Diskussions-Forum Zahnimplantate und Zahnersatz

8 Zahlimplantante im OK

dodo
Mitglied seit 13. 11. 2008
170 Beiträge

Hallo,
nachdem ich mich lange Zeit hier eingelesen habe, traue ich erst mal, mich hier zu outen. Bin weiblich, 53 Jahre jung (ja jung) und habe seit vielen Jahren viele Probleme im Oberkiefer. Mit Anfang 20 bekam ich die ersten Kronen, Ende 20 hatte ich im Frontzahnbereich eine Zyste, die entfernt wurde, ständig hatte ich Entzündungen und Eiter und und und - schließlich kamen Brücken und und und zum 50. Geburtstag bekam eine Teleskopkronen verbunden mit einer herausnehmbaren Teilprothese. Verbunden war das noch an einer Brücke, die kürzlich wegen weiterer Entzündungen auch wegkam. Folge ist, dass die Teilprothese nicht mehr hält, die wenigen teleskopüberkronten vier Vorderzähne alle wackeln und nun eine letzte Entscheidung für meinen Oberkiefer anstehen. Entweder ich bekomme 8 Implantate oder eine Vollprothese. Vor letzterem habe ich genauso großen Horror als vor ersterem. Da ich auch noch einen flachen Oberkiefer habe, ist zu beführchten dass die Vollprothese mit Gaumenplatte nich hält und der Anblick im Wasserglas ist wirklich schrecklich, wurde hier auch öfters so geschildert. Für die Implantate muss natürlich auch Knochenaufbau gemacht werden - Knochen sei aber im Oberkiefer vorhanden.
Ich glaube, der von mir gewählte Implantologe in Karlsruhe ist sehr gut und sehr erfahren. Aber die Kosten sind enorm. Ich bin Kassenpatientin (seit 35 Jahren ununterbrochen berufstätig und selbst versichert - also guter Kassenzahler) - soll aber alles selbst bezahlen. Ich habe einen Heil- und Kostenplan vorliegen für 15, 13, 12, 11, 21, 22, 23, 25 Implantate mit VMK, Knochenaufbau, Membran und interner Sinuslift Selbstzahlersonderpreis von rund 15.000 Euro.
Also: Ich habe Angst und Horror und zahlen soll ich auch. Ich habe natürlich etwas gespart, würde auch einen Gehaltsvorschuss bekommen und für den Rest könnte ich einen Kredit aufnehmen.
Vielleicht weiß auch jemand, ob man als pflichtversicherte Angestellte des Öffentlichen Dienst einen Zuschuss über Beihilfe bekommen kann und wie man das anstellen soll?

Also irgendeine Entscheidung muss ich nun treffen.
Überlebt man 8 Implantate? Gesund bin ich, also Herz und Kreislauf ok. Was meint Ihr?

Nun habe ich zum ersten Mal irgendjemanden mein Problem geschildert. Ich gestehe, dass ich mich dafür bisher sehr geniert habe.
Erst in diesem Forum erfahren, dass es auch noch andere jüngere Leute mit solchen Gebissproblemen gibt. Ich dachte immer, sowas kriegt man frühestens mit 70.

Ich bin gespannt, ob ich Antworten auf meinen Riesenbrief bekomme.

Danke für das Interesse.
dodo



maria
maria

hallo dodo....

ich kann deine probleme gut verstehen.... kenne deinen leidensweg aus eigener erfahrung... bin auch in deinem alter und habe früh angefangen mit zahnproblemen..
ich kann dir nur eines sagen... ich habe vor 2 monaten so eine riesen op hinter mich gebracht..mit 8 implantaten..knochenaufbau..membran..
es ist alles supergut eingeheilt... der knochen wächst.. es kostet wirklich viel..aber ich bin der überzeugung....es lohnt sich..und mit 53 ist man einfach noch zu jung für eine vollprothese..... klar das geld..aber nach wie vor denke ich....es ist die sache wert..keine zähne im glas zu haben... glaub mir..du überlebst es..ich hatte eine vollnarkose..würde ich an deiner stelle auch machen..wenn es irgendwie geht... und habe es überlebt..sitze hier putzmunter... und schreibe...toll ist es nicht..die ersten tage hinterher..aber eben auch nicht so schlimm..wie man es sich vorstellt..also..denke nicht lange nach..wenn du das geld zusammen bekommst..mache es....!!

gruss maria



dodo
Mitglied seit 13. 11. 2008
170 Beiträge

Danke, Maria, für diese schnelle Nachricht.
Diese macht mir Mut.
Ich werde noch einen zweiten Implantologen aufsuchen und mir ein weiteres "Angebot" einholen. Z. B. kosten bei dem mir vorliegenden Heil- und Kostenplan ein Implantat 1.432 Euro ein zweites 1.352 Euro usw. + Pfosten + Verblendkrone.
Es hat ja nun ein neues Quartal begonnen, einen Chirurgen werde ich noch aufsuchen und dann entscheide ich mich in den nächsten Wochen.
Danke einstweilen, bin gespannt, ob ich noch weitere Erfahrungsberichte erhalte.



