Wissenschaftliche Kurzinformationen aus der Implantologie

Einfluss einer nanoporösen Zirkon-Implantatoberfläche auf die Vtalität humaner Osteoblasten


Aboushelib MN, Osman E, Jansen I, Everts V, Feilzer AJ.
J Prosthodont. 2013 Feb 22. doi: 10.1111/j.1532-849X.2012.00920.x. [Epub ahead of print]
Dental Biomaterials Department, Fakultät für Zahnmedizin, Universität Alexandria, Alexandria Ägypten Dental Biomaterials Department, Fakultät für Zahnmedizin, Beirut Arab University, Beirut, Libanon Materials Science und Abteilung Oral Cell Biology, Academic Center of Dentistry Amsterdam (ACTA), Forschungsinstitut Move, Universität Amsterdam und VU University Amsterdam, Niederlande.

Zweck: Die dichte, nichtretentive Oberfläche von Zirkonoxidimplantate wurde durch selektive Oberflächenbehandlung mittels Infiltration und Ätzen in eine nanoporöse Oberfläche modifiziert. Das Ziel dieser Studie war, den Einfluss einer solch modifizierten nanoporösen Zirkoniumdioxid-Oberfläche auf die Anlagerung menschlicher Osteoblasten zu untersuchen.

Materialien und Methoden: Humane Osteoblasten wurden für 21 Tage auf (i) eine durch selektive Infiltration geätzte, nanoporöse Zirkonoxid-Oberfläche), (ii) poliertes Zirkon, (iii) poliertes Titan, oder (iv) durch Purlverstrahl und Ätzung modifizierte (SLA) Titan-Platten kultiviert . Nach der Anzucht wurden die folgenden Parameter untersucht: Anzahl der Zellen, die Morphologie der Zellen, die Adhäsion der Zellen, die alkalische Phosphatase-Aktivität, und die Höhe des gesamten Proteins (α = 0,05).

Ergebnisse: Die statistische Analyse zeigte eine signifikant höhere Zellzahl am dritten (F = 17,4, p <0,001) und achten Tag (F = 163, p <0,001) für nanoporöse Zirkonoxid und SLA Titanoberflächen im Vergleich zu polierten Proben. Die Anzahl der Zellen (nanoporösen Zirkonia 160 ± 20/mm (2), SLA Titan 133 ± 15/mm (2)) und Zellgröße (nanoporösen Zirkonoxid 50,7 ± 3 um, SLA Titan 42,5 ± 4 um) waren signifikant höher als in den polierter Proben. Nanoporöse Zirkonoxid-Proben zeigten vergleichbare Aktivität der alkalischen Phosphatase (0,0036 ± 0,0035 ng / ul) und im intrazellulären Protein-Gehalt (72,7 ± 0,9 ng / ul) im Vergleich zu den anderen getesteten Gruppen. Die Rasterelektronenmikroskopie zeigte, dass Zellen, auf polierten Oberfläche mit fingerartigen Prozessen wachsen, wogegen auf der nanoporösen Oberfläche solche fingerartiges Wachstum nicht beobachtet werden konnte, da die Zellmembranen einen engen Kontakt zu der darunter liegenden Oberfläche entwickelten.

Fazit: Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass eine nanoporöse Zirkonoxid-Oberfläche im Vergleich zu einer polierten Oberfläche Zellwachstum und Zelladhäsion begünstigt. Nanoporöse Zirkonoxid-Oberflächen scheinen das klinische Potential bei der Osseointegration von Zirkonoxid-Implantate zu verbessern.

Letzte Aktualisierung am Sonntag, 17. März 2013