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zum PatientenforumRe:Ratlos wegen unterschiedlicher Zahnarztmeinungen
03.02.12, 22:12 von lenavandijk
"...Jetzt soll ich mich möglichst zügig entscheiden ..." Allein (weiter...)
Re:Zahnfleisch wächst nicht zu nach Implantat
03.02.12, 17:33 von timi
Ich kann nun bestaetigen, das das Zahnfleisch tatsaechlich erst nach (weiter...)
implantat krone abgebrochen
03.02.12, 17:03 von rania
Hallo, guten Abend, einer Freundin von mir ist eine (weiter...)
| Knochenaufbau: Knochenblock, Sinuslift, Distraktion, künstlicher Knochen |
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Zunächst einmal muss man unterscheiden, ob ein Knochenaufbau aufgrund fehlender Knochenhöhe (vertikal) oder mangelnder Knochenbreite (sagittal, transversal) notwendig ist. Die knöcherne Rekonstruktion der Breite gilt dabei als weit weniger problematisch als die Gewinnung an Knochenhöhe.
Zu den einzelnen Kapiteln: Knochenspreizung - Knochenblock - Distraktionsosteogenese - Sinuslift - Hohlraumtechnik - Socket Preservation - Knochenersatzmaterialien - Knochenzüchtung Bei geringem Knochenmangel in der Breite kann der für den Kieferknochenaufbau notwendige Knochen während der Operation gewonnen werden (Knochenmehl, das beim Bohrvorgang in speziellen Filtern aufgefangen wird). Auch kann hierfür
verwendet oder die Anlagerungsmenge durch Vermischen von Knochen und Ersatzmaterial gestreckt werden. Dieser Augmentationsbereich wird oft mit einer Art Folie (
) so geschützt, dass eine ungestörte Einheilung des Knochens erfolgen kann. Mittlerweile werden hierfür meist Membranen verwendet, die vom Körper vollständig abgebaut werden. Eine Entfernung ist dann nicht mehr notwendig.
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| Ilizarov |
Hierbei wird bei einem für eine Implantation zu niedrigen Knochen (vertikaler Knochenaufbau) dieser in einen oberen und unteren Anteil gespalten. Eine an diesen Knochenteilen fixierte Spezialschraube erlaubt das schrittweise Anheben der oberen Knochenspange (ca. 1mm pro Tag), wobei das Potential des Knochens zur Bruchheilung durch Knochenneubildung (Kallus) genutzt wird. Hierfür muss allerdings die Distraktionsvorrichtung im Mund für einige Wochen ertragen werden, die Belohnung sind ca. 10 mm neu gewonnene Knochenhöhe in 12 Wochen.
Sinuslift
Eine Sonderform des vertikalen Knochenaufbaus im Oberkiefer stellt der dar. Im Oberkieferseitenzahnbereich ist die Knochenhöhe durch und ausgedehnte oftmals so gering, dass ein nicht in ausreichender Länge stabil eingebracht werden kann. Durch Einlagerung von Knochen bzw. Knochenaufbaumaterial in den Kieferhöhlenboden wird diese soweit "angehoben", dass Implantate sicher verankert werden können.
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| Sinuslift: zu geringes Knochenangebot |
Knochenaufbau unterhalb der Kieferhöhle |
Man unterscheidet ein einzeitiges Vorgehen, bei der die Implantationgleichzeitig mit diesem speziellen
erfolgt und ein zweizeitiges Vorgehen, bei der die Implantatversorgung erst nach Festigung des Knochens durchgeführt wird.
Als Verfahren sind der innere und äußere
gebräuchlich. Beim äußeren
wird ein Knochenfenster zur
von der Mundhöhle aus präpariert, und über diesen Zugang die Kieferhöhlenschleimhaut/Knochenhaut (vergleichbar mit der Innenhaut bei einem Ei) vom Boden der
gelöst. In diesen isolierten Hohlraum wird unter Sicht dann Knochen bzw. Knochenaufbaumaterial eingebracht.
Beim inneren Verfahren wird über das Implantatbohrloch Knochen unter die Innenhaut der
gedrückt und damit die Verwendung längerer Implantate ermöglicht. Hier geht es zu den Kosten für einen Sinuslift.
Hohlraumtechnik
Das Konzept dieser Knochenaufbaumaßnahme besteht darin, dass Hohlräume im Gewebe des menschlichen Körpers grundsätzlich verschlossen werden, wenn reparaturaktive Gewebe angrenzen. Auch Knochen hat dieses Potential, denn so funktioniert z.B. die Knochenheilung nach Zahnentfernung. Das Potential hierzu ist umso größer, je mehr Wände/Flächen (dreidimensional gedacht; das Innere eines Würfels= 6 Wände) an den Hohlraum Grenzen. Bei der Entfernung einer Wurzel sind es im Idealfall 5 Wände=hohes Regenerationspotential. Oberhalb des Kieferkamms (vertikaler Knochenaufbau) nur 1 Wand (entspricht der Aussenseite eines Würfels), d.h. nur minimales Potential. Wichtig ist, dass der Raum nicht von angrenzenden anderen Gewebe vorher eingenommen werden kann (Narbenbildung durch Bindegewebe). Hierzu ist die Verwendung von meist notwendig.
Rein wirkende haben im Übrigen auch keinen anderen Effekt: sie stellen analog der prinzipiell den Raum für die langsam verlaufende Knochenbildung (dimensionsstabil) zur Verfügung. Beispiel für die klinische Anwendung: der .
Socket-Preservation
Unter diesem Begriff werden Maßnahmen subsumiert, die direkt nach der Zahnextraktion Anwendung finden um dem Volumenverlust (
) des Knochens nach Zahnextraktion vorzubeugen.
Man geht davon aus, dass durch Auffüllen der Alveole mit
und gleichzeitigem Abdichten (z.B.
oder Zahnfleischtransplantat) gegenüber zu schnell einwucherndem Reparaturgewebe (Zahnfleisch, Narbengewebe) der Raum volumenstabil gesichert werden kann, so dass eine Knochenregeneration ohne Verlust der Aussenkontur erfolgt.
Auch durch frühzeitiges Einbringen eines Implantats (
) soll der Knochenabbau nach Zahnverlust aufgehalten werden können. Dieses Verfahren eignet sich jedoch nur für wenige Ausgangssituationen.
Mehr zu dem Thema Sofortimplantation oder Spätimplantation.
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