Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Impl. eingehauen. Niemals wieder .. nur Probleme !

Andy
Andy

Guten Tag,
kurz eine Bestandsaufanhme: 2-8, 2-7 fehlen, 2-6 gezogen und Impl. gesetzt. 2-5 seit längerem draußen und Implantat gesetzt.

Termin: letzte Woche Mittwoch
Ergebnis: niemals wieder !!!!

Ich hatte letze Woche meinen Termin zum Ziehen von einem Zahn und zum Implantieren.
Der gezogene Zahn war an der Wurzelspitze entzündet und hat viel Knochen weggefressen. Deshalb mußte ein Knochenaufbau gemacht werden. Und jetzt beginnt der Horror ....

Der Zahn wurde in 4 Teilen gezogen, da er ganz nicht zu entfernen war. Danach wurde unmittelbar ein Zahnfach mit dem Implantat versorgt, der Rest mit Knochenmaterial aufgefüllt. Ich kann nur hoffen, das die Entzündung draußen ist ...
Die Implantate wurden mir nicht in den Oberkiefer gebohrt, sondern gehämmert. Trotz 8-maligem (!!!) Nachspritzen mit Betäubungsmitteln, war das kaum auszuhalten.
Ich habe nach der OP mit einer Dolomo begonnen. Half gar nichts. Danach bin ich auf Novalgin (stärkeres Schmerzmittel) auf Anraten meines ZA umgestiegen. Das hat dann am Freitag bei mir Erbrechen und Magenschmerzen und Ausschlag auf der Kopfhaut verursacht. Ich nehme bis heute (über 1 Woche) min. 3 Schmerztabletten am Tag. Bin mittlerweile bei Ibuprofen 600 angelangt. Die Wunde schließt sich nach Aussagen des ZA trotz Vernähen nicht von oben sondern wächst von unten zu. Das ist gerade beim Essen ein richtiges Vergnügen. Und gerade als ich am Dienstag geglaubt habe, es wird besser, bohrte sich am Mittwoch morgen ein Knochenstückchen vom Aufbau durch die Wunde, reitze ein paar Stunden die Wundränder und kam dann, als es mir den Tag gänzlich versaut hatte, zum Vorschein. Die Schwellung ist bis heute nicht richtig zurück gegangen und verursacht erhebliche Probleme.
Kurzum: Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich mich darauf eingelassen habe.
Ich würde -unabhängig von dem weiteren Vorgehen - sowas nie wieder machen lassen. Die eine Woche hat mir vollkommen gelangt.

Schmerzvolle Grüße
Andreas



Dr.  Metelski
Dr. Metelski

Mit Sicherheit ist bei Ihnen etwas schief gelaufen.Es passiert jedoch recht oft,dass Zähne,besonders wenn sie wurzelbehandelt sind bei der Extraktion wegbrechen.
Sollten Sie kein Schraubenimplantat erhalten haben,dann wird das Implantat in den Knochen "gehämmert".Dies hätte Ihnen aber imAufklärungsgespräch mitgeteilt werden müssen.Wenn Sie trotz der vielen Spritzen noch Schmerzen hatten,muss eine große Entzündung vorgelegen haben,denn sonst merken Sie bei der Aufbereitung des Implantatbettes nichts.Sie sollten aber etwas berücksichtigen,eine Implantation im Zusammenhang mit einer Extraktion ist schon ein etwas größerer chirurgischer Eingriff und der verursacht auch Nachschmerzen.

Gruß Dr. Metelski



Holsteiner
Mitglied seit 31. 10. 2008
42 Beiträge

Habe auch beim Bohren und Reindrehen der Implantat Höllenschmerzen gehabt, für den Zahnarzt unerklärlich. Dabei hatte ich keinerlei Entzündung. Habe auch gleich zum ZA "nie wieder Implantat" gesagt! Aber als die Implantate fertig eingeschraubt waren und am nächsten Tag alle Schmerzen weg waren, seitdem bin ich ein absoluter Fan von meinen Straumännern! Nur eigene Zähne sind noch besser.



Karin
Karin

Hallo Andreas, wie sieht die Situation heute bei Ihnen aus? Um welche Implantat Hersteller handelt es sich? Wieviele Implantate haben sie ingesamt erhalten. Bei mir war bzw. ist die Situation die selbe! Nur habe ich das Ganze bereits wieder 2 mal entfernen lassen. Würde mich über eine Rückantwort freuen.



