Das Zahnimplantate-Diskussions-Forum

Implantat 24/25, Schmerzen, Kieferhöhle, bitterer Geschmack

Verfasst am: 21. 07. 2017, 11:05
Pedra
Gast
Themenersteller
Dabei seit: 21.07.2017
Beiträge: 1
Hallo,

ich habe vor 2 Jahren zwei Implantate (24, 25) bekommen. Der Implantation ging ein über zwei Jahre währendes Matyrium mit ständigen Zahnarztbesuchen voraus. Ich hatte immer das Gefühl, dass links irgendetwas nicht stimmt. Mal Druckgefühl, mal Brennen, das zum Abend hin erst mal zugenommen hatte, sich in der Nacht aber beruhigt hat. Ich wurde immer auf Zahnfleischentzündung behandelt, oder eine Flouridierung wurde aufgetragen oder oder oder. Da auch auf den Röntgenbildern nie etwas zu erkennen war, hat man mich irgendwann nicht sehr ernst genommen. Das Ende vom Lied war, dass beide Zähne hochgradig entzündet waren und gezogen werden mussten. Bei Zahn 25 hatte sich dann doch nach 1,5 Jahren endlich ein Entzündungsherd auf dem Röntgenbild gezeigt. Man hat dann noch eine WSR probiert, aber die Beschwerden blieben. Dann wurde der Zahn entnommen. Als an der Stelle implantiert werden sollte, stellte der Chirurg beim Eröffnen fest, dass auch der 24 so vereitert ist , dass er nicht zu retten war und zog ihn ebenfalls. Vor zwei Jahren erhielt ich dann die Implantate. Mal am Rande, hätte man damals schon festgestellt, dass die weiteren Beschwerden nicht vom 25 sondern vom 24 herrühren, könnte ich zumindest einen der beiden Zähne heute noch haben.

Seit ca. 6 Wochen nun habe ich genau die gleichen Probleme in dem Bereich, wie damals mit der Besonderheit, dass ich nun seit ein paar Tagen auch einen eklig bitteren Geschmack im Mund habe. Wieder mehrfach beim Zahnarzt, Röntgen, wieder nichts zu erkennen. Das Zahnfleisch behandelt, keine Besserung. Letzte Woche dann ein Termin beim Kieferchirurg, Röntgen, ansehen, ein bisschen herumdrücken.....nichts. Nun soll am Dienstag ein CT der Kieferhöhle gemacht werden. Der Kieferchirurg sagt, dass es auch entzündliche Vorgänge im Kiefer gäbe, die nicht mit Bakterien und Viren einhergehen.
Das habe ich nun nirgends gelesen. Ich habe noch nie Probleme mit der Kieferhöhle gehabt. Ich hatte seit mindestens einem halben Jahr keine Erkältung. Das einzige, ich habe eine leichte Nasenscheidewandkrümmung, die aber links sogar weniger ausgeprägt ist als rechts und mir in den 44 Jahren meines Lebens nie große Probleme bereitet hat.
Ich halte es für völligen Blödsinn, dass eine evtl. Kieferhöhlenentzündung bei mir von etwas anderem sein kann, als von den Zähnen.... Irgendwoher muss die Entzündung ja kommen. Es ist einseitig links, manchmal mehr, manchmal weniger. Ein Druck, Schwellungsgefühl, manchmal nur in der Zahngegend, manchmal bis unters Auge....
Das Röntgenbild zeigt nichts, die Untersuchung ergibt nichts, ich werde wahnsinnig....

Was würden Sie mir jetzt raten? Kann ein DVT mehr Aufschluss geben? Zur Not bezahle ich das eben.

Ich bin dankbar für jeden Rat!

Beste Grüße

Pedra
 
Verfasst am: 21. 07. 2017, 17:11
NordZahn
Fresh Boarder
Dabei seit: 18.07.2017
Beiträge: 4
Hallo Pedra,
Zunächst mal ist das ja eine ziemlich böse Geschichte. Aber um sie aufzuklären, oder das zumindest zu versuchen, fehlen ein paar Daten. Waren 24, 25 wurzelbehandelt? Falls nein, wurden Vitalitätsprüfungen durchgeführt und mit welchem Ergebnis? Was ist mit 23, 26,27? Ist die Kieferhöhle endoskopisch untersucht worden, wenn ja, mit welchem Ergebnis?
Ich gehe sehr davon aus, dass es eine Beteiligung der Nasennebenhöhlen gibt. Aber was zuerst da war, lässt sich aus Deinem Bericht nicht schließen. Es gibt aber wesentlich mehr Entzündungen der Kieferhöhle durch Zähne verursacht als umgekehrt. Eine Entzündung der Kieferhöhle, zumindest eine akute, lässt sich übrigens nach meiner Erfahrung recht einfach und sicher diagnostizieren. Etwa fingerbreit unter dem Auge und fingerbreit neben der Nase befindet sich ein Nervaustrittspunkt. Bei akuten Entzündungen tut es praktisch immer weh, wenn man dorthin drückt.
Ein DVT bietet übrigens eine gute Möglichkeit, das alles mal gründlich unter die Lupe zu nehmen.
So, das wars erstmal.
Viele Grüße und gute Besserung
NordZahn
 