mariechen
Mitglied seit 10. 11. 2008
272 Beiträge

Hallo dodo,

auch ich finde mich in Deinem "Leidensweg" wieder (bin 56 Jahre), habe aber noch genügend Zähne (Gott sei Dank). 15.000,- Euro ist ne schöne Stange Geld, aber für 8 Implantate, mit Sinuslift, kannste da nicht meckern ;-). Ich zahle für 4 Implantate mit Sinuslift 16.000,-, bin auch Kassenpatient und bekomme keinerlei Zuschuß, nicht einmal das Zähneziehen, Röntgenbilder o.ä., weil ich mich in einer Privatklinik behandeln lasse, die keine Kassenzulassung hat.

Super Maria, daß bei Dir alles so toll verlief, ich habe es noch vor mir.

Liebe Grüsse vom Mariechen



maria
maria

hallo dodo..

ich nochmal...
sicher ist es gut..noch eine zweite meinung einzuholen.. nur zur information.. mein preis liegt bei 15.800..also liegst du mit deinen kosten nicht schlecht...

viel glück euch beiden....

gruss maria



Snowflake
Snowflake

hallo dodo,

hier nochmal ein vergleich, ich habe 8 implantate im zahnlosen ok bekommen, allerdings ohne knochenaufbau (den mir einige implantologen unbedingt angedeien lassen wollten)

8 implantate setzen: 2900 €
vn: 800,00 €
12 brückenglieder: 6400 €

also bei mir ohne knochenaufbau ca. 10.000,00 €

man braucht nach so einer großen op sicherlich nehmerqualitäten, aber ich hatte keinerlei schmerzen nach dem setzen der implantate. die schwellung war schon sehr groß, aber was erwartet man auch bei sovielen wunden im mund. ich würds jederzeit wieder machen und wünsch dir viel glück bei der implantologensuche ,-)

lg snowflake



dodo
Mitglied seit 13. 11. 2008
170 Beiträge

Vielen Dank für die vielen Nachrichten. Endlich endlich kann ich mich darüber mal austauschen. Endlich endlich versteht mich jemand. Das allein ist für mich schon viel viel Wert (habe meine Probleme immer schon verheimlicht).
Danke allen - ich bleibe am Ball.
Übrigens, ich habe natürlich noch mehr Fragen, z. B. die: Welche Zeit muss man rechnen, bis man wieder unter der Menschheit sich blicken lassen kann bzw. wie lange muss man mit einem Krankenschein rechnen. Ich bin voll berufstätig, und das nicht im stillen Kämmerlein, ich habe viele Besucher zu betreuen, Tagungen vorzubereiten, Gäste - ich bin im Sekretariat - also - wenn alles gut geht, welche Erfahrungen gibt es da?
Weiterhin vielen Dank - es tut soooo gut!!!
dodo



maria
maria

hallo dodo..

es kommt immer bisschen drauf an...aber eine woche würde ich schon einrechnen..
denn es schwillt alles an..und mit dem provisorium... das passt nicht immer gleich..ich arbeite auch mit sehr vielen menschen und bin voll berufstätig ... und obwohl ich spritzen bekam damit es nicht so anschwillt... war es in der ersten woche schwierig mit den zähnen... aber dann ging es.. und das blaue und grüne war erträglich... und überdeckbar mit bisschen make up..
und an das essen gewöhnst du dich auch..alles als brei..aber nicht schlimm...wenn man dafür irgendwann schöne zähne bekommt.. ich hoffe..ich konnte dir bisschen helfen.. ist ja bei jedem anders
gruss maria



dodo
Mitglied seit 13. 11. 2008
170 Beiträge

Hallo Maria,
ja, du hast mir sehr geholfen.
Eine Woche Krankenschein verkrafte ich schon und mein Arbeitgeber auch.
Ich habe mich heute sehr aktiv mit meinen Zahnproblemen beschäftigt, ich glaube ich mache es.
Vielen Dank an alle, vor allem Dir liebe Maria
und viele Grüße von dodo



Snowflake
Snowflake

also ich war zwei wochen krankgeschrieben, erste woche passte das provisorium nicht mal ansatzweise, in der zweiten ging die schwellung dann merklich zurück.

aber es ist natürlich wie bei allen sachen individuell, bei einem schwillts mehr an beim anderen weniger. ich hatte auch diese spritzen das es nicht so anschwillt, aber anscheinend war das net so ganz wirksam ;-(

lg snowflake