Andy
Andy

Hallo Karin,
ich habe bis heute regelmäßig Probleme. Der letzte Streich war die von der Wange über die Wunde gezogene und vernähte Haut wieder zu "öffnen", so dass da nicht dauernd Spannung drauf ist. Soll nur ein kleiner Eingriff werden. Macht mich jetzt wieder seit 2 Wochen wahnsinnig. Dann wurde mir auch ein Stift entfernt, mit dem die Membran befestigt war. Er drückte sich durchs Zahnfleisch raus und verursachte auch Probleme. Da der ZA ziemlich ruckeln mußte, bis der Stift draußen war (war nach seiner Aussage schon mit dem Knochen verwachsen) hatte und habe ich natürlich jetzt wieder leichte Schmerzen. Außerdem zwicken die Implantate regelmäßig und ein Gefühl der Zahnfleischentzündung ist permanent vorhanden. Ich habe 2 Implantate in den OK erhalten. Den Hersteller kann ich Ihnen nicht nennen. Nächsten Monat fällt dann die Entscheidung, ob die Imp. eingewachsen sind. Ich bleib dabei: Niemals wieder !!!! Wenn die bei mir nicht eingewachsen sind, dann kommen die raus und überlege mir was anderes. Gruß und gute Besserung ....
Andreas



Karin
Karin

Hallo Andreas, auch ich (34 Jahre jung) bin der Meinung - nie wieder Implantate! Ich habe vor 4 Jahren 1 BOI Implantat bekommen. Würde auch reingehauen! Nach 1 Jahr ist dieses gebrochen! Wurde dann gleich wieder durch eine neues BOI ersetzt. P.S. wurde alles in der Schweiz gemacht. Ich hatte über 2 Jahre unerträgliche Schmerzen. Dann wurde ein zweites gesetzt - für angeblich besseren Halt. Immer noch unerträgliche Schmerzen. Als ich dann zu einem anderen Zahnarzt zwecks Zweitmeinung ging, war das Urteil niederschmetternd. Alles entzündet - alles raus. Die BOI Implantate (Disc-Implantat) zu entfernen ist nicht einfach. Da muss viel Knochen entfernt werden - zumal diese eingewachsen waren. Der Knochenverlust ist enorm. Darauf hin habe ich 3 Schraubenimplantate setzen lassen. Allerdings sind diese nicht optimal zufriedenstellend. Im Backenbereich konnten nur noch kleine Implantate bzw. Kronen gesetzt werden. Jetzt nach 1 Jahr habe ich Kieferschmerzen und ein ungutes Gefühl. Sollte bei mir dieses Mal auch wieder etwas nicht gut sein werde ich auch alles entfernen lassen. So oder so. Für mich kommen auch keine neuen Implantate mehr in Frage -auch nicht an einer Stelle. Da gibt es auch andere Möglichkeiten (Prothese). Ist vielleicht nicht so toll - aber man hat auch keine Schmerzen. Übrigens meine Mutter hat seit Jahren Geschiebprothen und ist total begeistert davon. Lassen Sie mich wissen, wie die Sache bei Ihnen weitergeht. Gruss und ebenfalls gute Besserung Karin



Josef
Josef

Auch ich freute mich auf meinen neuen Schneidezahn.
Der Kassenarzt verwies mich in seine neue Privatordination speziell für Implantologie in Ditach. Dort angekommen stellte sich heraus der Arzt führt den Laden mit seinem Bruder zusammen. Nach anfänglicher Skepsis kam ein Termin zustande. Wer ahnt schon mitten in Österreich über den Tisch gezogen zu werden.
Beim Eindrehen des Implantats waren beide Brüder am Werk und es rutschte einem heraus das der Eindrehwiederstand zu weich ist. Der Anfang eines Alptraumes. Nach 3 Monaten kam die Krone und sofort Schmerzen an den Nachbarzähnen plus die Krone war innen zu dick. Konnte also nicht zubeißen 1 Woche lang und wenn dann schmerzte es natürlich rundherum.
Ich bestand darauf eine neue Krone noch einmal aus eigener Tasche zu Bezahlen und diese auszutauschen weil sie 1. nicht passt und zu dick ist und 2. darunter alles schmerzt und man auf das Implantat sieht! Schlichtweg es passte nichts an der Krone und tat überall weh. Freiwillig hätte der Arzt nichts gemacht.
Diese 1. Krone wurde gewaltsam entfernt. Schmerzen 1 Woche lang am Implantat. Unter der Krone leichte Entzündung.
Die 2. Krone war wieder nicht unters Zahnfleisch gesetzt; (der Techniker meinte er kann nichts mehr machen) und zeigte noch schlimmer den Pfosten oder das Implantat 2 bis 3 mm sichtbar. Wieder ein Infektionsherd. Der Obergau weil kein Knochen vorne rund ums Implantat ist wackelte nach einigen Tagen das ganze so sehr dass ich zum Arzt fuhr der mich wiederum wegschickte mit der Begründung Termine. Nach 2 Tagen endlich legte ich ihm das vollständige Implantat samt Krone vor die Nase. Ich konnte es einfach herausnehmen. Das wackelige Zeug schmerzte. Als ich es selbst herausdrehte hoffte ich auf das Ende eines Alptraumes. Die blutige Wunde verheilt langsam wieder. Die Schmerzen sind weg. Das Geld ist futsch. Es wurde nur geschlampt. Der Alptraum ist zu Ende.
PS: ein Arzt der selben Kasse informierte mich vor Einsetzen der 1. Krone das dass Implantat verloren geht weil vorne kein Knochen vorhanden ist. Der junge Implantologe meinte darauf das würde nicht stimmen und zahlen sie bitte die Rechnung.



