Wissenschaftliche Kurzinfos (Abstracts) über Keramik in der Implantologie: Zirkonimplantate, Zirkonabutments,

Bruchfestigkeit von Implantaten aus Zirkondioxid nach künstlichen Alterungsprozessen


Andreiotelli M, Kohal RJ.
Fracture strength of zirconia implants after artificial aging.
Clin Implant Dent Relat Res. 2009 Jun;11(2):158-66.

Das Ziel der Studie war es, die Bruchfestigkeit von Implantaten aus Zirkondioxid (ZrO2) nach künstlichen Alterungsprozessen zu ermitteln.

Untersucht wurden insgesamt 120 Implantate aus Ti (Gruppen A und B), Yttrium-verstärktem tetragonalem polykristallinem ZrO2 (Y-TZP) (Gruppe C), mit Aluminium bestreutem Y-TZP (Y-TZP-A) (Gruppe D) sowie Y-TZP-A mit einer modifizierten Oberfläche (Gruppen E und F und G). Implantate aus Gruppe F wurden im Bereich des Implantatkopfes präpariert. In Gruppe G wurden die Implantate ebenfalls präpariert und anschließend mit Vollkeramikkronen aus Zirkondioxid versorgt. Jeweils acht Implantate aus jeder Gruppe wurden thermomechanischen Belastungszyklen im Kausimulator ausgesetzt. Sieben der 120 Implantate gingen während des künstlichen Alterungsprozesses verloren. Die unpräparierten Implantate gingen beim Bruchfestigkeitstest bei Werten von 725 bis 850 N zu Bruch, während präparierte Implantate bereits bei Werten zwischen 539 bis 607 N frakturierten.

Schlussfolgerung: Die mittlere Bruchfestigkeit lag innerhalb klinisch akzeptabler Grenzen. Die Präparation der Implantate hatte einen statistisch signifikanten, negativen Einfluss auf die Bruchfestigkeit. Daher können einteilige Implantatsysteme aus ZrO2 noch nicht für den klinischen Einsatz empfohlen werden.

Letzte Aktualisierung am Freitag, 17. Juli 2009