Wissenschaftliche Kurzinfos (Abstracts) über Keramik in der Implantologie: Zirkonimplantate, Zirkonabutments,

Knochengewebsreaktion auf oberflächenmodifizierte Zirkondioxid-Implantate: Eine Studie zur Histomorphometrie und zum Ausdrehmoment im Kaninchenmodell


Sennerby L, Dasmah A, Larsson B, Iverhed M.
Bone tissue responses to surface-modified zirconia implants: A histomorphometric and removal torque study in the rabbit.
Clin Implant Dent Relat Res. 2005;7 Suppl 1:S13-20.

Von insgesamt 96 Schraubenimplantaten aus Zirkondioxid mit einem Durchmesser von 3,75 mm mit maschinierter Oberfläche, bzw. zwei weiteren Oberflächenmodifikationen (Zr-A und Zr-B) sowie Titan-Implantaten gleichen Durchmessers mit oxidierter Oberfläche (Ti-Ox) wurden je zwei in die Tibia und je zwei in den Femur von 12 Kaninchen eingebracht. Bei sechs Kaninchen wurde nach einer Einheilphase von sechs Wochen das Ausdrehmoment (RTQ) bestimmt.

Die Implantate der anderen sechs Tiere wurden en bloc mit dem umliegenden Gewebe entnommen und histologisch untersucht. Das Knochen-Implantat-Interface wurde bei den Zr-A und Zr-B-Implantaten nach Messung des Ausdrehmoments elektronenmikroskopisch bestimmt.

Die höchsten Oberflächenrauigkeiten wurden bei den Ti-Oxund Zr-A-Implantaten gemessen, gefolgt von den Zr-B-Implantaten und den maschinierten Implantaten. Bei den letztgenannten Implantaten wurde das niedrigste RTQ gemessen.

Es konnten keine signifikanten Unterschiede bezüglich des Knochen-Implantat-Interface zwischen den einzelnen Gruppen ermittelt werden. Der RTQ der Zr-Aund Zr-B-Implantate glich dem der Ti-Ox-Implantate.

Letzte Aktualisierung am Samstag, 15. Juli 2006