Ziel Die Studie untersuchte den Einfluss mechanischer Komplikationen auf Outcome‑Parameter in der Implantologie. Material und Methoden Eingeschlossen wurden 282 Patienten mit mechanischen Komplikationen in festsitzender prothetischer Rehabilitation (Fälle) und 282 gepaarte Kontrollen ohne mechanische Komplikationen; Matching erfolgte nach Geschlecht, Alter (±3 Jahre) und Nachbeobachtungsmonaten (±11 Monate). Primärer Endpunkt war das Implantat‑Überleben; sekundäre Endpunkte waren marginaler Knochenabbau und biologische Komplikationsparameter (peri‑implantäre Pathologie, Weichgewebeentzündung, Fistel‑ und Abszessbildung). Statistik Kumulative Überlebensraten mittels Life‑Tables, deskriptive Statistik mit 95% CI und Chi‑Quadrat‑Tests wurden verwendet; Signifikanzniveau 5 %. Ergebnisse Die durchschnittliche Nachbeobachtungsdauer betrug 8,5 Jahre. Mechanische Komplikationen umfassten Prothesenfraktur (n=159), Abutmentlockerung (n=89), Schraubenlockerung (n=20) u. a. Implantatverlust trat bei einer Patientin der Kontrollgruppe auf; die Überlebensraten lagen bei 100 % (Fälle) und 99,6 % (Kontrollen) (p=0,317). Der durchschnittliche marginale Knochenabbau betrug 1,72 mm (95% CI 1,60–1,84) bei Fällen und 1,55 mm (95% CI 1,45–1,65) bei Kontrollen (p=0,068). Biologische Komplikationen wurden bei 90 Patienten beobachtet mit signifikanter Differenz zwischen Fällen (n=54) und Kontrollen (n=36; p=0,038). Schlussfolgerung Mechanische Komplikationen beeinflussten Überleben und marginalen Knochenabbau nicht signifikant, erhöhten jedoch signifikant die Häufigkeit biologischer Komplikationen; Langzeitstudien sind erforderlich.
Patrícia W. Ferreira; Paulo Nogueira; Miguel de Araújo Nobre; Carlos Moura Guedes; Francisco Salvado
Impact of mechanical complications on success of dental implant treatments: a case–control study
European Journal of Dentistry, (2021), https://doi.org/10.1055/S-0041-1732802
