Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Beiträge - "Frank"

Dr. Claudio Cacaci
Mitglied seit 16. 12. 2001
93 Beiträge

Sehr geehrter Herr "Frank",

bitte teilen Sie uns doch öffentlich mit, auf Grund welcher Sachkompetenz Sie hier Ratschläge erteilen!
Solange Sie hier anonym bleiben kann ich Sie nicht ernst nehmen und ich hoffe alle anderen die hier mitlesen auch nicht. Eine Information sollte nur auf fachlich fundierter Basis und jahrelanger Erfahrung erfolgen. Diese scheint bei Ihnen zu fehlen!
Ich bitte die Betreiber diese Beiträge nicht länger zu veröffentlichen solange "Frank" sich nicht zu seiner Person geäußert hat.

Vielen Dank

Dr. Claudio Cacaci
Zahnarzt Oralchirurgie &
Implantologie



Dr. Dr. Ruediger Osswald
Dr. Dr. Ruediger Osswald

Wenn hier jemand in Ihren Augen dusselige Ratschläge gibt, Herr Cacaci, dann sollten Sie diese fachlich als dusselig entlarven, anstatt den Versuch zu unternehmen, ziemlich schlichte Zensur auszuüben.

Insbesondere dann, wenn nicht einmal ein Nachname oder Titel angegeben wird, so dass ein werbender Hintergedanke ausgesprochen angenehm auszuschließen ist.

Das ist hier übrigens (immer noch) das Internet (in dem Vornamen usus sind), und auch wenn man relativ spät aus welchen Gründen auch immer dazu stößt, wird man es den eigenen Interessen und dem eigenen Dünkel anzupassen nicht in der Lage sein. An diesem Versuch ist schon so manches Forum gescheitert und dann sang und klanglos verschieden.....smile..

Ich denke mal, Frank ist Zahntechniker und schildert die impalantologischen Bemühungen (bzw. ihre häufig genug von den marketingmäßigen Versprechungen ziemlich abweichenden Ergebnisse) aus zahntechnischer Sicht.

Meiner Meinung nach idealisiert er zwar ein bißchen zu sehr die metallfreien Restaurationen, weil es sich mit deren Marketing im Vergleich zu den Ergebnissen der Bemühungen in keinem Fall anders verhält als mit denen der implantierenden Zahnärzte (hier ist zahnärztliche Aufklärung und Kritik durchaus angezeigt), nichtsdestotrotz empfinde ich persönlich seine Einlassungen keineswegs als dusselig, sondern eher konstruktiv und denke, dass er die (uns allen aus persönlicher Erfahrung bekannten) Grenzen der Implantologie besser einschätzt als so mancher implantologisch tätige Zahnarzt.

Wenn Frank kein Zahntechniker ist (Zahnarzt hat er, meine ich gelesen zu haben, selbst ausgeschlossen), dann ist er Patient und erstaunlich gut informiert. Und Sie werden doch den Patienten hier nicht das Schreiben verbieten wollen? Das ist (immer noch) das Internet......

Wer eine wirklich langfristig haltbare Versorgung möchte, die nicht überzogenen Forderungen durchaus standhält und nicht gerne zum Zahnarzt geht, ist mit metallkeramischen Restaurationen (insbesondere bei Brücken) sicher besser bedient und/oder "lieber eine Krone von einem metallkeramischen Könner als von einem metallfreien Möchte-Gern-Künstler" (die Chancen einen von beiden zu treffen sehe ich bei den Zahntechnikern deutlich zu Gunsten der metallhaltigen verschoben).

Es ist ja nun auch wirklich nicht so, dass Implantate in jedem Fall das Mittel der Wahl sind, ein Eindruck, den man ja hier durchaus manchmal gewinnen kann.

Eine Brücke ist eine Brücke ist eine Brücke..... (vom Aufwand, der Schwere des Eingriffs und dem zeitlichen und finanziellen Rahmen einmal ganz abgesehen) und die von Implantologen gerne vorgetragene Behauptung, die Versorgung eines Patienten mit einer Brücke sei in der heutigen Zeit ein Kunstfehler, ist mit Sicherheit selbst ein solcher.

Und dann sind da ja noch die zahllosen Fälle, die wollen wir doch auch nicht vergessen, in denen der wirkliche Arzt und Könner sowohl das Implantat und/oder die Brücke vermeidet, weil er in der Lage ist, auch problematische Zähne zu erhalten.

In diesem Sinne ist ein Implantat immer eine ultima ratio-Behandlung und wird es bis in alle Ewigkeit auch bleiben.

Wenn Sie es denn schon unbedingt so genau nehmen wollen, dann sollten Sie in meinen Augen auch mit gutem Beispiel vorangehen:

Eine Berufsbezeichnung: Zahnarzt Oralchirurgie & Implantologie gibt es (soweit ich informiert bin) in Deutschland nicht. Auch wenn es (marketingmäßig) in den Ohren des Laien ganz hübsch klingen mag.

