Das Zahnimplantate-Diskussions-Forum

taubheit nach implantat

Verfasst am: 08. 03. 2012, 09:11
paulchen205
Fresh Boarder
Dabei seit: 08.03.2012
Beiträge: 2
Hallo zusammen,
auch mir wurden am 30.09.2010 vier Implantate im UK gesetzt. Die Betäubung ließ im Laufe des Tages nach - nur nicht am Kinn und an der Unterlippe. Am nächsten Tag musste ich zum Nachschauen und wurde umgehend zum DVT geschickt. Das hätte man vor dem Implantieren machen sollen. Mir wurden am gleichen Tag die zwei hinteren Implantate entfernt und versetzt wieder implantiert. Das Implantat links hatte auf den Nerv gedrückt und rechts war es auch sehr dicht am Nerv, sodass nach der Endversorung durch den Kaudruck auch dort Probleme zu erwarten gewesen wären. Ich bekam dann Vitamin B - was nicht wirklich etwas nutzte. Ganz ist die Taubheit noch nicht weg, aber es wird allmählich besser. Geduld ist hier gefragt, da der Nerv sich nur sehr sehr langsam regeneriet. Meine ZÄ hatte aber sofort gehandelt, sämtliche Termine verschoben und mich sofort behandelt. In Rechnung wurde mir die OP vom 30.9.10 gestellt; die vom 1.10.10 war ein Garantiefall. Deshalb charlotte26 musst du sicherlich das 2. Implantat nicht zahlen, denn auch dein ZA muss dir eine Garantie (gesetzlich 2 Jahre) einräumen.
 
Verfasst am: 08. 03. 2012, 10:56
alkmene
Fresh Boarder
Dabei seit: 07.03.2010
Beiträge: 13
Hallo Charlotte,

trotz Planung mit DVT war bei mir vor einem Jahr eines der beiden Implantate zu lang und hat den Unterkiefernerv beschädigt. Der Fehler ist bei der postoperativen Röntgenkontrolle bemerkt und das Implantat sofort (!) ausgetauscht worden. Der Nerv hatte sich nach etwa 6 Wochen wieder vollständig erholt.
Das Missgeschick war dem Operateur außerordentlich peinlich, und natürlich musste ich die Revision nicht bezahlen.

Alles Gute und Gruß, alkmene
 
Verfasst am: 08. 03. 2012, 17:49
Charlotte26
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Hallo Alkmene,
ich kenne die Abkürzung DVT nicht.
Können Sie mir den Begriff kurz erläutern? Danke im Voraus.
Ich hoffe, dass ich auch Glück habe und der Nerv wieder "Nerv wird".

Liebe Grüße Charlotte
 
Verfasst am: 08. 03. 2012, 17:51
Charlotte26
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Danke Paulchen für die Information über die Gewährleistung.

Gruß Charlotte
 
Verfasst am: 08. 03. 2012, 20:47
alkmene
Fresh Boarder
Dabei seit: 07.03.2010
Beiträge: 13
Hallo charlotte,

DVT - die Abkürzung für digitale Volumentomographie - ist ein dreidimensionales Röntgenverfahren, das zur Diagnostik vor operativen Eingriffen eingesetzt wird.
In der Implantologie liefert es sehr genaue Aussagen über Qualität und Ausdehnung des Knochens, in den implantiert werden soll und über wichtige Strukturen in der Nähe des Knochenlagers (beispielsweise Lage und Verlauf des Unterkiefernervs), die beim Bohren unbedingt geschont werden müssen.

Gute Besserung und liebe Grüße, alkmene
 
Verfasst am: 09. 03. 2012, 12:14
Charlotte26
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Danke Alkmene für diesen überaus wichtigen Hinweis.

LG Charlotte
 
Verfasst am: 06. 04. 2012, 13:52
sunny
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
habe seit 15.3.12 Implantate bekommen unter andern 2 im Unterkiefer. Seidem hab ich ein taubheitsgefühl am Kinn und Lippe.
War daraufhin gleich am nächsten Tag wieder beim Za.Er sagte die Implantate sitzen richtig.Hat ein Implantat lockerer gemacht. Keine Besserung. Er vermutet, dass evt. Einblutungen auf den Nerv drücken und ich muss Geduld haben. Es kann bis zu 1 Jahr dauern.Von Vitamin d hält er nichts.Bin sehr gefrustet und unendlich traurig.Hab ich Hoffnung auf Besserung?
 
