Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Bio-Oss nicht richtig verknöchert

Anni P.
Mitglied seit 22. 12. 2019
1 Beiträge

In 2017 sind bei mir 9 Implantate gesetzt worden. Ich hatte aufgrund einer Essstörung in der frühen Jugend lauter Wurzeltote Zähne mit Füllungen aus den 80igern im Mund und immer mehr Probleme auch Rückenblokaden etc.Also irgendwann entschieden, dass die Zähne rauskommen...Rückenschmerzen habe ich auch nicht mehr....
Die Implante sind zum Teil mit Sinuslift im OK gesetzt worden und 2 im Unterkiefer...alles ok.
Nach realtiv kurzer Zeit fing es an den Bereich des Sinuslift an leicht zu klopfen...irgendwann kam Brennen dazu, Nebenhöhlenentzündungen, Ohrgeräusche,
HNO, Zahnarzt , Kieferchirurg immer im Kreis.....und im Verweise auf meine Psyche...Danke ...hatte in der Jugend eine Eßstörung aber das bedeutet nicht, dass ich grundsätzlich psychosomatische Schmerzen habe.
Nur zu sehen war nirgends etwas...ich bin irgendwann mit der Empfehlung für Schmerztheraphie entlassen worden.....habe das über meinen Hausarzt mit Dauermedikation gemacht...erfolglos, Zahnarztwechsel wieder CMD Schiene, dann habe ich gedrängt,das irgendeine Ursache gesucht...2 Zähne im OK sind wurzelgefüllt worden und haben sich nicht beruhigt , WSR und sind letzlich gezogen worden...jetzt denke ich, dass die Kiefernhöhle so gereizt ist, dass sich deshalb nichts beruhigen konnte. Nasenduschen und Cortisonspray sind ständige Begleiter.Mein Gesicht ist an den Knochen geschwollen....unter Antibiose wird es kurzzeitig besser.
Wechsel des Kieferchirurgen ...nun ist mehr durch Zufall , weil sich über dem einen gezogegenen Zahn eine Art Kuhle " Reccesus" in der Nebenhöhle gebildet hat oder durch den Knochenaufbau entstanden ist und der Kiefernchirug diese beseitigen wollte herausgekommen, dass am Implantat dahinter das Bio OSS lose um das Implatat liegt.
In der Kuhle hat sich immer Eiter gesammelt, aber der wird wahrscheinlich weitrhin entstehen....
Die Implanate sind noch nicht lose aber Schmerzen habe ich beiden Bereichen des Sinusliftes und vielleicht erklärt das auch den Horror der letzten Jahre
Das bedeutet , dass die Implate in diesen Bereichen raus müssen? Oder kann man das lose Bio- Oss entfernen...ich dachte, dass syntetisches Material, wenn es infiziert ist auf jeden Fall raus muss aber das sitzt ja im Knochen...wie geht das? Geht das überhaupt? Implantatverlust im Backenzahnbereich ist nicht mein Problem...nach der Geschichte würde ich ohnehin keine neue Implantate setzen lassen.....Gesundheit wäre super.



SabineM
Mitglied seit 06. 01. 2016
26 Beiträge

Hallo Anni würde mich gerne mit dir austauschen mail4me3@gmx.de



Walburga
Mitglied seit 15. 11. 2018
15 Beiträge

Der Beitrag wurde leider zweimal erstellt! Ließ sich leider nicht komplett löschen, deshalb diese "3. Antwort". Sorry!