Verfasst am: 24. 07. 2017, 15:11
Pedra
Gast
Dabei seit: 24.07.2017
Beiträge: 1
Hallo NordZahn,

vielen lieben Dank für die Informationen, die sich nach Expertenrat anhören?! Leider bin ich mir bei den vielen Terminen von damals nicht mehr sicher, ob nun die Zähne 24/25 oder einer der beiden wurzelbehandelt waren. Ich glaube nicht, weil ich mich erinnere, dass man Kältetests usw. immer wieder durchgeführt hatte, die zu keinem Ergebnis geführt haben. Ich weiß aber sicher, dass die Beschwerden praktisch direkt nach dem Setzen von Zahnhalsfüllungen dort im Jahr 2012 begonnen hatten. Der Zahn 26 ist ein teilüberkronter Zahn (der Kieferchirurg hat ihn abgeklopft, aber nichts festgestellt), Zahn 27 (letzter Zahn OK links) hat eine Amalgamfüllung, der Eckzahn 23 ist einer meiner wenigen Zähne, der keine Füllung hat und daher intakt sein sollte (hoffentlich). Der Zahn 22 hat seit etwa einem Jahr auch eine Zahnhalsfüllung (es ist eine wage Vermutung, aber liegt es bei der Vorgeschichte nicht nahe, dass er der Übeltäter sein könnte?)

Wenn ich auf meiner Wange etwa in der Gegend, die Sie beschreiben, herumdrücke,
kann ich keine Verstärkung der Beschwerden feststellen. Auch nicht beim Nach-unten Beugen..... Es ist wirklch zum Verzweifeln. Auch macht mir langsam dieses ständige Röntgen an der Stelle, was ja seit 5 Jahren in gewisser Regelmäßigkeit stattfindet, langsam Sorgen. Nun soll auch noch ein CT gemacht werden, super icon_frown.gif. Aber mir bleibt ja keine andere Wahl.... Wenn das CT keinen Befund ergibt, werde ich wohl doch noch ein DVT machen lassen müssen....

Vielen Dank nochmal für die Infos. Mal sehen, was morgen bei dem CT herauskommt....

Freundliche Grüße

Pedra
 
Verfasst am: 24. 07. 2017, 19:08
NordZahn
Fresh Boarder
Dabei seit: 18.07.2017
Beiträge: 4
Hallo Pedra,

nur zur Info: Ein DVT IST ein CT.

Liebe Grüße

NordZahn
 
Verfasst am: 25. 07. 2017, 15:52
Pedra
Gast
Dabei seit: 25.07.2017
Beiträge: 1
Hallo,

das stimmt so nicht ganz: Mag sein, dass ein DVT in die Gruppe der CTs gehört, aber ein DVT ist strahlungsärmer als ein CT und ein CT ist wohl technisch eher für Weichteile geeignet, ein DVT eher für Knochen, hier also die Zähne selbst. Egal, Fakt ist, dass das CT der Nasennebenhöhlen, das heute gemacht wurde, ohne Befund ist. Ist super, aber bringt mich nicht weiter. Hätte mich eigentlich so oder so nicht weitergebracht, wenn die Ursache nicht erkennbar ist. Nun werde ich dies mit meinem Kieferchirurgen besprechen. Die letzte Möglichkeit ist dann wohl ein DVT...... Wenn dieses nichts anzeigt, hatte der Kieferchirurg noch von einem muskulären Problem gesprochen. Komisch nur, dass ich dieses erst seit ca. 6 Wochen habe. Ich glaube nicht an ein muskuläres Problem.....

Viele Grüße und danke für die Infos....

Pedra
 
Verfasst am: 25. 07. 2017, 19:47
NordZahn
Fresh Boarder
Dabei seit: 18.07.2017
Beiträge: 4
Hallo,

ich habe zwar die Fachkunde DVT, also den Schein, es auszuwerten, aber auch ich lasse mir gern mal was Neues erzählen.

Liebe Grüße

NordZahn
 
Verfasst am: 04. 08. 2017, 10:26
Pedra
Gast
Dabei seit: 04.08.2017
Beiträge: 1
Hallo nochmal,

der Besprechungstermin beim Kieferchirurgen hat natürlich auch nichts ergeben.
Ein DVT sagte er, würde auch keine genaueren Ergebnisse bringen. Ich bin da zwar nicht so sicher, auch kein Fachmann, wie Sie, Nordzahn, aber ich hatte schon mal ein DVT und da waren die Zähne halt auch seitlich zu sehen und nicht nur von oben nach unten . Ich lag ja beim CT auf dem Rücken und so ist eben auch die Aufnahme. Oder kann man das entsprechend einstellen, dass man die Zähne rundherum sieht??

Jedenfalls, das Ende vom Lied ist, dass man mich jetzt mit meinen Beschwerden alleine lässt. Kein Befund, also auch keine Therapie möglich. Die Ärzte machen es wirklich sehr einfach. Ich weiß eines, wenn ich in ein paar Wochen eine Eiterfistel in dem Bereich entdecke, wechsle ich Zahnarzt und Kieferchirurg, bei denen ich schon seit Jahren bin und die viel Geld an mir verdient haben....

