Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Beckenkammimplantation im OK

Nanny
Nanny
Mitglied seit 30. 03. 2011
83 Beiträge

Hallo Dr. Zwanzig, Dr. Zahedi und Dr. Fechtig,
vielen Dank für die bisherigen Anworten, dass hat mir schon sehr bei meiner Entscheidung weitergeholfen.
Mein jetziges großes Problem ist nicht die bevorherstende OP, sondern die Angst davor, wie es hinterhe mit der Prothekik aussieht. Ich habe hier schon viel gelesen. Im KH sagt der eine Arzt dass man gleich hinterher eine Prothese, die weich unterfütter wird, tragen kann, der nächste sagt mir jetzt nach nochmaligen Nachfragen, zuerst ca. 4 Wochen garnichts.Auf der anderen Seite wird immer damit geworben, dass bei solchen OP´s keiner ohne Zähne rumlaufen muss. Es muss doch auch da eine Lösung geben. Können Sie mir bitte da weiterhelfen, damit ich hoffentlich wieder ruhig schlafen kann?

Wer kann mir von den Forenmitgliedern hierzu seine Erfahrungen mitteilen??
Danke
Nanny



Dr. Dr. B. Zahedi
Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
3944 Beiträge

hallo,
je nach aufbaustabilität und weichteildeckung des transplantats sollten sie nach einer beckenkamm-transplantation durchaus mit einem zunächst unbelastbaren kieferkamm rechnen, dann kann keine prothese getragen werden. das muss aber der operateur entscheiden.
gruß
b. zahedi



Nanny
Nanny
Mitglied seit 30. 03. 2011
83 Beiträge

Hallo Dr. Zahedi,
vielen Dank für Ihre Antwort. Das ist jetzt genau die Antwort, die ich befürchtet habe. Könnten Sie mir bitte auch erklären, warum es beim Knochenaufbau so unterschiedliche Versorgungsmöglichkeiten gleich nach der OP gibt?
Warum kann bei jeder anderen Lösung, z.B. künstlicher Knochen, Ersatzmaterial, BIOS, Knochenspäne aus einer anderen Stelle am Kiefer etc., sofort wieder eine Prothese getragen werden und bei einer Beckenkamm-OP nicht?
Wer hat hier schon solch eine OP hinter sich und kann mir seine Erfahrungen mitteilen, bin für jede Anwort dankbar, da inzwischen wieder mal sehr verunsichert.
Gruß Nanny



Dr. Dr. B. Zahedi
Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
3944 Beiträge

entscheidend ist die belastbarkeit des knochenlagers. wenn dieses nur oder wesentlich aus aufbaumaterial besteht, verhindert bewegung bzw. die belastung mit einer prothese die knöcherne durchbauung. bei einem anteiligen (kleinen) aufbau mit genügend belastbarem restkieferkamm ist dies nicht so ein problem.
gruß



fleur
fleur

hallo nanny,
ich verstehe deine sorge, dass du nach der transplantation nicht ohne prothese sein willst. mein chirug meinte, dass ich nicht ohne prothese sein werde und nach der OP die gleiche prothese hätte wie die jetzige. wie gesagt, bei mir wäre das stück aus dem beckenkamm fingergross, und ich habe noch 3 zähne im OK. keine ahnung wie das geht- aber es ist anscheinend machbar.
lg



Nanny
Nanny
Mitglied seit 30. 03. 2011
83 Beiträge

Hallo fleur, danke für die Antwort, es tut gut, endlich zu lesen, dass man nicht alleine mit seinem Problem ist. Ich würde mich freuen, wenn Du mir schreibst, wie Du dich entschieden hast und wie es mit Dir weitergeht. Ich würde mich auch freuen, wenn mir Forenmitglieder ihre Erfahrungen schreiben würden, die dies alles hinter sich haben.
LG Nanny