Walburga
Mitglied seit 15. 11. 2018
15 Beiträge

Hallo Anni,

dein Leidensweg kommt mir bekannt vor:

„HNO, Zahnarzt, Kieferchirurg immer im Kreis… zu sehen war nirgends etwas ... irgendwann mit der Empfehlung für Schmerztherapie entlassen …. unter Antibiose wird es kurzzeitig besser. … das Bio OSS lose um das Implantat … Implantate sind noch nicht lose aber Schmerzen habe ich beiden Bereichen des Sinusliftes …“

Lese doch bitte einmal meinen Beitrag in diesem Forum:
https://www.implantate.com/forum/diskussionsforum-zahnimplantate-und-zahnersatz/schwerste-schaeden-durch-fehlbehandlung-mit-knochenersatzmaterial-mit-einer-wurzelspitzenresektion-fing-alles-an-43202/view.html?tx_typo3forum_pi1%5Baction%5D=show

Ich rate dir dringend, dich an die Kieferklinik einer Uni zu wenden. Sichere dir alle Unterlagen von Zahnarzt und Kieferchirurg, kopiere sie auch für dich selbst und bringe sie in die Klinik mit, vielleicht zusammen mit meinem Beitrag … Ein Knochenszintigramm kann vielleicht Klarheit schaffen. Panoramaschichtaufnahmen (OPGs) und ein CT waren bei mir nicht hilfreich. Der Periotest (Festigkeit der Implantate) sagt nach meiner Erfahrung nicht viel aus, wenn der Schaden in der Tiefe des Kieferknochens liegt und das Implantat (noch) vom Eigenknochen gehalten wird. Offensichtlich wird der Periotest gern als Beweis genommen, dass alles in Ordnung sei und kein Handlungsbedarf bestehe. Das kann sich als fataler Fehler erweisen. Die Ärzte müssten das eigentlich wissen. Lasse dich ohne gründlichste (!) Diagnostik nicht in die Schmerztherapie schicken.

Kontrolliere, unter welchen Bedingungen das Knochenersatzmaterial eingebracht wurde. Skandalöserweise werden die Gebrauchsanweisungen für KEM offensichtlich nicht immer beachtet und manche Ärzte scheinen sich in der Bakteriologie nicht auszukennen – ich selbst musste es erleben und ich kenne eine ganze Reihe solcher Fälle. Sprich das Thema „verseuchtes Knochenersatzmaterial“ ausdrücklich an. Da hilft meiner Meinung nach in der Regel kein Antibiotikum. Möglicherweise hilft bei dir (wie auch in meinem Fall) nur die Entfernung des Schadens / Knochenersatzmaterials – das muss natürlich der Arzt entscheiden. Vergleiche hierzu Dr. Zahedi:

https://www.implantate.com/forum/diskussionsforum-zahnimplantate-und-zahnersatz/diagnose-fistelndes-sequester-nach-zahnextraktionen-41936/view.html?tx_typo3forum_pi1%5Baction%5D=show

In diesem Zusammenhang: ich hoffe, dass bei dir eine Keimprobe entnommen und das Antibiotikum nach dem Antibiogramm verordnet wurde.
Lasse keine Zeit verstreichen, mit einer schweren Ostitis oder Osteomyelitis ist nicht zu spaßen! Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass die Diagnostik und Therapie der Osteomyelitis oder der Ostitis in Deutschland noch nicht überall angekommen ist. Je länger du wartest, desto schlimmer kann es werden.

Teile dein Leiden unbedingt auch dem Knochenersatzhersteller mit. Die längst fällige Meldepflicht für die Einbringung von Kiefer-Implantaten (einschließlich KEM) und Schäden lässt ja unverständlicherweise evtl. noch lange auf sich warten.

Alles Gute
Walburga



Christian2020
Mitglied seit 31. 01. 2020
28 Beiträge

Hallo Walburga,

Du hast ja offensichtlich einiges an Erfahrung sammeln dürfen. So etwas ist immer wertvoll.

In einem Punkt stimme ich nicht mit Dir überein. Sich an eine Kiefer Klinik einer Uni zu wenden kann, aber muss kein guter Tip sein. Ich habe leider genau damit schlechte Erfahrungen sammeln müssen.

Es ist wirklich nicht so einfach den für sich passenden Behandler zu finden.

LG Christian



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