Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Beckenkammimplantation im OK

Dr. Frank Maier
Dr. Frank Maier

Guten Abend,

gleich nach Zahnentfernung beginnt der Knochenumbau, d.h. sowohl Knochenabbau wie auch Knochenaufbau finden statt. Die Zahnfächer verknöchern, gleichzeitig wird der Knochenfortsatz von außen abgebaut. Unser Körper arbeitet sehr ökonomisch: der Alveolarfortsatz hat die Aufgabe die Zähne zu halten, werden Zähne entfernt hat der Knochen keine Aufgabe mehr und wird abgebaut. Bis zu 6 Monaten nach Zahnentfernung kann ein Knochenaufbau beobachtet werden, danach überwiegt der Knochenabbau. In vielen Fällen ist eine Sofortimplantation sinnvoll um den Knochen zu halten. In einigen Fällen macht es Sinn abzuwarten, aber meist nicht länger als 6 Monate.

Es gibt viele unterschiedliche Fehlstellungen Zähne oder Kiefer betreffend. Eine Behandlung ist schon während der Entwicklung, also im Kindesalter sinnvoll. Bei Erwachsenen sollte wiederum Nutzen und Aufwand abgewogen werden. In Ihrem Fall schein eine prothetische Umstellung sinnvoll zu sein. Diese wird mit dem neuen Zahnersatz durchgeführt.

Das Bild habe ich an meinen letzten Beitrag angehängt. Eventuell unterbindet ein Sicherheitsprogramm auf Ihrem Computer die Darstellung. Versuchen Sie es unter: http://www.zahngesundheit-im-loretto.de/behandlungsspektrum/computergestuetzte-implantatplanung.html

Eine allgemeine Information zu Implantaten finden Sie auch unter:
http://www.zahngesundheit-im-loretto.de/fileadmin/user_upload/ebook/e_book.html

Viele Grüße,

Frank Maier



Dr. Frank Maier
Mitglied seit 29. 06. 2010
30 Beiträge

Guten Abend,

gleich nach Zahnentfernung beginnt der Knochenumbau, d.h. sowohl Knochenabbau wie auch Knochenaufbau finden statt. Die Zahnfächer verknöchern, gleichzeitig wird der Knochenfortsatz von außen abgebaut. Unser Körper arbeitet sehr ökonomisch: der Alveolarfortsatz hat die Aufgabe die Zähne zu halten, werden Zähne entfernt hat der Knochen keine Aufgabe mehr und wird abgebaut. Bis zu 6 Monaten nach Zahnentfernung kann ein Knochenaufbau beobachtet werden, danach überwiegt der Knochenabbau. In vielen Fällen ist eine Sofortimplantation sinnvoll um den Knochen zu halten. In einigen Fällen macht es Sinn abzuwarten, aber meist nicht länger als 6 Monate.

Es gibt viele unterschiedliche Fehlstellungen Zähne oder Kiefer betreffend. Eine Behandlung ist schon während der Entwicklung, also im Kindesalter sinnvoll. Bei Erwachsenen sollte wiederum Nutzen und Aufwand abgewogen werden. In Ihrem Fall schein eine prothetische Umstellung sinnvoll zu sein. Diese wird mit dem neuen Zahnersatz durchgeführt.

Das Bild habe ich an meinen letzten Beitrag angehängt. Eventuell unterbindet ein Sicherheitsprogramm auf Ihrem Computer die Darstellung. Versuchen Sie es unter: http://www.zahngesundheit-im-loretto.de/behandlungsspektrum/computergestuetzte-implantatplanung.html

Ich füge noch ein anders Bild von SynCone Teleskopen 9 Jahre nach Eingliederung an. Der Knochen um die Implantate hat sich seit der Heilung nicht mehr verändert.

Eine allgemeine Information zu Implantaten finden Sie auch unter:
http://www.zahngesundheit-im-loretto.de/fileadmin/user_upload/ebook/e_book.html

Viele Grüße,

Frank Maier



fleur
fleur

@dr. frank maier, auch von mir ganz herzlichen dank für diese hilfreichen infos. ich werde diesen eingriff nicht machen lassen, solange es noch anders geht. das röntgenbild mit den "nägeln" drin.."schock"...
lg
@lena
was meinst du mit fehlstellung? geht es um deinen biss?
lg



fleur
fleur

ps: und schön, dass wir auch mal den moderator dieses forums kennenlernen :-))



Nanny
Mitglied seit 30. 03. 2011
83 Beiträge

Vielen Dank für den ausführlichen und informativen Bericht. Inzwischen habe ich sehr viel Informationen für mich erhalten und freue mich über weitere Berichte.
Lg Nanny



lenavandijk
Mitglied seit 05. 04. 2011
155 Beiträge

Ja, ich möchte mich auch noch mal herzlich bedanken!