Verfasst am: 06. 04. 2012, 16:16
bicolor
Junior Boarder
Dabei seit: 02.05.2010
Beiträge: 26
die Vermutung Deines ZA nützt Dir gar nicht! Versuch so schnell wie möglich, in der nächst gelegenen Zahnklinik Hilfe zu bekommen. Warum hört man immer wieder, daß Beschwerden (hier spezielle Taubheiten) \'normal\' seien und wohl wieder vorbeigehen usw. Warum gibt nicht einmal ein ZA zu, daß er evtl. etwas falsch gemacht haben könnte? Warum ist immer der Patient der \'Schuldige\' bzw-\'Der Dumme\'??
 
Verfasst am: 06. 04. 2012, 21:47
Tonja
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
ganz einfach deshalb, liebe(r) bicolor, weil in den allermeisten Fällen nichts falsch gemacht worden ist! Was könnte denn falsch gemacht worden sein, was eine Taubheit verursacht? Eben nur, das das Implantat zu nah am Nerv im Mandibularkanal sitzt, oder den Nerv tangiert hat. Beides kann man durch eine Untersuchung bestätigen oder eben verneinen. In den allermeisten Fällen, -und das kann man hier immer wieder so nachlesen- ist es so, das der Nerv nicht zu dicht am Implantat liegt, geschweige denn, angebohrt wurde. Im Oberkiefer gibt es keinen solchen "Nervenkanal" wie im Unterkiefer, und trotzdem berichten hier immer wieder Leute über Taubheit oder "komische Gefühle" im Implantationsgebiet.
Also muß es etwas anderes sein wie eine "Verletzung" eines Nerven. Ich denke, die feinen Äste des Trigeminusnervs, welcher seine Ausläufer über Ober,-und Unterkiefer schickt, sind ganz einfach "beleidigt", ohne durch einen vermeintlichen Fehler des Operateurs tangiert worden zu sein. Sie sind irritiert durch die Manipulation im Versorgungsgebiet. Beim Einen mehr, beim Anderen überhaupt nicht. Dies liegt aber nicht in der "Hand des Implanteurs" sondern, es passiert, ohne das etwas falsch gelaufen wäre...
Gerade die Beschreibungen von vielen Leuten hier wie "Brennen", "Jucken" "Pochen" "Kribbeln" spricht für Irritationen des Trigeminusnervs.
Deswegen ist es in meinen Augen nicht richtig, von einem "Fehler" beim Implantieren zu sprechen, weil definitiv kein Fehler gemacht worden ist. Jene Fälle, in welchen der Nerv tatsächlich verletzt wurde, die gibt es auch, aber diese sind selten und werden dann ja auch, wie hier geschrieben, vom Arzt bestätigt und das Implantat wird entfernt.
Also: Vorsichtig sein mit pauschalen Aussagen wie: "Warum gibt nicht einmal ein ZA zu, daß er evtl. etwas falsch gemacht haben könnte?"

Gruß Tonja
 
Verfasst am: 07. 04. 2012, 16:29
bicolor
Junior Boarder
Dabei seit: 02.05.2010
Beiträge: 26
ganz einfach, liebe Tonja, weil ich leider selbst diese etwas unschönen Erfahrungen machen mußte.Es ehrt Sie, daß Sie eine Lanze brechen für alle Behandler. Aber ich finde ...\'eben nur, dass das Implantat zu nah am Nerv im Mandibularkanal sitzt.... NUR ist gut, das reicht ja wohl schon.
Ich würde es begrüßen, wenn man als Patient in alles mit einbezogen wird, dann hat man auch mehr Verständnis für evtl. auftretende \'Fehler\' und hat insgesamt ein besseres Gefühl.
 
Verfasst am: 07. 04. 2012, 19:41
Tonja
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Hallo bicolor,
mit "nur" meinte ich nicht das "nur" im Sinne von Verharmlosung...sondern ich meinte das "nur" im Sinne von "einzig mögliche Ursache"...kam vielleicht falsch rüber.
Wenn es denn so ist, das ein Implantat zu nah am Nerv sitzt, dann ist das natürlich für den Pat.- in diesem Falle Sie- schon nicht toll...ganz klar, aber, ich denke, auch Ihr Behandler hat entsprechend reagiert und den Fehler behoben oder nicht? Wenn nicht...schlecht. Wenn ja....richtig. Definitiv ist diese Gefahr im UK immer gegeben, es sollte nicht passieren, aber es KANN passieren. Darüber wird man aber vorher aufgeklärt.
Was meinten Sie denn mit":ch würde es begrüßen, wenn man als Patient in alles mit einbezogen wird, " meinten Sie die Aufklärung damit?
Ich habe das Glück, von meinem Zahnarzt immer im vollen Umfang imformiert zu werden, ich kann soviel fragen was ich will...er ist nie genervt oder weicht mir aus.
In diesem Sinne
Frohe Ostern wünscht Tonja
 
