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Implantat schwierig zu versorgen

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    Kruemel41
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    Guten Tag,
    mein Zahnarzt sagt die Implantatposition ist nicht gut, 4mm Richtung Zunge versetzt und rechts vom Gingivaformer ist zu wenig Material. Eine Versorgung ist nun nur unter schwierigen Umständen möglich. Es wird eine sehr große Krone und auf der Backenseite bleibt trotzdem eine Kante und darunter eine Tasche/Loch. Richtung Zunge wird es nicht bündig in der Zahnreihe stehen. Optisch sehen wird man wohl nichts, aber spüren werde ich den Versatz. Speisereste können sich sammeln und ich mir unter Umständen öfter auf die Zunge beißen. Wäre es sein Implantat käme es raus. Ich soll mit dem Behandler sprechen und verhandeln, dass das Implantat nicht verrechnet wird und dann überlegen, ob es drin bleibt und schlecht versorgt wird oder raus kommt.

    Der Behandler sagt, es ist versorgbar. Er hat auch schon mit meinem Zahnarzt telefoniert und dieser das bestätigt. Der Behandler meint es wird eine schöne Krone, da ist er sich sicher. Es sei maximal 10 Grad schräg. Über die Position sagte er nichts. Er gibt dem Zahnarzt aber recht, dass rechts wenig Material ist. Knochenaufbau hätte da kein viel besseres Ergebnis gebracht, das sei immer gar nicht so gut. Jetzt sitzt es fest im Kiefer. Es wird nicht gerade in der Zahnreihe stehen, ca. 1-2mm, das ist aber immer so, da nur 10% aller Implantate gerade sitzen. Unter dem Versatz der rechts entsteht würde er mir anbieten aus Kulanz mit Material vom Gaumen aufzufüllen, aber mehr kommt er mir nicht entgegen. Er macht es mir auch raus, aber kann dies keinesfalls empfehlen.

    Jetzt sitze ich hier und habe keine Ahnung wie man nun weiter verfährt und wäre um Meinungen sehr dankbar.

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  • #314571 Antworten
    Agnes
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    Aus der persönlichen Erfahrung heraus und nachdem ich hier seit 16 Jahren lese und schreibe:

    Nie im Leben würde ich mir auf einem Implantat, welches derart aus der Reihe Richtung Zunge tanzt, eine Krone setzen lassen. Du wirst dich permanent auf die Zunge beißen, das tut irre weh – die Kraft der Kiefer ist nicht zu unterschätzen – und die Zunge wird immer verletzt sein. Eine große Krone wird sich als sehr unnatürlich anfühlen und in der Tasche werden sich Essensreste ansammeln.

    Ich gebe deinem Zahnarzt absolut Recht. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    Den Vorschlag, „Material aus dem Gaumen“ zu entnehmen sehe ich äußerst skeptisch. Der Arzt ist fein raus und du sitzt hinterher mit einer neuen Baustelle an einem Körperteil, welches vorher gesund und beschwerdefrei war. Wenn nicht genug Knochen vorhanden war VOR der Implantation und ein Knochenaufbau nicht möglich war, wäre das eine Kontraindikation für die Implantatinserierung gewesen. Darüber hätte er dich aufklären müssen.

    Schon krass seine Behauptung mit den 10%. Wenn man so etwas in die Runde wirft, sollte auch die Quelle angegeben werden. Solche Zahlen setzen eine zentrale Meldestelle voraus, bei der JEDER Implantologe die Position aller von ihm/ihr gesetzten Implantate wahrheitsgemäß meldet – und die Angaben auch unabhängig und neutral kontrolliert werden. So was gibt es nicht! Das gehört in die Kategorie „Abwimmelung“.

    Hilfreiche Lektüre: https://www.bagp.de/images/bagp/BAGP_Zahnbroschuere_2022.pdf

    Sofern meine Meinung. Dir eine gute Entscheidung!

    #314572 Antworten
    Bianca Kratzsch
    Gast

    Guten Abend Agnes,

    vielen lieben Dank für deine Meinung und die Zeit, die du dir genommen hast. Das ist mir sehr wichtig. Ich hab schon tendiert dazu, es so zu lassen, der Nerven wegen. Ich fühle mich aber sehr schlecht damit. Der Knochenaufbau hätte gemacht gehört und es bleibt ein Rätsel, warum er nicht so entschieden hat und ob er nach dem Setzen sofort gesehen hat, dass er so schief lief. Der Zahnarzt sagt nämlich spätestens da hätte er es raus machen müssen.
    Dienstag habe ich Termin zur 2. Meinung bei dem Implantologen in meinem Ort, zu dem ich ursprünglich gehen wollte.

    Grüße

    Bianca

    #314573 Antworten
    Agnes
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    Das mit einer Zweitmeinung ist immer so eine Sache. Kein Arzt kritisiert gerne die Arbeit eines Kollegen. Da muss man schon zwischen den Zeilen heraushören, was er im Endeffekt meint.

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Letzte Aktualisierung am Dienstag, 18. Juni 2024