Erkrankungen mit Bezug zur Mundhöhle

Es gibt eine ganze Reihe Erkrankungen, die zu Problemen in der Mundhöhle führen können. Dabei ist oft der gesamte Organismus betroffen und nicht nur Mund und Zähne. Es können angeborene oder erworbene Krankheiten sein, die sowohl die allgemeine, als auch die Mundgesundheit beeinträchtigen. Viele allgemeine Erkrankungen zeigen sich zuerst durch Veränderungen an der Mundschleimhaut.

Krankheiten mit Einfluss auf die Mundgesundheit

Typische Symptome von Allgemeinerkrankungen im Mund:

Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn als Vorbote einer Erkrankung

Man kennt es von einem grippalen Infekt oder als Leitsymptom einer Coronainfektion: Man schmeckt und riecht von hier auf jetzt nichts mehr. Bei einer „normalen“ Erkältung halten die Symptome nur ein paar Tage an. Klingt die Erkältung ab, kehrt der Geruchs- und Geschmackssinn zurück. Bei einer Infektion mit Covid-19 können die Störungen deutlich länger anhalten. Viele Erkrankte klagen noch Monate nach überstandener Infektion über einen abgeschwächten Geruchs- und Geschmackssinn.

Riechstörung als Symptom neurodegenerativer Krankheiten

Im Alter lässt der Geruchssinn nach, das ist der Lauf der Dinge. Hinter schwindender Riechleistung kann sich aber auch eine Nervenerkrankung verbergen.

Riechstörungen sind nämlich ein wichtiges Frühsymptom neurodegenerativer Erkrankungen. Ein Riechverlust betrifft die große Mehrheit der Parkinson-Betroffenen und geht den Bewegungsstörungen meist um Jahre voraus. Bei Alzheimer-Demenz können Riechdefizite bereits bei leichten kognitiven Störungen nachgewiesen werden, wobei Einschränkungen der Geruchsidentifikation einen Prädiktor für die Konversion zur Demenz darstellen. Einfache Geruchstests mit „Sniffin‘ Sticks“ ermöglichen eine frühzeitige, kostengünstige Diagnostik. Eine frühe Abklärung ist sinnvoll, weil eine Riechstörung Anlass gibt, weitere Ursachen neurologisch prüfen zu lassen.

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Letzte Aktualisierung am Donnerstag, 17. September 2026