Verfasst am: 31. 10. 2012, 16:59
Annegret
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
Werte Diskussionsteilnehmerin,

wenn ich so Ihre Beantwortung lese, dann frage ich mich, sind Sie Zahnärztin, die sich hier behaupten muss?
Ich sage Ihnen mal hierzu folgendes. Wenn ein Taubheitsgefühl da ist, dann ist der Zahnarzt der Beschuldigte. Ich komme zwar nicht vom Fach, habe aber mich sehr damit beschäftigt.
Ich habe im Unterkiefer 8 Implantate und seit einem Jahr dieses narkotisierte Gefühl von Taubheit. Mehrere Implantologen, die ich kenne, aben mir erklärt, dass das nicht mehr verschwindet, also, ich habe lebenslang damit zu tun. Den Namen des Zahnarztes, der sich nach der Behandlung nicht mehr um mich gekümmert hat ist Prof. Dr. Ady Palti. Ich führe zur Zeit ein Verfahren, weil ich recherchiert habe, dass die Implantate, die ich gesetzt bekommen habe keine CE-Registrierung haben. Ich kann nur jedem Patienten empfehlen, sich von dem Zahnarzt genau erklären zu lassen welche Implantate verwendet werden. Ich habe einen Implantatausweis von Paltop-Implantaten und eine Rechnung Zimmerimplantate. Schon sehr merkwürdig oder?
Dann sollte man sich auch über das Knochenersatzmaterial erkundigen. Z.B. OSBONE zahlt die Zusatzversicherung nicht und ich habe einen langen schriftlichen Prozeß führen müssen um an die Studien zu kommen. Interessant ist, dass dieser Zahnarzt, der auf der ganzen Welt Vorträge hält, mir auch noch eine schriftliche Garantieerklärung gibt über 10 Jahre. Darüber sollten alle Patienten die das lesen sich unbedingt mal Gedanken machen.
 
Verfasst am: 07. 03. 2013, 17:14
pia
Gast
Dabei seit: 09.07.2013
Beiträge: 0
pia schrieb:
[quote]mein Implantat wurde vor 3 Wochen im rechten Unterkiefer gesetzt und das Kinn und rechte Unterlippe sind noch total taub . Bin schon ziemlich am Verzweifeln, da ich mich auch ständig reinbeisse.Hab vorher ein CD gemacht und mein ZA meint,ich soll nochmal eines machen lassen...und dann muss ev.das Implantat schief gestellt werden oder muss wieder raus.Ich weiß nicht ob ich noch warten soll? Kann man das nach 1/2 Jahr auch noch korrigieren, oder ist dann der Nerv schon noch mehr geschädigt?????[



/quote]
 
Verfasst am: 23. 03. 2013, 16:06
malan
Fresh Boarder
Themenersteller
Dabei seit: 21.01.2012
Beiträge: 7
hallo zusammen, mein implantat im rechten oberkiefer (eckzahnbereich) wurde im november 2011 gesetzt, ich habe immer noch (märz 2013) das bereits beschriebene taubheitsgefühl im berecih der lippe, insb wenn ich gegessen habe. nervt sehr - was soll ich tun ? der za sagt weiterhin, das implantat wäre gut eingewachsen und alles ok, aber dem ist ganz klar nicht so. kann dies vielleicht eine allergische reaktion sein ?
 
Verfasst am: 24. 03. 2013, 11:09
Dr.Thilo Fechtig
Premium Boarder
geprüfter Experte der Implantologie (DGOI)
Dabei seit: 14.08.2010
Beiträge: 350
Hallo Malan


ich hoffe 1 Jahr später ist alles wieder OK?
Dieses Taubheitsgefühl kann auch mal im OK vorkommen, da auch dort Äste des n.trigeminus ausstrahlen.

Vermeiden können es Behandler, in dem sie die Schnittführung entsprechend wählen und weniger horizontal schneiden.
Eigentlich ein Fehler von eher unerfahrenen Kollegen.

MfG
Dr. Fechtig/Süddeutschland/Zahnarzt und DGOI Mitglied Waldshut

 


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