Das Zahnimplantate-Diskussions-Forum

Wartezeit nach Knochenaufbau

Verfasst am: 29. 08. 2017, 19:07
Hugo17
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 20.07.2017
Beiträge: 18
Hallo,
ich habe folgende Frage: Wie lange kann ich nach einem Knochenaufbau mit der Implantation warten? Berufsbedingt muss ich die Implantation verschieben. Nun habe ich Bedenken, dass sich der Knochen wieder abbaut...
Vielen Dank im Voraus!
 
Verfasst am: 31. 08. 2017, 18:04
Hugo17
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 20.07.2017
Beiträge: 18
Hat niemand eine Antwort für mich?
Ich möchte ja nun den Arzt wegern der Vollnarkose wechseln. Mein jetziger Arzt macht mir jetzt irgendwie Arzt wegen der Vollnarkose. Ist es wirklich so schlimm?
Ich bitte um eine Antwort.
 
Verfasst am: 31. 08. 2017, 18:12
DocWolff
Gast
Dabei seit: 31.08.2017
Beiträge: 1
Guten Tag,
jeder Knochenabbau ist zwar einem zeitabhängigen Abbau unterworfen. Es ist aber schwer vorauszusagen, in welchem Umfang dieser stattfindet. Man befürchtet ca. 50% nach einem halben Jahr. Das bedeutet aber keinesfalls, dass nach einem Jahr alles weg ist.
mfg
Woff

 
Verfasst am: 31. 08. 2017, 18:42
Hugo17
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 20.07.2017
Beiträge: 18
Vielen Dank Dr. Wolff für Ihre Antwort.
Können Sie noch ein Wort zur Narkose schreiben? Dass es ein Risiko ist, weiß ich auch, aber ist es wirklich so schlimm, wie Arzt und die Schwester tun?
 
Verfasst am: 31. 08. 2017, 20:02
Agnes
Gold Boarder
Dabei seit: 25.10.2008
Beiträge: 237
Der Knochen baut sich nicht so rasch ab, auch nicht unter Nichtbelastung. Bei mir wurde sogar acht Monate gewartet zwecks besserer Ausheilung . Knochenabbau = null. Wenn man Bedenken hat, kann täglich an der Stelle einen sanften Druck (mit dem Finger) auf den Knochen ausgeübt werden. Das reicht schon...

Ein anderes Anästhesieverfahren als eine Narkose ist eine "Sedierung", auch "Dämmerschlaf" genannt. Bei einer Sedierung mit "Propofol" merkt man nichts und man hat hinterher auch keine Erinnerung an den Eingriff. Google mal mit den Begriffen "Analgosedierung" bzw. "Dämmerschlaf" und "Zahnbehandlung". Anschließend den Zahnarzt darauf ansprechen.

 
Verfasst am: 11. 09. 2017, 17:56
gwittstock
Expert Boarder
Zahnarzt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Dabei seit: 30.06.2014
Beiträge: 83
Hallo,


im Rahmen der Einheilung eines Knochenaufbaus kommt es in der Regel immer auch zu einer Volumenabnahme des eingebrachten Knochens (Eigenknochen oder Knochenersatz).
Der Grund liegt einfach darin, dass dieser Knochenaufbau ja noch nicht mit Gefäßen durchwachsen ist und so schlechter mit Nährstoffen versorgt wird. Erst im Laufe der Einheilung wachsen auch Gefäße ein die dann den Aufbau stabilisieren und dann das Volumen gehalten wird. Bis dahin kann sich etwas des Aufbaus zurückbilden.

Daher wird aber bei einem Knochenaufbau immer etwas "überaugmentiert", also etwas mehr aufgebaut als nötig, um den diesen anfänglichen Verlust auszugleichen.

Ich würde der Empfehlung von "Agnes" jedoch nicht zustimmen, jeden Tag mit dem Finger auf den Knochenaufbau zu drücken. Ein Knochenaufbau heilt nur ein, wenn er mechanisch nicht belastet wird und formstabil gehalten wird.

Zu der Vollnarkose. Natürlich stellt eine Vollnarkose immer ein Risiko dar. Dieses lässt sich durch eine sorgfältige Anamnese und einen Erfahrenen Anästhesisten minimieren, beseitigen kann man ein Restrisiko jedoch nie. Daher sollte das Risiko im Verhältnis zur Art des Eingriffs gesehen werden.
Bei einem Einzelimplantat würde ich nun auch keine Vollnarkose empfehlen, bei mehreren Implantaten und ggf. Knochenaufbau und umfangreicheren Behandlungen, kann eine Vollnarkose jedoch durchaus sinnvoll sein.

