Ziel Mini‑Dentalimplantate sind eine Alternative zur konventionellen Implantologie bei schmalen Restkämmen, und diese Studie hatte zum Ziel, für jeden Implantatdurchmesser und jede Knochenqualität ein geeignetes Bohrprotokoll zu definieren.
Material und Methoden 48 MDIs (Ballkopf, transgingivaler Kragen) in vier Knochenqualitäten (Q1–Q4) und in Durchmessern 1,8 mm, 2,1 mm, 2,4 mm und 2,9 mm (Länge 15 mm) wurden mit drei Bohrprotokollen pro Kombination geprüft; Einfügedrehmomente und Primärstabilität wurden gemessen.
Ergebnisse Unabhängig von Durchmesser und Knochenqualität waren die Einfügedrehmomente mit Protokoll 1 > Protokoll 3 und Protokoll 2 > Protokoll 3 signifikant, und Einfügedrehmoment war in Q1 höher als in Q2–Q4.
Beobachtung Beim Ausdrehen stieg das Drehmoment erheblich an und überschritt das Einfügedrehmoment bis zum Zweifachen, was wiederholt zu Biegungen und Frakturen der Implantate führte.
Schlussfolgerung Unterschiedliche Bohrprotokolle und Knochenqualitäten beeinflussen Einfügedrehmoment und Primärstabilität stark; Vorsicht ist geboten, um mechanische Überlastung und Implantatbruch zu vermeiden.
I. Dörsam, A. Bauroth, Ludger Keilig, C. Bourauel, Friedhelm Heinemann (2020), Definition of a drilling protocol for mini dental implants in different bone qualities, Annals of Anatomy‑anatomischer Anzeiger, insufficient evidence, insufficient evidence, https://doi.org/10.1016/J.AANAT.2020.151511