Anhänge ( 1 )


fleur
fleur

hallo nanny, ich habe auch gehofft, dass hier patienten über ihre erfolgreiche OP berichten. leider noch nicht.
mein problem ist ein falscher biss/kiefergelenk, verursacht durch prothetik. solange ich nicht eine gutsitzende teilprothese mit richtigem biss habe, ist mir diese OP zu riskant. nächste woche hole ich mir eine weitere meinung. meine mail fleuri33@yahoo.de.
lg



MIA68
MIA68

Guten Abend

ich hatte letztes eine Beckenkammaugmentation, als ich wach wurde hatte ich bereits die prothese im mund,ich trug davor schon diese, und sie wurde abgeändert während ich noch in narkose war, nach ca 10 tagen wurde sie nochmal unterfüttert, rückblickend bin ich relativ! gut damit gefahren muss aber auch sagen , in meinem klinikum ist eine assistenzschwester , die einfach nur extrem super war, irgendwie schien es ihre berufung zu sein, sie hat teilweise die prothese so aufgebessert , das ich kaum noch oberlippenfältchen hatte.hoffe konnte sie etwas beruhigen.herzliche grüsse mia



Nanny
Nanny
Mitglied seit 30. 03. 2011
83 Beiträge

Hallo Mia,
vielen Dank für Ihre antwort, das hat mich jetzt wirklich etwas beruhigt und ist so, wie es mir der 1. Arzt in der Klinik auch gesagt hat. Der nächste sagte dann bei meinem 2. Besuch allerdings: erstmal ca. 3-4 Wochen ohne und das hat mich total fertig gemacht.Wäre es Ihnen recht, wenn Sie mir per mail oder telefon näheres über Ihre Op berichten würden,da man hier ja keine namen nennen darf. Mich würde sehr interessieren in welcher klinik sie waren und wie es Ihnen ab OP bis heute nach der OP ergangen ist und wie es dann weitergeht.Ich würde mich sehr freuen, da ich dringend mit jemanden reden muss, der die OP schon überstanden hat und noch lebt.(kleiner scherz)kommt aber meinen ängsten sehr nahe.
viele Grüße Nanny



lenavandijk
lenavandijk
Mitglied seit 05. 04. 2011
155 Beiträge

Ich würde mich aber auch über ein bisschen Erfahrungsbericht hier im Forum freuen!

Auch ich habe im OK nur noch drei (abgeschliffene) Zähne. Trage momentan eine Klammerprothese als Kurzeitprovisorium (mit der ich leider schlecht klar komme, weil ich den Fremdkörper am Gaumen überhaupt nicht vertrage). In den nächsten Tagen bekomme ich hoffentlich mein (sehr viel aufwändigeres) Langszeitprovisorium (Teleskop-Prothese).

Ich bin Patientin in einer kleinen, privaten Fachklinik. Knochenaufbau und Implantate sind dort wohl Alltag. Mir wurde gesagt, dass ich die ganze Zeit mein Langzeitprovisorium tragen würde, auch nach dem Knochenaufbau inkl. Beckenkammentnahme. Mein Arzt sagte, wichtig sei, dass das Provisorium 1000%ig fest sitzt, ohne jedoch Druck zu verursachen.
Ein Provisorium, dass Druck auf den Kiefer ausübt oder gar wackelt führt (meine Formulierung, nicht die des Arztes) zu wackelnden Implantaten - was ja in niemandes Interesse liegen kann.

Ich habe Mittwoch noch mal einen Gesprächstermin bezügl. des Knochenaufbaus. ich werde noch einmal nachfragen, ob/wann ein Provisorium nach Knochenaufbau ggf. in keinem Fall möglich ist.

Wobei ich ganz doll hoffe und auch darum bitte, dass sich die Ärzte hier deshalb jetzt nicht...hm... auf den Schlips getreten fühlen! Vier Wochen ohne Zähne - das muss Frau erstmal verkraften!!!
(ich komm psychisch ja so schon nicht mit der Situation klar!)

Nanny, gibt es bei Dir etwas Neues?

LG Lena