weil es beim Reindrehen der Schraube etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das ist nach einigen Tagen verschwunden.

Ich hoffe, es meldet sich jemand, der kompetenter ist als ich.

Lg :-)



Martha200
Mitglied seit 21. 06. 2019
8 Beiträge

ja ich habe es jetzt mal markiert. Die darunterliegende Schraube ist nicht sichtbar, aber der Schraubenzugang mit dem die Krone befestigt wurde, gefüllt mit Zement. Sind die Lichtverhältnisse ungünstig, dann sieht man es noch deutlicher. Dieser Zement verfärbt sich mit der Zeit (so der ZA) und müsste dann regelmäßig ausgetauscht werden. Mir wurde vorher nie gesagt, dass ich immer wieder zu so einer Folgebehandlung gehen muss. Und wer entscheidet wann die Verfärbung den Grad erreicht, dass der Zementwechsel notwendig ist? Und wer bezahlt das? Das wird so lange notwendig sein, wie ich diese Krone habe und als ich mich für ein Implantat entschieden habe, war das für mich schon eine Lösung die langlebig ist.

Er hat mir ja angeboten den Zahn zu verblenden. Auch davon war vorher nie die Rede und damit habe ich auch überhaupt keine Erfahrung. Ich sehe das auch nicht wirklich als Lösung, sondern eher als Verstecken des Problems. Muss ich den diese Variante als Nachbesserung akzeptieren oder kann ich auf eine ästhetisch ordentliche Kronenversorgung bestehen?

Der Druck und die Schmerzen sind auch nach 4 Tagen unverändert.

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docwolff
docwolff

Guten Tag,
so eine Verschraubung im Sichtbereich habe ich noch nie gesehen und entspricht auch nicht den Regeln der zahnärztlichen Kunst. Das müssen Sie nicht akzeptieren. Ein Gutachter lacht sich tot.
mfg
Wolff



sanft
Mitglied seit 01. 06. 2019
10 Beiträge

Hallo Martha,

gib doch Bescheid, wenn und wie du das Problem mit deiner ZÄ gelöst hast. Interessiert mich sehr. (Also nur, wenn du magst....)

Alles Gute und lg :-)



Martha200
Mitglied seit 21. 06. 2019
8 Beiträge

Hallo sanft, ja natürlich.
Ich war noch mal bei dem ZA und er hat noch mal was wegpoliert, sodass jetzt endlich erst mal diese Schmerzen aufgehört haben. Die Krone saß einfach zu eng.

So, nun zu meinem anderen Problem. Er hat mir den Zement gewechselt, was aber überhaupt keine Unterschied zu vorher ist. Weiter hat er nun auch festgestellt, dass das Ergebnis ästhetisch doch nicht so perfekt ist. Er hat mir angeboten, den Schraubenzugang mit Keramik zu füllen, wobei auch da dann ein Rand sichtbar sein wird. Sollte ich damit nicht zufrieden sein, will ein eine Verblendung über die Krone machen.

Dazu muss ich sagen, dass ich zu denen gehöre, die Angst vor dem Zahnarztbesuch haben. Das hat sich mit den Jahren schon gegeben, aber ich bin trotzdem immer unheimlich nervös und unruhig vorher und froh, wenn ich die Praxis wieder verlassen kann. Erst zu Hause kann ich darüber nachdenken und realisiere, was der ZA gesagt hat.
So auch diesmal. Und ich frage mich, wenn Keramik auf der Schraube ist, ob dann der ZA noch irgendwann Zugang zur Schraube hat? Aus diesem Grund hat er ja die Krone verschraubt und nicht geklebt.
Ich bin auch unsicher, ob das eine Nachbesserung im Rahmen der Gewährleistung ist. Vielleicht sollte ich mir eine Zweitmeinung einholen.
Aber wie finde ich einen guten ZA. Den jetzigen habe ich aufgrund von rund 50 Bewertungen auf jameda mit 1,0 ausgewählt....



sanft
Mitglied seit 01. 06. 2019
10 Beiträge

Hallo Martha,

<Ich war noch mal bei dem ZA und er hat noch mal was wegpoliert, sodass jetzt endlich erst mal diese Schmerzen aufgehört haben. Die Krone saß einfach zu eng.

Das ist ja immerhin etwas!!!

Zu deinen anderen Gedanken: Du könntest es lassen, wenn du jetzt keine Schmerzen hast, und den Preis runter handeln, andernfalls dir einen offiziellen Gutachter suchen und dir eine schriftliche Stellungnahme einholen.
Du könntest ihn auch nachbessern lassen, so lange, bis es dir optisch passt und mit ihm vorweg ausmachen, dass er das auf seine Kosten machen möge, immerhin reklamierst du ja.
Oder er soll die ganze Krone neu machen, auf seine Kosten. Dazu muss er dir die jetzige vielleicht komplett zersägen, weil ich glaub, anders kriegt er die gar nicht mehr ab. Vermutlich versucht er genau das zu vermeiden. Kostet ja ne Menge! Aber ich weiß das natürlich nicht....

Ich würde das mit ihm zu klären versuchen und alle Möglichkeiten durchsprechen. Wenn du die Krone neu haben willst, vielleicht ist das das beste, sonst bröckelt vielleicht laufend was vom Zement raus, würde ich darauf bestehen, dass der Zahntechniker bei dem neuen Termin anwesend ist. Dann kannst du ihm gleich sagen, er möge das so machen, dass das optisch einwandfrei sein soll und ihn fragen, was da passiert ist.

Vielleicht sagt ja nochmals ein Zahnarzt hier etwas dazu......

Lg:-)