Drei Mal ist einfach zu viel....so blind kann keiner sein.

Vielen Dank für die Hilfe, Nordzahn, und beste Grüße

Pedra
 
Verfasst am: 07. 08. 2017, 23:13
Agnes
Gold Boarder
Dabei seit: 25.10.2008
Beiträge: 229
Die Aussagekraft dieser bildgebenden Verfahren ist äußerst begrenzt. Durch gezielte Weglassung von Information lässt sich der „Befund“ in die für den Behandler gewünschte Richtung lenken. Dabei spielt die Kommunikation - und wie davon Gebrauch gemacht wird - eine überragende Rolle. Bei Interesse siehe:
https://www.implantate.com/forum/diskussionsforum-zahnimplantate/falsch-sitzendes-implantat-nicht-durch-aufnahmen-darstellbar-41924/view.html?tx_mmforum_pi1[fid]=2
Die extrem auffällige Fehlpositionierung des Implantats (siehe Bild Beitrag vom 24.07.15) konnte durch kein einziges Verfahren (Zahnfilm, Panoramaschicht, DVT) diagnostiziert werden.

Kleine Erläuterung:
Was sagt z. B. eine Wetterprognose mit 50 % Schneefall aus? Jeder wird sagen, dass mit 50 % iger Sicherheit Schneefall zu erwarten ist. Richtig! Aber was sagt sie noch aus? Dass es zu 50 % NICHT schneien wird. Genau so ist es mit all diesen hell-dunklen Aufnahmen: der Arzt, der die Implantate gesetzt hat, kann da rein interpretieren, was ER will. Wenn nichts dargestellt wird, bedeutet das, dass zu 50 % nichts zu sehen ist, aber auch dass über die restlichen 50 % KEINE Aussage möglich ist.

Diese 50 % beinhalten z. B., dass das Implantat falsch positioniert sein kann, dass es von der Front- oder Rückseite nicht von Knochen ummantelt ist, dass es einen Spalt zwischen Implantat und Knochen gibt, dass Spielraum (wenn auch minimal ) zwischen Implantat und Abutment besteht, (verursacht mechanischen Druck beim Belasten!), dass sich dadurch das Abutment im Implantat verkanten kann, usw… Auf Niederländisch gibt es das passende Sprichwort: „wat baten kaars en bril als de uil niet zien en wil?“ (was nutzen Kerze und Brill(e), wenn die Eule nicht sehen will?)

Bei einem bitteren Geschmack im Mund, sollte geprüft werden, ob freiliegende Implantatwindungen dafür verantwortlich zu machen sind. Sie scheuern permanent an der Zahnfleischinnenseite, was zu anhaltender Austritt von Wundsekret führt. Genau das war bei mir der Fall, aber das kann ja nicht mit einer hell-dunkel Aufnahme „diagnostiziert“ werden. Deshalb wird diese Patientenangabe ignoriert. Großer Diagnosefehler!

Wurden die Implantate dennoch gesetzt, als festgestellt wurde, dass der 24er total vereitert war? Oder wurde die Implantatsetzung deswegen verschoben? Es darf nämlich NUR und ausschließlich implantiert werden bei absoluter Infektionsfreiheit der Wunde. Ansonsten droht frühzeitiger Implantatverlust…

Dran bleiben! Wo Rauch ist, ist auch Feuer!
 
Verfasst am: 25. 08. 2017, 18:38
Paulinchen
Gast
Dabei seit: 25.08.2017
Beiträge: 1
Liebe Pedra ,
wenn du Titan - Implantate hast , kannst du mal überprüfen lassen ob du auf Titan allergisch reagierst .
 


Portalinfo:

Zur Zeit sind 0 Benutzer online, davon 0 registrierte Benutzer und 0 Gäste.
Heute waren bereits 2 registrierte Benutzer und 0 Gäste online.

Derzeit online


implantate.com hat 3971 registrierte Benutzer, 9856 Themen und 32570 Antworten. Es werden durchschnittlich 6.85 Beiträge pro Tag erstellt.
Anzeige
Leistungen
    Implantologen finden...

    Qualifizierte Spezialisten, mit implantate.com - Gewährleistung und -Preisgarantie in Ihrer Nähe (Deutschland, Österreich, Schweiz).


    Erweiterte Suche
    Wussten Sie schon, dass...

    bei Beantragung eines Zuschusses für Zahnersatz (Heil- und Kostenplan) bei der gesetzlichen Krankenkasse,  dieser immer den gleichen Betrag ausmacht, egal ob Sie sich für ein Implantat, eine Brücke oder einen herausnehmbaren Zahnersatz entscheiden? Das ist dann der sogenannte Festzuschuss. Dieser lässt sich allerdings durch regelmässige Zahnarztbesuche in den letzten 5 Jahren (um 20%) bzw. 10 Jahren (um 30%) steigern.

    Mehr zum Thema Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkassen.


    Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation