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Zahnzusatzversicherung: die Checkliste von implantate.com PDF Drucken E-Mail
Wann versichern, wann nicht?

Durch die ständig steigenden Eigenanteilskosten bei Zahnersatz und Zahnbehandlungen gilt eine Zahnzusatzversicherung heute mehr denn je als sinnvolle Investition in die Mundgesundheit. Aber nicht für jeden Patienten eignet sich eine Zahnzusatzversicherung. Bei exzellenter Zahngesundheit kann es durchaus sein, dass sich eine Zusatzversicherung nie rentieren wird. Bei einer desolaten Zahnsituation werden Sie entweder abgelehnt oder die Prämien sind exorbitant hoch. Für folgende Situationen sind Zusatzversicherung aber besonders sinnvoll:

  1. Bei Vorliegen einer Parodontitis noimage (Parodontose), denn mit Zahnverlusten ist zu rechnen.
  2. Viele wurzelbehandelte Zähne, auch hier ist mit späteren Zahnverlusten zu rechnen.
  3. Viele stark gefüllte Zähne, "Jugendsünden". Hier werden sicher Restaurationsmaßnahmen (Kronen etc.) notwendig. 
  4. Bereits viele vorhandene Kronen und Brücken, denn die halten nicht ewig.
Wie finde ich mich im Tarif-Dschungel zu recht!

Bei vielen Versicherungsangeboten ist Vorsicht geboten, da sie entweder zu teuer sind, ein nicht mehr zeitgemäßes Leistungspektrum haben oder gar nicht auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Bevor Sie also eine Zahnzusatzversicherung abschließen, sollten Sie sich die folgenden Hinweise von implantate.com aufmerksam durchlesen, um sinnvolle Zahnzusatzversicherungen von ungeeigneten Tarifen unterscheiden zu können.
Wichtige Segmente von Zahnzusatzversicherungen sind:

  1. Zahnersatz allgemein
  2. Implantate
  3. Funktionsanalytische Maßnahmen (z. B. Registrierung der Kiefergelenkposition und der Kiefergelenkbewegungen in Zusammenhang mit Zahnersatz)                
  4. Keramische Verblendungen bei Brücken und Kronen noimage (auch der Backenzähne)
  5. Inlays (hochwertige Einlagefüllungen aus Gold oder Keramik)
  6. Andere private Zahnbehandlungen (Wurzelbehandlungen in besonderen Fällen, professionelle Zahnreinigung, Kunststofffüllungen, Laserbehandlungen)

Wenn Sie aufwändigen Zahnersatz auf sich zukommen sehen bzw. absichern möchten, dürften die Punkte 1-3 (4) für Sie von großer Wichtigkeit sein.
Bei der Notwendigkeit, Ihre stark gefüllten Zähne mit hochwertigen, ästhetisch perfekten Maßnahmen zu erhalten, sind besonders die Punkte 5 und 6 zu beachten.
Natürlich ist eine Trennung der Leistungen nicht so einfach zu bewerkstelligen, aber wir wollen hier ja nur ein paar Anhaltspunkte geben. 

Erstattung auch für die gewünschten Leistungen?

Bei der Absicherung des Zahnersatzes ist es besonders wichtig, dass die Leistung der Zusatzversicherung nicht an eine (Vor-)Leistung der gesetzlichen Krankenkasse gekoppelt ist. Sonst würden Sie z.B. heute schon bei Implantaten, in Zukunft vielleicht bei allen Zahnbehandlungen, ohne Leistungsanspruch dastehen. Am günstigsten sind also Zusatzversicherungen zu beurteilen, die einen prozentualen Zuschuss zum Rechnungsbetrag erstatten.

Natürlich ist der Erstattungsumfang der Zahnzusatzversicherung von entscheidender Bedeutung. Ein Punkt dabei ist die Gesamtsumme. So können Policen, die einen bestimmten Zuschussbetrag zusichern,  ebenfalls vernünftig sein, solange das Erstattungsverfahren transparent ist und somit der Versicherungsnehmer selber kalkulieren kann. Zu beachten sind aber technische Begrenzungen: für bestimmte Leistungsbereiche (Implantate, Zahnersatz) oder Begrenzung von privaten Leistungspositionen nach der Gebührenordnung für Zahnärzte oder Ärzte (GOZ/GOÄ) auf den 2,3-fachen Satz (Regelsatz), den 3,5-fachen Satz (Höchstsatz) oder unbegrenzt (darüber hinaus). Das kann ins Geld gehen, denn typischerweise werden hochwertige Leistungen oft oberhalb des Regelsatzes in Rechnung gesetzt. 

Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen zur Zeit nur noch den lippenseitigen keramischen Überzug von Kronen noimage im Frontzahnbereich (Oberkiefer bis zum 5. Zahn, Unterkiefer bis zum 4. Zahn von vorne (Kiefermitte) gezählt). Dahinter im Seitenzahnbereich gibt es für Keramik gar keinen Zuschuss. Früher war eine Keramikversorgung (Inlays, Kronen-Brücken) durch die aufwändigere zahntechnische Leistung teurer als eine Goldversorgung. Durch die exorbitant gestiegenen Goldmaterialkosten ist dies heute nicht mehr der Fall. Trotzdem bezuschussen einige Versicherer Keramikversorgungen heute immer noch schlechter. Achten Sie darauf, dass die Zahnzusatzversicherung in dem Umfang eine keramische Verblendung noimage bzw. Vollverblendung oder  Keramikinlaversorgung mitträgt, wie Sie es sich wünschen.
Bei Implantatbehandlungen sind begleitende Knochenaufbau-Maßnahmen nicht selten notwendig und können in seltenen Fällen sogar die Kosten der eigentlichen Implantation übertreffen. Überprüfen Sie, ob solche Maßnahmen in der Police mit abgedeckt sind, wenn Sie eine Implantatbehandlung umfassend absichern wollen.

Vor Abschluss: an alles gedacht? 

Achten Sie darauf, dass Ihnen mit der Zahnzusatzversicherung keine zusätzlichen Leistungen "mitverkauft" werden, die Sie gar nicht möchten (z. B. Krankentagegeld, Brille), aber mitbezahlen müssen.
Verlassen Sie sich nicht alleine auf die mündlichen Aussagen eines Versicherungsvertreters, da diese keine rechtliche Bindung haben! Leider machen viele Versicherungen auch in Ihren Prospekten nur sehr ungenaue bzw. missverständliche Angaben oder versprechen Erstattungs-Prozentsätze, die in der Praxis dann nicht erreichbar sind. Fragen Sie daher unbedingt nach, wenn Ihnen etwas unklar ist und lassen sich alles schriftlich bestätigen.

Mogeln geht ins Auge!

Die meisten Zahnzusatzversicherungen benötigen einen aktuellen Zahnbefund vom Antragsteller. Es lohnt sich hier nicht, bekannte Probleme zu verschweigen, da im Versicherungsfall (z.B. Einreichen einer Zahnersatzrechnung) die Angaben noch nachträglich überprüft werden und Sie dann leer ausgehen. Sogar rechtliche Schritte könnten eingeleitet werden (bei V.a. Versicherungsbetrug).

Gut wäre es auch, wenn man den Versicherungsbedarf vorab durch eine zahnärztliche Begutachtung überprüfen könnte. Allerdings ist dies rechtlich nicht in Ordnung: ein bereits eingetretener oder drohender Schaden ist nicht mehr versicherbar.



Hier finden Sie weitere Infos von gewerblichen Anbietern, die sich auf Zahnzusatzversicherungen spezialisiert haben.

Hans Waizmann bietet u.a. einen online-Vergleichsrechner für individuelle Zahnzusatzversicherungs-Optionen an.
www.hanswaizmann.de


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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 16. Juni 2009 )
 
 

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Wußten Sie schon, dass...

bei sehr großen Lücken im Seitenzahnbereich (mehr als 3 fehlende Zähne nebeneinander) eine Brückenversorgung auf eigenen Zähnen aufgrund der Überlastungsgefahr nicht mehr sinnvoll ist? Hier besteht die Möglichkeit mit Hilfe von Implantaten eine herausnehmbare Prothese zu vermeiden und auf festen Zähnen zu beissen. Mehr im Kapitel Zahnersatz-Alternatven.
 
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