josef
josef

Wenn ich dass nur vorher gewusst hätte wie selten gute Zahnärzte sind!
Sie haben (m)einen Zahnarzt verhaftet, Auszüge der Schlagzeilen:

Als eine Frau nach einer Fehlbehandlung in der Privatordination in Dietach auf der Intensivstation landete, kam die Lawine ins Rollen. Die Brüder stritten zunächst jegliche gemeinsame Tätigkeit ab. Im Laufe der Ermittlungen gaben sie aber doch zu, miteinander Patienten behandelt zu haben.
weiters
Hier wird ein Steyrer Zahnarzt (42) verhaftet
Ein Zahnarzt (42) soll Behandlungen erfunden und billige Implantate teuer verkauft haben. Schaden: 300.000 Euro. Wir haben ein Video von der Verhaftung.
und
Laut Gutachten fügte Zahnarzt Patienten unheilbare Schäden zu
Der hauptbeschuldigte Zahnarzt hat die Anerkennung seines Doktorates an der Universität von Aleppo im Jahr 2007 von der Medizinischen Universität Wien erhalten. Die vom Landesgericht Steyr beauftragte Gutachterin Petra Hißmayr bezweifelt in einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft "aufgrund der zahlreichen Fehlbehandlungen" allerdings seine Qualifikation. Es bestehe der Zweifel, schreibt sie, ob der beschuldigte Facharzt "die Ausbildung respektive Zeugnisse auf reelle Art und Weise erworben" habe. Aufgrund der "dokumentierten und teilweise nicht mehr reversiblen gesundheitlichen Schädigungen" von begutachteten Patienten sei zu erwägen, dem Zahnarzt die Berufsausübung einzuschränken.
und
Zahnarzt soll auch seine Helferinnen in der Ordination sexuell belästigt haben
Die Vorwürfe sexueller Belästigung werden unterdessen auch von einer anderen ehemaligen Mitarbeiterin erhoben. Dem Teenager schrieb der Doktor auf WhatsApp "Morgen könnt ihr euch nach der Arbeit im Internet richtiges neues sexy Arbeitsgewand aussuchen. Mit einem tiefen Schnitt, versteht sich." Die 17-Jährige sagte aus, dass ihr der Chef, der alle sexuellen Übergriffe bestreitet, auch Bilder von sich in Unterwäsche gezeigt haben soll.
und
Jahrelang: „Fake-Arzt“ aus Syrien soll ohne Ausbildung operiert haben
Die Polizei hat am Mittwochmittag einen Zahnmediziner im Bezirk Steyr-Land verhaftet: Ihm werden Pfusch an Patienten, gewerbsmäßiger Betrug sowie sexuelle Belästigung vorgeworfen. Brisant: Dem „Wochenblick“ wurde jetzt ein detaillierter interner „Zwischen-Bericht“ der Ermittler von Mitte Januar zugespielt! Demnach wurde bereits mindestens seit Herbst 2018 gegen den aus Syrien stammenden deutschen Staatsbürger und dessen Bruder ermittelt. Es steht sogar der Vorwurf der schweren Körperverletzung im Raum!
und
Fahid Z. (Name von der Redaktion geändert) wird laut dem bestätigten Dokument vorgeworfen, um mehr als 770 Prozent überhöhte Preise – im Vergleich zu anderen Zahnärzten in Oberösterreich – in Honorarnoten angegeben zu haben. Es könne „gegenüber Versicherungsanstalten und Patienten von einer Schadenssumme von mehr als 300.000 Euro ausgegangen werden“, heißt es in dem brisanten Behördendokument! Zudem soll der Bruder von Fahid Z. ohne dafür notwendige Nostrifikation – also Anerkennung des „Mediziner-Abschlusses“ – ausgeholfen haben!
und
Patientin auf Intensivstation



G. Gaffelfall
G. Gaffelfall

Meine Erfahrungen mit Implantaten sind so, dass ich allemal lieber - wie dereinst bayrische Bergbauern - auf den Felgen kauen würde als mir jemals wieder etwas im Mund implantieren zu lassen.



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