Mit kollegialen Grüßen

Rüdiger

PS.
Dr. med. Dr. med.dent. Rüdiger Osswald
Arzt und Zahnaarzt



Dr.Metelski
Mitglied seit 27. 02. 2002
969 Beiträge

Sehr geehrter Herr Kollege Osswald,
ich stimme Ihrem Beitrag voll zu,möchte aber
noch einige Ergänzungen machen. Wenn Sie
schon einige Zeit implantologisch tätig sind, werden Sie sich bestimmt noch an die Anfänge
der Implantologie erinnern.Wir waren damals froh, wenn die Implantate einigermaßen auch
für die nachfolgende Prothetik gesetzt werden
konnten und fest waren. Zum Glück sind wir heute in der Lage auch bei ungünstigen anato-
mischen Verhältnissen zu implantieren, da wir
Knochenersatzmaterialien bzw. Eigenknochen
zur Verfügung haben. Doch muß es in jedem Fall sein? Ich beobachte es schon seit einigen
Jahren mit Sorge, dass die Industrie uns
einiges verspricht, was später wie eine Seifen-
blase platzt. Haben Sie schon einmal auf irgend
einem nationalen bzw. internationalen Kongreß
oder in Fachzeitschriften etwas von Mißerfolgen
gehört? Ich kaum- es werden immer wieder die
schönsten Bilder an die Projektionswände ge-
worfen. Fragt man dann später z. B. nach einem
Jahr den Referenten, was aus diesem oder jenem Fall geworden ist, hört man bei einem Gespräch unter vier Augen ganz andere Dinge. Dabei haben wir doch alle "unsere Leichen" im Keller liegen. Ich meine wir sollten nicht alles, was eventuell mal gelingt als Standart festset-
zen. Wenn ich schon die Begriffe wie rote und
weiße Ästhetik höre. Mir ist ein Implantat mit
Krone im Frontzahnbereich, welches 20 Jahre
in situ ist, bei dem man aber, wenn die Lippen
mit einem Mundspiegel angehoben werden einen kleinen Metallrand sieht, lieber, als ein Implantat mit Krone in vollendeter Ästhetik, welches nach 4-5 Jahren entfernt werden muß.
In diesem Sinn-quälen wir uns weiter.
Herzliche Grüße- Dr. G. Metelski
liegen.



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4035 Beiträge

Sehr geehrte Kollegen,
wenn auch alle Meinungen sicherlich gut nachvollziehbar sind, gehören diese Art von fachlichen Diskussionen nicht ins Patienten- sondern ins Fachforum!!!
Vielen Dank
B. Zahedi



Dr. Claudio Cacaci
Mitglied seit 16. 12. 2001
93 Beiträge

Lieber Herr Kollege,

mit nichten habe ich jemals das Wort "dusselig" verwendet. So etwas würde ich mir nicht erlauben. Ihre Spekulationen über FRANK amüsieren mich, denn das ist genau das was in einem solchen Forum vom ratsuchenden Patienten nicht gebraucht wird. Wir wollen eben nicht spekulieren, sondern eine kleine Hilfestellung bzw. Beratung geben.
Ihr Einstellung zu diesem Internet-Forum kann ich überhaupt nicht teilen. Es geht hier um Rat suchende Patienten, die doch erwarten dürfen, dass entsprechende, eben nicht anonymisierte Antworten gepostet werden, denn sonst setze ich hier meine OP-Schwester hin um zukünftig Fragen zu beantworten. Dann können viele noch froh sein, denn was würde herauskommen, wenn ich den Briefträger hier hinsetze?
Hier wird keinerlei Zensur ausgeübt, aber man kann ein solches Forum nicht mit einem sonstigen Internetmarktpaltz vergleichen, wie man ihn sonst kennt. Gefragt ist fachlich-sachliche Information und die darf aus meiner Sicht eben nicht anonym erfolgen, weil eben im medizinischen Bereich genauso wie im rechtlichen Bereich dies sinnvollerweise nicht erlaubt ist. Deshalb bin ich durchaus für eine anonyme Anfrage von Seiten des Patienten, aber entschieden gegen eine anonyme fachliche Äußerung! Eine Beteiligung von Patienten an diesem Forum begrüße ich, vorallem wenn es um Erfahrungsberichte geht. Denn um unsere Patienten geht es hier und um nichts anderes. Aber Erfahrungsberichte haben nichts mit fachlicher Beratung zu tun. Wenn sie mir Werbung unterstellen wollen, war das mein letzter Beitrag!
Auf den Rest ihrer Äußerungen möchte ich nicht näher eingehen, vieles ist wahr, manches sehe ich anders, aber das darf unter Kollegen ja erlaubt sein, schließlich erweist sich gerade in der Medizin vieles als Modeerscheinung und davon ist die Implantologie leider nicht ausgenommen.

