Wissenschaftliche Kurzinformationen (Abstracts) zur implantologischen Therapie:

Die Auswirkungen eines schweren Magnesiummangels auf die Knochendichte und das Ausdrehmoment osseointegrierter Implantate.


Del Barrio RA, Giro G, Belluci MM, Pereira RM, Orrico SR.

Effect of severe dietary magnesium deficiency on systemic bone density and removal torque of osseointegrated implants.

Int J Oral Maxillofac Implants. 2010 Nov-Dec;25(6):1125-1130.

 

In vorliegender Studie wurde der Effekt eines schweren Magnesiummangels auf die Knochendichte und den biomechanischen Widerstand von Knochengewebe auf das Ausdrehmoment von Implantaten untersucht. Die Stichprobe bestand aus 45 Ratten. Jedem Tier wurde ein Implantat in die Metaphyse der Tibia eingesetzt. 60 Tage später wurden drei Gruppen zu je 15 Ratten gebildet. Eine Gruppe erhielt die empfohlene Dosis Magnesium und diente als Kontrollgruppe, während in der zweiten Gruppe (Mg 1) die empfohlene Magnesium-Dosis um 75% und in Gruppe drei (Mg 2) um 90% reduziert wurde. 150 Tage nach Insertion der Implantate wurden die Tiere eingeschläfert. Die Serumkonzentration von Magnesium wurde gemessen und die Effekte des Magnesiummangels mittels Densitometrie der Lendenwirbel sowie des Oberschenkelknochens ermittelt. Die Messung der biomechanischen Eigenschaften des Knochens erfolgte anhand des Widerstands bei Entfernung der Implantate. Ein statistisch signifikanter Unterschied bezüglich der Knochendichte und der Drehmomentmessung konnte nur in der Mg 2-Gruppe festgestellt werden.

Schlussfolgerung: Die Studie zeigte einen hohen Einfluss von Magnesiummangel auf die Knochendichte und das Ausdrehmoment osseointegrierter Implantate.


 

Letzte Aktualisierung am Montag, 13. Dezember 2010