In meinem Fall war eine Sofort-Implantation absolut unmöglich. Ich hatte sehr viele, hochgradig entzündete Zähne im OK. Das war so ziemlich der einzige Punkt, an dem sich alle von mir befragten Ärzte einig waren: Ziehen und ausheilen lassen - erst danach Knochenaufbau und Implantate (ebenfalls in zwei Schüben).

Ich hatte vorher fast 20 Jahre lang eine komplizierte Brückenkonstruktion mit Geschiebe etc. getragen. Viele Zähne unter den Kronen waren nicht mehr zu retten. Jetzt hab ich im OK nur noch die drei Zähne - und an einem muss morgen auch noch eine Wurzelbehandlung gemacht werden *heulheulheul*.

Und ja, mein Biss stimmt halt überhaupt nicht mehr! Ist einerseit eine Folge des zuletzt nicht mehr passenden Zahnersatzes, zum anderen wirken sich natürlich die vielen fehlenden Millimeter Kieferknochen fatal aus. Aber okay, das wird dann mit der neuen Prothetik geregelt. Danke, das wusste ich auch noch nicht!

Noch eine Frage an dieser Stelle:
Was, bitte, macht ein "Spezialist für Implantatrekonstruktionen" genau? Oder ist das einfach nur ein anderer Name für Implantologe..?

Viele Grüße
Lena



lenavandijk
Mitglied seit 05. 04. 2011
155 Beiträge

Nanny schrieb:

Zitiert von:
Vielen Dank für den ausführlichen und informativen Bericht. Inzwischen habe ich sehr viel Informationen für mich erhalten und freue mich über weitere Berichte.
Lg Nanny

Nanny, was hat denn Dein Termin letzte Woche ergeben??? Und wie geht es bei Dir jetzt weiter?

LG Lena



Nanny
Mitglied seit 30. 03. 2011
83 Beiträge

hallo Lena,
Bei mir hat das Gespräch letzte Woche nichts Neues ergeben. Lt. meinem Chirugen soll nach der OP für einige Wochen keine Prothese getragen werden. Für mich einfach unvorstellbar Ich warte jetzt noch auf einen Termin, bei dem mein erster Behandler aus der Klnik mit anwesend ist, dann sehe ich weiter. Du wolltest für mich am Mittwoch ja nochmals nachfragen, wie Dein Behnadler hier entscheiden würde. Ich freue mich über Nachricht
LG Nanny



lenavandijk
Mitglied seit 05. 04. 2011
155 Beiträge

Hallo Nanny,

ich hatte weiter oben ja schon vermeldet, dass sich die Frage nach der Prothese nach Beckenkammentnahme bei mir leider gar nicht stellte - nicht gelesen?
Ich meine aber auch, dass Dr. Maier die verschiedenen Situationen hier sehr gut beschrieben hat! In meinem Fall wäre es wohl so gewesen, dass ich mein Langzeitprovisorium hätte tragen können. Wichtig wäre halt gewesen, dass sich darunter ja nichts bewegen kann. Für meine Ärzte offenbar machbar bzw. die Regel.
Ich muss auch ehrlich sagen, wenn ich mir anschaue, wie viele Promis ganz klar nicht mehr ihre zweiten Zähne haben - stellt Euch nur mal vor, da säße plötzlich z.B. ein Tagesschausprecher drei Monate lang ohne Zähne vor der Kamera!

Was heißt denn "erster Behandler aus der Klinik", Nanny? Und was ist das für ein Chirurg? Bist Du in einer Großstadt, hast Du Auswahl?

Viele Grüße
Lena



Dr. Frank Maier
Mitglied seit 29. 06. 2010
30 Beiträge

Liebe Lena,

innerhalb unserer Praxis habe ich mich auf Implantologie und den zugehörigen Zahnersatz spezialisiert. Der Implantologe kümmert sich häufig um die Implantate, nicht aber um den Zahnersatz. Dieser wird dann vom Prothetiker gefertigt. Es gibt in solchen Konstellationen häufig Abstimmungsprobleme zwischen den beiden Seiten. Ich halte diese Abstimmungsprobleme für eine Hauptursache von implantologischen Misserfolgen. Daher ist es kein Nachteil, wenn Planung, Knochenaufbau, Implantation und Zahnersatz aus einer Hand kommen. Zumindest sollte sich ein Arzt um die Gesamtplanung kümmern.

Für sehr wichtig halte ich in diesem Zusammenhang das Backward Planning: der Prothetiker überlegt wie die Arbeit schlussendlich aussehen soll und simuliert diese an Modellen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen wird der Fall rückwärts bis zum Ausgangspunkt geplant. So gibt es keine Überraschungen.

Grüße,

Frank Maier