Wissenschaftliche Kurzinfos (Abstracts) über Augmantations-Methoden in der Implantologie: Sinuslift, BMP, Distraktion, Knochenersatzmaterialien:

Sinusbodenaugmentation mittels eines nanokristallinen Hydroxylapatit-Silikat-Gels: Eine Fallserie und vorläufige histologische Ergebnisse nach drei Monaten


Canullo L, Dellavia C, Heinemann F.
Maxillary sinus floor augmentation using a nano-crystalline hydroxyapatite silica gel: case series and 3-month preliminary histological results.
Ann Anat. 2012 Mar 20;194(2):174-8.

 

Das Ziel dieser Fallserie war die histologische Untersuchung eines neuartigen Hydroxylapatit-Präparats zur Sinusbodenaugmentation nach drei Monaten Liegedauer.

Dazu wurden bei 10 gesunden Patienten mit einer initialen knöchernen Alveolarkammhöhe von 1-2 mm und einer Breite von 5 mm eine Sinusbodenaugmentation mit dem Hydroxyl-Silikat-Gel NanoBone® und eine anschließende Implantatinsertion im zweizeitigen Verfahren durchgeführt. Der Knochendeckel, mit welchem der Verschluss des lateralen Zugangs zur Kieferhöhle erfolgte, wurde mit einem Mini-Implantat mit rauer Oberfläche fixiert.

Drei Monate nach dem Eingriff wurde das Mini-Implantat mit einem Trepanbohrer entnommenund histomorphometrisch untersucht.

Die Analyse ergab mittlere Anteile von 38,26% ± 8,07% für NanoBone®, 29,23% ± 5,18% für Knochenmarkräume und 32,51% ± 4,96% für Knochen (neuer Knochen: 20,64% ± 2,96%, ortsständiger Knochen: 11,87% ± 3,27%). Der mittlere Anteil des Knochen-Implantat-Kontakts lag bei 26,02% ± 5,46%. Bindegewebe war im Bereich der Implantatoberfläche nicht zu beobachten.

Diese guten vorläufigen Ergebnisse ermutigen zu weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen zum Biomaterial NanoBone®

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 20. März 2012