Viele Grüße

Dr. Claudio Cacaci
Zahnarzt für Oralchirurgie
Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie (BDIZ)
Zertifizierter Fortbildungsreferent für alle implantologischen/chirurgischen Gesellschaften

so ist es korrekt und das hat nichts mit Werbung zu tun!!



Dr. Dr. Ruediger Osswald
Dr. Dr. Ruediger Osswald

Genau so ist es, Herr Kollege Metelsky.

Darüber hinaus sollten wir nicht vergessen, dass wir hier Patienten in ganz Deutschland beraten, und nicht nur solche, für die es selbstverständlich und mühelos möglich ist, diejenigen aufzusuchen, von denen man (zu Recht oder zu Unrecht) den Eindruck gewinnt, dass sie selbst in allen Bereichen weltspitze sind und über zahntechnische Labore verfügen (oder selber Inhaber eines solchen sind), die ihnen selbst in nichts nachstehen, angefangen bei der Diagnose über die richtige Indikationsstellung bis hin zur technischen Ausführung und zur ästhetischen Perfektion, wobei es in meinen Augen ganz besonders auf die Indikationsstellung ankommt. Wenn die (medizinische) Indikation nicht stimmt, dann gerät alles ins Schwimmen.

Zahnärzte sind ja allgemein nicht dafür bekannt, übermäßig unter mangeldem Selbstbewußsein zu leiden und in diesem Sinne ist kaum zu erwarten, dass sich jemand in einem öffentlichen Forum als zum Durchschnitt gehörend oder darunter outet, mit all den Erfolgen und Misserfolgen, die das für den Behandelten und den Behandelnden so im Laufe eines Zahnarztlebens mit sich bringt.

Diejenigen, die wir hier beraten, werden sich bei ihrer Therapie jedoch mit dem Durchschnitt der Implantologie in Deutschland konfrontiert sehen. Also sollten wir auch in dem Sinne beraten, was der Durchschnitt zu leisten im Stande ist.

Was die Einwände von Herrn Zahedi betrifft, so bin ich vollständig anderer Meinung. Patienten verkehren hier um zu lernen und zu erfahren. Und gerade durch einen solchen offenen kollegialen Dialog, in dem unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen, werden sie allemal mehr über Sinn und Unsinn der Implantologie lernen und erfahren als in den Hochglanzprospekten der Hurrah-Implantologen.

Und in diesem Sinne ist mir auch jede differenzierte Meinungsäußerung willkommen, wie auch immer sie gezeichnet sein mag. Wenn ich sie für falsch halte, oder sie mich aus einem anderen Grund stört, dann werde ich sie eben in adäquater Form kritisieren. Zensur ist da nicht nur völlig überflüssig, sondern für ein über jeden Verdacht erhabenes Forum vielmehr ausgesprochen schädlich.

Nicht zuletzt ist das immer noch das Internet. Und zum Gllück ist da ja die Teilnahme freiwillig.

Herzliche Grüße

Osswald



Dr. Jörg Brachwitz
Dr. Jörg Brachwitz

Liebe Kollegen,

sehr unterhaltsam. Aber warum diskutieren wir nicht drüben (im Fachforum) weiter, denn hier redet schon seit 5 Beiträgen kein Patient mehr mit. Da sind wir im Fachforum genau richtig. Also, bis später - drüben!

Freundliche Grüße
Jörg Brachwitz



Dr. Dr. Ruediger Osswald
Dr. Dr. Ruediger Osswald

Die lesen aber ganz fasziniert, Herr Brachwitz, freuen sich und mischen sich erst ein, wenn Zensur ausgeübt wird....smile...

Grüße

Osswald



Verena
Verena

Ja das stimmt.
Ich würde mich trotzdem freuen wenn wieder
von Patienten fragen kommen und Sie wie
gewohnt sachlich antworten.
Da ich noch vor der Entscheidung stehe ob
Implantat oder nicht, bin ich doch neugierig.
Gern können Sie auch weiter diskutieren.
Ist schon nett.

Gruß Verena



Janine
Janine

Halo,
ich habe das jetzt erst gelesen alles. Bei mir gehts auch nicht um Implantate oder nicht, sondern um andere Sachen.
Ich möchte zu allem nur sagen:
Liebe Herren Zahnärzte,
es kann doch nicht sein das sich hier ( und auch in andren Foren über Zahnmedizin) die Ärzte in die Haare bekommen ?

Ich als Patientin muss eins sagen:
Wenn ich Zensur will suche ich ein mir gut bekanntes Forum über Oralophobie auf indem es von Zensur nur so wimmelt.
Ich als Patient mache mir da dann so meine eigene Gedanken.
Zensur ? NEIN !
Wir sind erwachsene Menschen und wissen schliesslich wie wir mit manchen umgehen können/müssen/sollten.

Liebe Grüße
Janine