Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

Abrechnungssatz

Ellen
Ellen

Guten Tag,

wie mir meine GKV mitteilte, sind implantologische Leistungen Privatleistungen, die der behandelnde Zahnarzt auch nach 3,5 fachen Satz abrechnen darf.
Meine GKV zahlt die implantologischen Leistungen komplett (Ausnahmeindikation), aber nur den 2,3 fachen Satz - es sei denn, der Behandler liefert eine "gute" Begründung für den 3,5 fachen Satz.

Meine erste Überlegung (Patientensicht) war jetzt, dass ich mir einen Behandler suche, der bereit ist, zum 2,3 fachen Satz abzurechnen (und natürlich trotzdem gute Arbeit leistet).

Ich wüßte aber jetzt doch mal gern, ob das aus Zahnarztsicht eine Frechheit vom Patienten ist?
Oder ob die Begründung für den 3,5 fachen Satz "leicht" zu erbringen ist?

Liebe Grüße,
Ellen



Dr. Dr. B. Zahedi
Mitglied seit 06. 12. 2000
4035 Beiträge

Hallo,
eine Begründung ist in der Regel leicht zu erbringen. Bitte bedenken Sie, dass die Gebührenordnung im Jahr 1988 in Kraft getreten ist und die Implantologie damals nur für ganz einfache Fälle bekannt war.
Gruß
B. Zahedi



mariechen
Mitglied seit 10. 11. 2008
272 Beiträge

Hallo Ellen,

ich wäre froh, wenn bei mir alles mit dem 3,5 fachen Satz abgerechnet werden würde (habe keinerlei Zusatzversicherung und bin Kassenpatient, muß alles selbst zahlen). Bei mir wird z. T. mit dem 9 fachen Satz abgerechnet, vieles auch mit 5 und 7 fachem Satz.

Liebe Grüsse vom mariechen



Snowflake
Snowflake

mit welcher Begründung wird bei dir dieser überhöhte Satz abgerechnet?

LG Snowflake



swatje
swatje

Die Beründung ist einleuchtend, wie ich finde...kleines Trostpflaster, muß auch alles selbst bezahlen...tja da stehen einem schon im Vorfeld die Haare zu Berge.

Gruß Heike



Ellen
Ellen

Herzlichen Dank Dr. Zahedi. Seit 1988 ist ja wirklich viel Zeit ins Land gegangen...

Liebe Grüße,
Ellen



Ellen
Ellen

Hi Mariechen,

das tut mir selbstverständlich leid für Dich und gleichzeitig muß ich für mich selbst leider sagen, dass ich mir das nicht leisten könnte.

Liebe Grüße,
Ellen



Ellen
Ellen

Hi Heike,

welche Begründung wofür ist einleuchtend?

Ich merke schon, die Patienten sind mir hier nicht wohlgesonnen, wenn ich um irgendwas quäke, wobei ich ansonsten dank der Ausnahmeindikation die Zahlung der Krankenkasse "in der Tasche" habe.

Aber diese Ausnahmeindikation bekommt man ja nun wahrlich nicht für "nur ein paar fehlende Zähne". Und ich habe mir das nicht ausgesucht, ich bin damit geboren (wie mit noch ein paar weiteren "Defekten". Außerdem könnte ich nicht, nicht mal wenn ich wollte, auf konventionellen und damit günstigeren Zahnersatz zurückgreifen. Ich erwarte auch nicht, dass ein Zahnarzt für mich für "lau" arbeitet. Meine Erwartungen gehen da eher an die GKV.

Liebe Grüße,
Ellen



HD
HD

Für Patienten ist es eben schwer verständlich, warum 1 Implantat etwa so viel kostet wie eine Bandscheibenoperation oder etwa doppelt so viel wie eine Blinddarmoperation im Krankenhaus, bei einem Materialeinsatz von unter 200 Euro...
Da ist doch in vielen Fällen ein gewisses Maß an Abrechnungsakrobatik im Spiel, zumal andere -deutsche!- Zahnärzte mit dem gleichen System das für deutlich unter der 1000-Euro-Grenze machen



Gabriele
Gabriele

mein Zahnarzt will für ein Implantat evtl. mit Sinuslift im Backenzahbereich € 3100,00. Ist das nicht ein wenig zu teuer??......und wo gibt es die Zahnärzte, die nicht so teuer sind in Berlin