Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Implantat als Schneidezahn

Lori
Mitglied seit 13. 11. 2019
16 Beiträge

Hallo alle zusammen,

Bei mir wurden vor 1 Jahr 2 Sofortimplantate aus Vollkeramik im Bereich 11 und 21 gesetzt.
21 war von Anfang an in Ordnung, 11 leider von Anfang an druckempfindlich. Zahnarzt sagte, er kann nichts ungewöhnliches sehen und das wars.
Seit ein paar Wochen habe ich eine deutliche Schwellung und Rötung am Übergang vom Zahnfleisch zur Implantatkrone sowie ein Brennen am Zahnfleisch in Regio 11.
Ein anderer Zahnarzt hat laut DVT nun gesagt, dass er in der dvt die Ursache entdeckt hat :
Das Implantat wurde falsch gesetzt, nämlich genau in das Loch im kiefer, wo der Zahn vorher saß, anstatt die korrekte Position im Knochen zu bohren und dort das Implantat zu setzen.

Meine Frage : Würde es sich in einem solchen Fall um einen Behandlungsfehler handeln? Dürfen Implantate in Regio 11 und 21 nicht in die Position gesetzt werden, wo vorher die Zähne saßen?

Danke schon mal!



Docwolff
Docwolff

Guten Tag,
ein nicht optimal positioniertes Implantat könnte durchaus ein ästhetisch-funktionelles Problem nach sich ziehen. Einen schmerzhaften Entzündungsprozess dürfte es aber wohl eher nicht auslösen. Konnte im DVT eine intakte Knochenstruktur um das Implantat gesehen werden?
mfg
Wolff



Lori
Mitglied seit 13. 11. 2019
16 Beiträge

Sehr geehrter Docwolff,

Vielen Dank für die Antwort.
Mein letztes DVT ist vom Oktober 21,und demnach war um das Implantat kein knochenabbau zu sehen.
Ein neues DVT möchte ich wegen der strahlenbelastung nicht anfertigen lassen.
Was mir noch einfällt :
Bevor der Zahn 11 gezogen und durch das Sofortimplantat ersetzt wurde, befand sich bereits diese Rötung seit einigen Wochen an derselben Stelle am Zahnfleisch, obwohl der Zahn nicht wurzelbehandelt war. An keiner anderen Stelle im mundraum hatte ich bzw. habe ich solch eine Rötung / Entzündung. Könnte es sein, dass bereits eine Infektion am Zahn bzw. Knochen dort vorlag, in die dann hinein implantiert wurde, und die sich durch die Implantatation noch weiter verschlimmert hat?
Ich hänge ein Foto der jetzigen Situation an.

Oder was wäre noch denkbar?

Vielen Dank im Voraus

Anhänge ( 1 )


docwolff
docwolff

Das sieht nach einer gingivalen Entzündung aus, deren Ursache
eine Periimplantitis (auch entzündeter Knochen) sein kann. Sondierungstiefe? Eiteraustritt?
Auch kann eine Zahnfleischreizung durch Abutment und Krone entstehen, wenn die Übergänge nicht stimmen.



Lori
Mitglied seit 13. 11. 2019
16 Beiträge

Bei der sondierung sagte der Zahnarzt, es sein eine Zahnfleischtasche, wie bei Paradontitis. Die genaue Tiefe hat er leider nicht genannt.

Ein Abutment hat das Implantat nicht. Es handelt sich um ein einteiliges Keramikimplantat. Bei der einheilung ragte die Spitze heraus, und auf diese Spitze wurde die Keramikkrone nach ca. 1 Jahr einheilungszeit zementiert.

Eine Reizung durch die Krone ist unwahrscheinlich, da die Druckempfindlichkeit sowie merkwürdiger Geschmack am Implantat schon vor der einbringung bestanden.
Die Rötung am Zahnfleisch war sogar noch vor der Zahnextraktion vorhanden.
Die Druckempfindlichkeit und Brennen an der Implantatspitze (direkt unter der Nase) bestand schon seit der Implantation.

Somit ist es wahrscheinlich doch periimlantitis.
Entweder durch das Implantat entstanden, oder die bereits vorhandene Entzündung hat sich durch das Implantat verstärkt. So meine Vermutung.

Das Implantat soll nächste Woche ersatzlos explantiert werden.



Lori
Mitglied seit 13. 11. 2019
16 Beiträge

So, heute war er soweit.
Das Implantat 11 wurde mir unter örtlicher beteubug rausgedreht.
Es handelte sich um ein einteiliges Implantat von sds, so dass man beim reusdrehen gut an der herausragenden Spitze ansetzen und rausdrehen könnte. Das ging innerhalb von 10 Minuten, weil auch das Implantat relativ dick war, so dass ein bruch nicht drohte.
Ich war total happy, als er sagte, das rausdrehen reicht! Obwohl es ein Vollkeramikimplantat war, wo man sonst nur hört, dass man diese nicht rausdrehen kann.
Vorher wurde mir Blut abgenommen zur Herstellung der prf Membranen, siehe hierzu, : https://www.dimagazin-aktuell.de/implantologie/weichgewebsmanagement/story/das-prf-konzept-im-praktischen-einsatz_7671.html

Also die Reihenfolge : 1. Halbe Stunde vor OP Antibiotikum einnehmen. 2. Kurz vor OP auf Toilette gehen und mit chlorhexamed ausspülen 3. Blut abnhehn lassen für prf membran
4. Betäubung + OP. Bei der OP wurde ausgedreht, gründlich susgeschabt, mit Ozongaz gereinigt und im Anschluss wurden 5 prf Membranen eingesetzt. 5. Teilweise vernäen, nur eine naht nicht, damit es später optisch gut aussieht.

Ich habe auf wunsh keine knochenersatzmaterialien bekommen (z. B. Bio-oss.
Die OP ist seit 1,5 Stunden vorbei, mit ibuprofen 8oo geht es mit gut, bin aber sehr schwach
Mit ist klar, dass ich Schmerzen haben werde, wenn die Wirkung nachlässt.



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