Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Endlich wieder zubeissen - Eine Erfolgsstory :-)

gerda260756
Mitglied seit 24. 10. 2008
399 Beiträge



Sabine
Sabine

Hallo Ihr Lieben,

ich habe es versprochen - und hier kommt sie:
Meine Geschichte über eine erfolgreich verlaufende Komplettsanierung.

Hier im Forum treffen wir uns immer wieder mit unseren Fragen, Sorgen und Ängsten. Umso wichtiger erscheint mir daher auch die Rückmeldung *wie gut* eine Implantation verlaufen kann.

Aber nicht nur "diesen, einen Eingriff" möchte ich beschreiben, sondern auch den Weg, den ich bis dahin gegangen bin.

Rückblick:

Vor rund 7 Jahren (ich war mal gerade 34 Jahre jung) brach bei mir eine akute Parodontitis aus. Obwohl bis dahin meine Zähne laut zahnärztlicher Kontrollen einwandfrei waren, verlor ich nun innerhalb kürzester Zeit fast alle Zähne des OK. Lediglich meine beiden Eckzähne "überlebten". Die Folge: Teleskopgetragene Vollprothese. Und: Schock meinerseits. Die große Frage, wie kann *das* sein?

Ich musste Leben lernen mit Gaumenplatte und Plastezähnen in meinem Mund. Nicht ganz einfach.

Abgesehen davon hatte ich jedoch erst einmal zahnmedizinisch Ruhe (Abgesehen natürlich von laufenden Behandlungen und Kontrollen beim ZA). Bis sich schließlich leider auch mein UK lautstark meldete. Da ich nun einsehen musste, dass mein HausZA weder bewandert in Parodontologie, geschweige denn Implantologie war, begab ich mich langsam aber sicher auf die Suche nach einem spezialisierten ZA.

Ich stieß u.a. auf:

1. Einen Parodontologen, der aber leider keine Ahnung von Implantaten hatte. Davon ab haben wir in der Praxis meine Parodontitis auch nicht in den Griff bekommen.....

2. Einen Implantologen, der hier und im Ausland eine Praxis hat. Mit ihm hätte ich - hinsichtlich der Sanierung - Geld sparen können. Jedoch schien er mir medizinisch wenig seriös.

Tja, meine Zähne im UK befanden es würde höchste Zeit. Mir lief wirklich die Zeit davon. Und endlich fand ich über eine Empfehlung zu "meinem" Implantologen!

Bis zu diesem Zeitpunkt waren 5 Jahre ins Land gegangen. Behandelt von verschiedensten Ärzten........

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Fortsetzung folgt!

(Muß ich jetzt sagen, weil es schon sooooooooo spät geworden ist)

Liebe Grüße

Sabine



Kathrin
Kathrin

Hallo Sabine,
Danke.
Ich warte gespannt auf die Fortsetzung.
Folge 1 liest sich gut.
So ähnlich-nicht ganz so extrem-läufts bei mir grad ab.
Hinke Dir aber hinterher, was das Endergebnis angeht.

Gruß
Kathrin



Sabine
Sabine

Liebe Kathrin,

..... folgt heute Abend!

Liebe Grüße

Sabine



Ute
Ute

Hallo Sabine,
deine Geschichte hört sich toll an. Nach dieser langen "Vorbereitungszeit" freut man sich gleich mit, dass alles so gut geklappt hat. Vorteil an dieser Behandlung ist natürlich, dass alles in einer OP gemacht wurde - sonst wären es für OK und UK je 6 Monate Einheilzeit. Mich interessiert noch, was dein neues Lebensgefühl gekostet hat?
Meine OP hat sich jetzt leider vom 1.11. auf den 13.11. verschoben - aber der 13. ist kein Freitag.
Liebe Grüße
Ute



dodo
Mitglied seit 13. 11. 2008
170 Beiträge

Hallo Sabine,
ein wirklich fantastischer Bericht, den ich sehr intereressiert gelesen habe, sehr sehr spannend. Er ist nicht nur toll geschrieben und informativ, sondern auch mutmachend - von einer mutigen Frau geschrieben!!! Toll!!!

