Der Artikel untersucht die klinische Performance extra-kurzer (< 7 mm) und extra-schmalschaftiger (< 3,5 mm) Implantate und fasst die vorhandene Evidenz aus prospektiven und retrospektiven Studien zusammen. Er bewertet Überlebensraten, Komplikationen und Indikationen dieser Implantate im Vergleich zu Standardimplantaten. Extra-kurze und extra-schmale Implantate zeigen in sorgfältig ausgewählten Fällen hohe Überlebensraten, die in vielen Arbeiten mit konventionellen Implantaten vergleichbar sind.
Sie werden vor allem in stark atrophierten Kieferabschnitten eingesetzt, in denen eine Augmentation vermieden werden soll, typischerweise im posterioren Ober- und Unterkiefer oder bei sehr schmalen Frontzahnlücken. Biologische und technische Komplikationen wie marginaler Knochenabbau, Schraubenlockerungen und gelegentliche Frakturen werden beschrieben, bleiben jedoch überwiegend in einem klinisch vertretbaren Rahmen, sofern Planung und prothetische Gestaltung sorgfältig erfolgen.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass extra-kurze und extra-schmalschaftige Implantate eine valide Behandlungsoption darstellen können, wenn strenge Indikationskriterien beachtet werden. Voraussetzung sind eine korrekte dreidimensionale Implantatpositionierung, kontrollierte Okklusionsverhältnisse und ein spannungsarmes, mechanisch günstiges prothetisches Design, um eine dauerhaft stabile Funktion zu gewährleisten.
B Pommer, G Mailath‑Pokorny, R Haas, Eur J Oral Implantol, Extra‑short (< 7 mm) and extra‑narrow diameter (< 3.5 mm) implants: a meta‑analytic literature,, 2018:11 Suppl 1:S137-S146.; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30109305/