Viele Grüße,

Dr. Gero Wittstock

LU1 - Praxis für Zahnheilkunde Dr. Wittstock
Schwerpunkt Implantologie

www.dr-wittstock.de
 
Verfasst am: 11. 09. 2017, 18:42
Hugo17
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 20.07.2017
Beiträge: 18
Vielen Dank, Dr. Wittstock, für Ihren ausführlichen Beitrag.
Schade, dass Sie zu weit von mir entfernt sind.
 
Verfasst am: 11. 09. 2017, 20:43
Agnes
Gold Boarder
Dabei seit: 25.10.2008
Beiträge: 237
@ Dr. Wittstock,

der TE hatte im ersten Beitrag geschildert, dass der Knochenaufbau schon einige Zeit her war und er die Implantation berufsbedingt verschieben möchte. Nun hatte er Bedenken, dass sich der Knochen bei Nichtbelastung wieder abbauen könnte.

Richtig ist, wie Sie sagen, dass direkt nach dem Knochenaufbau keine mechanische Berührung stattfinden soll. Wenn aber die Ausheilung nach längerer Wartezeit (das hatte ich ausdrücklich erwähnt) bereits abgeschlossen ist, kann mit einem sanften Fingerdruck ein wenig Druck „simuliert“ werden. Jedenfalls wurde mir nach der sechsmonatigen Einheilzeit eines Knochentransplantats diese Prozedur empfohlen, weil noch nicht neu implantiert werden konnte.

@ Hugo
viel Erfolg beim Suchen nach einem gewissenhaften Implantologen. Das ist der entscheidende Faktor fürs Gelingen. Wenn du, wie du in dem anderen Thread geschrieben hast, bereit bist 100 km zu fahren, dann könnte eine ungefähre Angabe der Himmelsrichtung u. U. zum Ziel führen icon_wink.gif
 
Verfasst am: 11. 09. 2017, 22:01
Hugo17
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 20.07.2017
Beiträge: 18
Agnes: Ich wohne in Mecklenburg Vorpommern. Mittlerweile bin ich bereit, 250 Km (bis Hamburg oder Berlin) zu fahren. Auf einer Homepage habe ich gelesen, dass man 5 mal in die Praxis kommen muss und dann schöne Zähne hat. Bei fünfmal fahren, ist ja ein Ende ist Sicht icon_smile.gif
 
Verfasst am: 12. 09. 2017, 09:52
Agnes
Gold Boarder
Dabei seit: 25.10.2008
Beiträge: 237
@ Hugo,

In dem Raum könnte ich dir einen MKG-Chirurgen nennen, der sehr gewissenhaft plant und arbeitet. Bei schwierigen Fällen nimmt er sich Zeit, inklusive schonungsloser Aufklärung mit Angabe aller Optionen und Risiken der individuellen Implantatsetzung vor der Unterschrift. Sehr sauberer OP- und Aufwachraum. Jede Form von Anästhesie möglich, immer von einem Narkosearzt durchgeführt und von Fachpersonal der Anästhesie und Intensivmedizin überwacht, auch in der Aufwachphase.

Allerdings weiß ich nicht, ob er 10 Implantate in einer Sitzung setzen würde, denn auch der Operateur stößt bei langen Eingriffen an seine Konzentrationsgrenzen.

5 mal in die Praxis kommen ist eine relative Angabe. Es hängt viel von den individuellen Voraussetzungen und dem Heilungsverlauf ab. Ich glaube kaum, dass er dir ohne Bohrschablone 10 Implantate setzen wird. Für die Prothetik brauchst du aber noch einen Zahnarzt. Den könnte ich dir auch nennen.

Leider darf ich hier im Forum keinen Link posten. Bei Angabe einer E-Mail-Adresse würde ich ihn dir zukommen lassen.
 
Verfasst am: 13. 09. 2017, 16:57
Hugo17
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 20.07.2017
Beiträge: 18
Hallo Agnes,
vielen Dank für dein Angebot. Da ich keinen Zahnarzt habe, suche ich eine Praxis, in der alles gefertigt wird. Anonsten bin ich ja wieder auf der Suche nach einem Zahnarzt.
 


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    Mehr zum Thema Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkassen.


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