12 Implantate sind natürlich noch viel mehr - das heißt genau das Doppelte - wie meine sechs - und außerdem sind Sie ja noch blutjung ... - ich dachte früher immer, ich bin ein Sonderfall, wenn man mit gerade mal 50+ keine Zähne im OK mehr hat - aber wie man in diesem Forum ja lesen kann, gibt es noch viel mehr solche Fälle.

Aber wie man sieht, man kann sehr viel schaffen - zugegeben ja mit der richtigen Hilfe.

Ähnliche Probleme im OK mit ständigen Zysten und Entzündungen und zum Schluss nur noch Wackelpeterzähnen hatte ich auch. Warum und woher das kam - bis heute nicht geklärt, komischerweise habe ich im UK gut sitzende Zähne. Vielleicht war ich ja auch jahrelang bei einem falschen Zahnarzt. Nicht nur ich ging 20 Jahr dahin und fühlte mich eigentlich nicht schlecht behandelt - auch mein Mann - er hat aber keine Probleme. Nun gut, zwischenzeitlich hat er aufgehört, Nachfolger gab es keinen - und wie sich heruasstellte, wurde ich in den letzten Jahren doch nicht optimal versorgt, z. B. hätte ich schon lange eine Knirscherschiene haben müssen, dann wären die Zähne im OK auch nicht so wackelig geworden - vielleicht oder vielleicht auch nicht?
Jetzt bin ich auch bei einem sehr guten Zahnarzt, mit dem ich auch viele Gespräche über meine Situation führen konnte. Es ist ein noch jüngerer ZA mit einer kleinen guten Praxis. Er ist aber kein spezieller Implantologe. Das heißt, er ist sogar hier im Netz aufgeführt, aber er sagte mir, dass er auch mal ein Implantatat setzt, ein einzelnes, aber so eine große Sanierung wie bei mir - das macht er nicht - da muss er mich an andere Fachärzte überweisen. Ich war zuerst bei einem Implantologen, da war ich nicht begeistert, und dann nahm ich die Empfehlung meines ZA an und ging zu dieser zahnchirurgischen Praxis, wo ich ja jetzt behandelt werde. Zahnchirurg und mein ZA arbeiten gut zusammen, informieren sich gegenseitig - das gefällt mir. Dennoch ist diese zahnchirurgische Praxis - wie ich an anderer Stelle geschrieben habe - natürlich ein "Massenbetrieb" und etwas mehr Zeit und etwas mehr individuelle Behandlung wäre mir schon lieber. Vertrauen habe ich aber dennoch und fachlich fühle ich mich auch gut aufgehoben. Heute Abend werde ich meinen Behandler aber festhalten, er muss mir einige Fragen beantwortne, auch zu meiner Schwellung, die ich nun am 3. Tag nach der Implantation so stark habe.

Das Ende Ihres Berichts ist ein Super-Happy-End - ich freue mich schon, wenn es bei mir auch so weit ist. Insbesondere gefällt mir, dass Sie nicht nur Zähne im Mund, sondern ein neues Lebensgefühl haben, kann ich sehr gut nachvollziehen.

Ich wünsche weiterhin



Hallo Amargard
Hallo Amargard

Hallo Amargard,

ist ja nett dass Du beim Lesen solcher Berichte an mich denkst , ich habe ihn gelesen !! Ich finde die Sabine hat enorm viel Mut und Ausdauer bewiesen- mir ist beim Lesen ganz anders geworden, wenn mir das alles passiert wäre... aber nun hat sie es ja geschafft. Das Lesen hat mir aber leider nicht den ulimativen Kick verschafft - im Gegenteil- wie gesagt, wenn mir das alles passiert wäre- ich weiß nicht .
trotzdem freue ich mich dass Du an mich gedacht hast.
Liebe Grüße
Eva



Kathrin
Kathrin

Hallo Sabine,

DANKE
super Berichterstattung. Und mit viel Humor.
Das baut auf.
Darf ich dich fragen in welchem Bundesland du beheimatet bist?
Ich bin noch auf der Suche. Wie Du zuvor.
Am Ziel bin ich noch lange nicht.
Es ist noch nicht brisant genug:-)) da kann ich mich noch ein wenig rumdrücken.

