Wissenschaftliche Kurzinfos (Abstracts) über Keramik in der Implantologie: Zirkonimplantate, Zirkonabutments,

Einjahres-Follow-up zu 100 konsekutiv eingesetzten Zirkondioxid-Implantaten beim Menschen: Ein Vergleich zweier unterschiedlich rauer Oberflächen


Oliva J, Oliva X, Oliva JD.
One-year follow-up of first consecutive 100 zirconia dental implants in humans: a comparison of 2 different rough surfaces.
Int J Oral Maxillofac Implants. 2007 May-Jun;22(3):430-5.

Einteilige Implantate aus Zirkondioxid (CeraRoot, Barcelona, Spanien), eines davon mit rauer Oberfläche und fünf unterschiedlichen Designs wurden bei 36 Patienten (Durchschnittsalter 50 Jahre) mit oder ohne Lappenbildung eingesetzt. In Fällen mit insuffizientem horizontalem oder vertikalem Knochenlager wurden gleichzeitige augmentative Maßnahmen durchgeführt.

Implantate im Frontzahnbereich erhielten provisorische Sofortversorgungen. Implantate mit einem Torque niedriger als 35 N wurden mittels Adhäsivtechnik an den Nachbarzähnen, bzw. Nachbarimplantaten befestigt, um die Implantatmobilität und das Risiko für einen Implantatverlust zu reduzieren.

Die definitive Versorgung mit Vollkeramik-Kronen erfolgte vier Monate nach Implantatinsertion bei Implantaten mit gleichzeitigen augmentativen Maßnahmen und acht Monate bei Implantaten ohne gleichzeitige Augmentation. Die Implantat-Überlebensrate betrug sowohl für die Implantate mit und ohne raue Oberfläche gleichermaßen.

Aus den vorläufigen Ergebnisse dieser Untersuchung kann geschlussfolgert werden, dass Zirkondioxid-Implantate mit rauer Oberfläche eine gangbare Alternative zum Ersatz fehlender Zähne darstellen.

Letzte Aktualisierung am Donnerstag, 23. August 2007