Wissenschaftliche Kurzinformationen (Abstracts) zur implantologischen Behandlung:

Kurze Zahnimplantate im Molarenbereich: eine retrospektive Multicenter-Fallserienstudie über 6 Jahre


Misch CE, Steignga J, Barboza E, Misch-Dietsh F, Cianciola LJ, Kazor C.
Department of Periodontology, Temple University, Philadelphia, PA, USA
J Periodontol. 2006 Aug;77(8):1340-7.


Hintergrund: In vielen klinischen Berichten besitzen Implantate mit einer Länge

Methoden: 273 Patienten, die konsekutiv mit 745 Implantaten für 338 Restaurationen mit einer Länge von 7 oder 9 mm in posterioren Zahnabschnitten versorgt wurden, konnten in vier Privatpraxen über Zeitraum von 1-5 Jahren kontrolliert werden.

Die Daten der Implantat-Überlebensraten wurden hinsichtlich des Stadiums I, des Stadiums II Heilung, Stadiums II zur Prothesen-Einbringung, und Prothesen-Einbringung bis zu 6 Jahren der Nachuntersuchung gesammelt. Ein biomechanischer Zugang, um die Belastung auf die posterioren Implantate zu verringern, schloss schienende Implantate zusammen mit solchen ohne Auslegerbelastung mit ein, wobei der Patient mit einer beidseitig geschützten oder dynamischen Okklusion restauriert wurde und ein Implantat ausgewählt wurde, das dazu konzipiert ist, den Kontaktflächenbereich von Knochen und Implantat zu vergrößern.

Ergebnis: Bei den 745 eingebrachten Implantaten, kam es zu sechs Verlusten zwischen Stadium I und Stadium II (Heilung bis zur prothetischen Versorgung). Nach definitiver prothetischer Versorgung kam es zu keinem Implantatverlust mehr. Die Überlebensrate von Stadium I Chirurgie bis zur prothetischen Nachbehandlung lag bei 98,9%.

Schlussfolgerungen: Kurze Implantate können mit vorhersagbarem Erfolg für den Ersatz von Molaren verwendet werden. Die Berücksichtigung biomechanischer Kriterien zur Reduktion der Belastung auf das Knochen-Implantat-Interface ist dabei angezeigt.

 

 

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 07. Januar 2014