Freue mich mit Dir.
Ein neues Lebensgefühl ...toll.



Sabine
Sabine

Hallo Ihr Lieben,

wowwwwww, sooo viele tolle Rückmeldungen auf meine "kleine" Geschichte. Ihr habt mich mit euren Worten regelrecht umarmt und das tut verdammt gut nach dieser ganzen Zeit! Danke!

Ehrlich gesagt hat es auch gut getan einmal am Stück meinen Werdegang zur Implantatträgerin aufzuschreiben. Es ist ein so verdammt gutes Gefühl zu wissen: Es ist geschafft, vorbei! Und aller-spätestens jetzt können ein paar andere hier mitlesen: Es geht auch *vorbei* und die Anstrengung lohnt sich.

In diesem Sinne werde ich (trotz der Tatsache dass ich, oder sollte ich besser sagen: gerade *weil* ich wieder zubeißen kann ;-) dem Forum erhalten bleiben. Es bleibt einfach Thema; Denn viel zu wichtig ist es, *den* Leuten Frage und Antwort zu stehen, die noch immer verunsichert sind von den vielen Fragen, die sich vor einem Eingriff auftun. Hiermit *winke, winke* an Gerda, die sehr viel wichtiges zu erzählen hat. Ich finde es super-toll wie taff diese Frau ist, und das sie sogar eine eigene Seite zu "ihrem" Thema aufbaut um andere Patienten nicht in ein ähnliches Desaster laufen zu lassen. Top!

@Eva sei gesagt: Leute die behaupten eine Komplettsanierung sei ein Kindergeburtstag, lügen. Aber das sagt ja auch niemand

Sich auf einen derartigen Eingriff einzulassen ist eine simple Entscheidung zwischen zwei Alternativen:

1. Auf lange Sicht (ganzkörperlich) gesundheitliche Schäden in Kauf zu nehmen aufgrund einer zerstörten Mundflora oder

2. Sich selbst die Möglichkeit einer Heilung zu schenken.

Diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen. Dann jedoch aber auch diese Entscheidung mit allen ihren Konsequezen akzeptieren.

*Angst* liebe Eva, ist gar kein sooooo großes Feld. Im Verhältnis zu allem anderem in unserem Leben ist ist Angst in Wirklichkeit sogar ein kleiner Acker - der eben hin und wieder mal "beackert" werden muß. Ich zumindest kenne keinen erwachsen Menschen, der wirklich völlig angstfrei durch sein Leben geht.

So long: Immer an der Angst entlang! Ein weiser therapeutischer Spruch, ich glaube der 80er Jahre ;-)

Also Ihr Lieben, ich danke euch noch mal und ja: schreibt ruhig noch mehr hier ;-)

Gutes Nächtle

Sabine

(geht heute wieder zusammen mit ihren Zähnen ins Bett)



dodo
Mitglied seit 13. 11. 2008
170 Beiträge

Nochmals hallo Sabine,
besonders schön finde ich, dass Du diesem Forum erhalten bleiben willst. Gerade solche positiven Berichte sind wichtig. Ja, man muss schon dabei sein, auch oder gerade als Patient, bei so einem Behandlung. Ja, es kann auch was schief gehen. Aber wenn man sich endlich durchgerungen hat, muss man auch dazu stehen, genauso wie Du es geschrieben hast, so sehe ich das auch.

Ich bin auch immer von einem zum nächsten Schritt gegangen, so mache ich es weiter. Wenn nun die Schwellung abklingt und die Prothese sitzt, dann gehts weiter. Dann erst befasse ich mich mit Freilegung und der Endlösung (endg. Versorgung). Da das aber noch ein paar Monate Zeit hat, geht es erst mit dieser Baustelle weiter - ein Schritt nach dem anderen, dann klappts auch.

In diesem Sinne, freue ich mich weiterhin von dir zu hören -

viele Grüße
an dodo

(die noch getrennt von ihren Zähnen schläft)